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    "Unsere Batterie ist grün" Geschenktipp zum Selbermachen

    Grüner Strom,
    grüner Speicher!

    EWE forscht an der größten Batterie der Welt - umweltfreundlicher als die Lithiumzellen im Smartphone und mindestens 20 Jahre speicherfähig. Das Stichwort dazu heißt "brine4power".

    Peter Schmidt, Prof. Ulrich S. Schubert und Ralf Riekenberg präsentieren das Modell einer Redox-Flow-Batterie.
    Entscheidender Meilenstein für die größte Batterie der  Welt erreicht: (v. l.) Peter Schmidt (Geschäftsführer EWE GASSPEICHER GmbH), Prof. Ulrich S. Schubert (Univ. Jena) und Ralf Riekenberg (Projektleiter brine4power) stellen Ende November das Modell einer Redox-Flow-Batterie bei einer Pressekonferenz in Berlin vor. (Bild: J. Gebauer)

    "Brine" (engl. für Salzlösung) bildet die Basis für eine sogenannte Redox-Flow-Batterie. Im Juni dieses Jahres hat EWE das Forschungs-Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Aktuell hat das Projekt den ersten Meilenstein erreicht. So haben Forschungen der Universität Jena ergeben, dass die Anwendung des Redox-Flow-Prinzips, wie EWE es plant - nämlich in unterirdischen Salzkavernen - grundsätzlich möglich ist.

    So funktioniert's

    Eine Infografik zeigt das Funktionsprinzip der Redox-Flow-Batterie.
    700.000 Kilowattstunden soll die neue Batterie speichern. Mit dieser Energiemenge könnte ein Volkswagen e-Golf mit Tempo 130 (Verbrauch: 20 kWh/100 km) etwa 3,5 Millionen Kilometer weit fahren - oder 83 Mal um die Welt!

    Vereinfacht gesagt besteht diese gigantische Batterie aus zwei Speicherflüssigkeiten. Diese werden getrennt in zwei unterirdische Kavernen gefüllt. Salzspeicher, die zurzeit für die Gasspeicherung genutzt werden - wie etwa in Jemgum bei Leer, aber auch neue Hohlräume könnten dafür genutzt werden. Über der Erde fließen die beiden Flüssigkeiten umeinander. Sie werden jedoch durch eine Membrane getrennt und mischen sich nicht. Nur Ionen des Salzes (Na+, Cl-) können diese Trennschicht überwinden. So kann Strom chemisch gespeichert oder wieder abgegeben werden.

    Der Nutzen eines großen Speichers: Wenn die Sonne kräftig scheint und der Wind stark weht, geht überschüssiger Strom aus diesen erneuerbaren Quellen nicht verloren. Die Rückeinspeisung erfolgt zu dem Tageszeitpunkt, an dem die Nachfrage groß und das Angebot klein ist. Außerdem wird das Netz langfristig stabilisiert. Die einzigartige Innovation für den EWE-Speicher haben Wissenschaftler der Universität Jena entdeckt: Statt wie bei anderen Redox-Flow-Batterien mit umweltschädlichen Schwermetallen zu arbeiten, werden Polymere, also Kunststoffe, eingesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Einsatzstoffen kann man Polymere recyceln. Grüner Strom wird grün gespeichert. Ein weiterer Vorteil des Systems ist die lange Speicherfähigkeit – auch nach Jahren gibt es kaum Verluste.

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