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    Intelligente Großbatterie legt los

    Achtung, fertig, los: Seit 1. November ist der Batteriegroßspeicher nahe der A29 auf Höhe der Autobahnabfahrt Varel-Obenstrohe offiziell in Betrieb. Nun kann er 18 Monate lang zeigen, wie ein Speicher dieser bisher einmaligen Bauart die Stabilität im regionalen Stromnetz stützen kann.

    Foto: Eike Bruns
    Dr. Magnus Pielke
    Der Projektleiter
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    Dr. Magnus Pielke ist überzeugt, dass Batterien aller Größen für die erfolgreiche Energiewende eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Deshalb treibt er deren Verbreitung auch mit der Batterietochter be.storaged voran.

    Das von der japanischen Wirtschaftsförderungsbehörde NEDO mitfinanzierte Demonstrationsprojekt ist in seiner hybriden Bauart bisher einmalig: Lithium-Ionen Batterien, die einen raschen Zugriff auf die gespeicherte Energie erlauben, wurden mit Natrium-Schwefel-Batterien kombiniert, die sich zum längerfristigen Zwischenspeichern größerer Kapazitäten eignen. Die beiden bewährten Batterietypen werden intelligent gemeinsam gesteuert.

    EWE lud zusammen mit den japanischen Projektpartnern Hitachi Chemical, NGK Insulators und Hitachi Power Solutions zur feierlichen Inbetriebnahme ein. Zusammen mit politischen Ehrengästen wie dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und dem Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies setzten die Partner die intelligente Großbatterie symbolisch unter Strom. Damit startet nun der Demonstrationsbetrieb, dem ein dreimonatiger technischer Testbetrieb vorausging. In den kommenden Monaten wollen die Projektpartner nicht nur erkunden, wie sich der Speicher technisch in das Energiesystem fügt, sondern auch, wie er sich wirtschaftlich optimal betreiben lässt.

    Jedes der beteiligten Unternehmen bringt langjährige Erfahrungen und energiewirtschaftliches Know-How in die Zusammenarbeit ein. Die auf Batterielösungen spezialisierte EWE-Tochter be.storaged wird die Anlage in Varel nach Ende der Demonstrationsphase weiterbetreiben. Projektleiter Dr. Magnus Pielke (be.storaged): „Wir freuen uns über die Chance, mit den vielfältigen Kompetenzen im EWE-Konzern zum Erfolg dieses Projekts beizutragen und wertvolle Erkenntnisse hinzugewinnen zu können.“ Aus Sicht von EWE sind intelligente Batterielösungen unverzichtbar für eine effizientere und nachhaltigere Energieversorgung – vom Hybridgroßspeicher über Elektromobilität bis zu Hausenergiespeichern. Auch die Sicherheit der Anlage ist für alle Beteiligten von zentraler Bedeutung und wird durch ein umfassendes, mehrstufiges Sicherheitskonzept gewährleistet.

    Luftaufnahme des Großspeicher in Varel
    Foto: Eike Bruns
    Luftaufnahme des Batteriegroßspeichers in Varel.

    Wozu dient der Hybridgroßspeicher?

    Bundesweit stammen rund 36 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wind- und Solarenergie. Mit dem steigenden Anteil von grünem Strom werden Frequenzschwankungen im Stromnetz absehbar weiter zunehmen. Der Hybridgroßspeicher steht im Nordwesten Niedersachsens in einer Region, in der jährlich doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, wie dort verbraucht werden kann. Die Bezeichnung „Energiewendespeicher“ bringt die Funktion des Batteriespeichers auf den Punkt: Er soll Frequenzschwankungen im regionalen Stromnetz ausgleichen und so zur Netzstabilität beitragen.

    Damit erbringt er Systemdienstleistungen, die Netzbetreiber oder Betreiber von Windenergie- und anderen Erzeugungsanlagen an der Strombörse nachfragen können. Regelenergie wird heute von konventionellen Kraftwerken erzeugt, der Hybridgroßspeicher kann sie durch seine besondere Bauart sehr effizient und vielseitig zur Verfügung stellen. Bei Bedarf gibt er mehr als 11,5 Megawatt Leistung ins Stromnetz ab oder nimmt sie daraus auf. Auch wenn das nicht sein eigentlicher Zweck ist: Die Speicherkapazität von mehr als 22,5 Megawattstunden würde umgerechnet ausreichen, um alle Haushalte in Varel fünf Stunden lang mit Strom zu versorgen.

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