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    Kulinarisch auf Fontanes Spuren

    An die Töpfe, fertig, los! So starteten drei brandenburgische Schüler-Kochteams ins Finale des EWE-Kochpokals 2017/2018. Auf Fontanes Spuren sollten die Jugendlichen aus Königs Wusterhausen, Prenzlau und Wildau in 120 Minuten Kochzeit wandeln. Natürlich nur in kulinarischem Sinne. Mit Kartoffelspezialitäten, Fisch und Birnen hätten die jungen Köche wohl auch Fontanes Geschmack getroffen. Sein Gedicht vom Birnenbaum im havelländischen Ribbeck ist legendär und damit Inspiration und Gaumenschmaus zugleich.

    Brigitte Lehmann Jurorin
    Die Küchenmeisterin
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    Brigitte Lehmann ist Vorsitzende im Verein der Köche Scharmützelsee und Umgebung. als Jurorin begleitet sie den EWE Kochpokal seit vielen Jahren. Ihr Tipp an den Nachwuchs: Talent ist leider nicht alles - Fleiß und Ausdauer gehören auch dazu.

    Die drei zum Finale angetretenen Mannschaften sind bereits Gewinner, nämlich die aus den Vorrunden in Chorin, Bad Saarow und Strausberg. Schon dort stellten sie ihre vielfältigen Kenntnisse in Sachen Kochen, Backen und Braten unter Beweis und setzten sich gegen ihre Mitbewerber aus Erkner, Goyatz, Eichwalde, Blumberg und Strausberg durch.

    Ins Finale im EWE KundenCenter Wildau kochten sich schließlich die „Schaumschläger“ von der Ludwig-Witthöft-Oberschule Wildau, die Nachwuchsköche von der Max Lindow-Oberschule Prenzlau und „Bredows Kochmützen“ von der Dr.-Hans-Bredow-Oberschule Königs Wusterhausen. Alle drei Teams konnten ihre Leistungen im Vergleich zu den Vorrunden noch einmal steigern.

    Mit nur einem Punkt Vorsprung hatten schließlich die „Schaumschläger“ – ausgerüstet mit zwei 1,80 m großen Schneebesen als Glücksbringer – die Kochnasen vorn. Paul Karwinkel, Raphael Michutta, André Schiró und Nico Thiel überzeugten die Jury mit ihrer pürierten Sellerie-Rotebeete-Rahmsuppe, einem gebratenen Zanderfilet mit Tomaten-Brunois und Kartoffel-Fenchel-Gratin. Die Birne-Mandel-Tarte krönte schließlich das Siegermenü. Ergebnis: 88 Punkte und der Finalsieg. Einer der wenigen Kritikpunkte der Jury: ein etwas chaotischer Arbeitsplatz. Daran wolle man noch arbeiten, sagte Teamchef Nico Thiel, der sich schon ziemlich sicher ist, was seine berufliche Zukunft bringen soll. Der Neuntklässler wolle in die Fußstapfen der ganz Großen im Koch-Geschäft treten.

    Der Jury ging es bei der Bewertung nicht nur um Geschmack, Optik und Konsistenz der Menüs. Auch Warenkalkulation, Kreativität und die Präsentation ihres kulinarischen Triple wurden bei der Punktevergabe bedacht. Dazu hatte sich die EWE drei echte Experten in die Jury geholt. Neben EWE-Jurymitglied Martina Kiel verkosteten Küchenmeisterin Brigitte Lehmann vom Verein der Köche Scharmützelsee und Umgebung und Rüdiger Wohlfart, Mitglied im Verband der Köche Deutschlands.

    Platz zwei im Kochfinale holten sich die Jungköche aus Prenzlau mit 87 Punkten. 85 Punkte gingen nach Königs Wusterhausen, Platz drei. Traurig musste bei den tollen Ergebnissen niemand sein. Voraussichtlich gibt es am Jahresende eine Neuauflage der beliebten EWE-Veranstaltung, die die Fähigkeiten wie Teamgeist, Kreativität und Zeitmanagement trainieren sollen.

    Jury bei der Arbeit
    Die Jury-Mitglieder bei der Arbeit

    Jurorin mit Sinn für Teamgeist

    Sie gehört zum EWE Kochpokal wie die Würze in einer wohlschmeckenden Suppe. Brigitte Lehmann prägt seit den Anfängen des Wettbewerbs für Schüler zwischen 13 und 16 Jahren. Sie steht der Jury vor, die bei dem brandenburgischen Kochausscheid die Menüs der Nachwuchsköche probiert und bewertet. Die Entscheidung über die Platzierungen treffe man jedoch im Team, dem meist Küchenchefs Brandenburger Hotels und Gaststätten und EWE-Experten angehören.

    „Mir ist es immer sehr wichtig, dass die Jugendlichen als Team zusammen arbeiten“, sagt die Ausbilderin, die sonst Lehrlingen vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr das Kochen beibringt. „Die Arbeit mit Azubis ist immer neu, immer anders, aber nie langweilig, sagt Brigitte Lehmann.

    Ihre Erfahrung als Küchenmeisterin beim Internationalen Bund (IB) Berlin Brandenburg Nordost, wendet die Neuenhagenerin auch auf die Schülerköche an. Sie gibt Tipps und Tricks gern weiter und merkt auch schnell, wer Talent zum Kochen hat. Doch Talent sei nicht alles, Fleiß und Ausdauer gehören auch dazu, weiß Brigitte Lehmann.

    Eindrücke vom Kochpokal
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