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    Wasserstoffexperte: Ein Tag mit Thomas Götze

    Erneuerbare Energien sind ihm ein wichtiges Anliegen, ja fast so etwas wie seine Lebensaufgabe: Thomas Götze ist bei EWE Netz einer der „Wasserstoffbotschafter“. Als solcher ist er viel unterwegs, um die Wichtigkeit von grünem Wasserstoff zu verbreiten. „Es ist der Energieträger der Zukunft!“

    Willing-Holtz
    Thomas Götze Der Wasserstoffexperte
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    Weil sich der diplomierte Physikingenieur für erneuerbare Energien interessierte, fing er vor 22 Jahren bei EWE in Oldenburg an. „Grüner Strom war schon immer mein Thema“, sagt der 52-Jährige. In der Freizeit ist Fußball sein Ding. Götze ist Mittelfeldspieler des Altherren-Teams vom VfR Heisfelde und nennt sich „Mario“ beim firmeneigenen Bundesliga-Tippspiel - in Anlehnung an den deutschen WM-Helden von 2014. „Seit dem Sieg der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2014 brauche ich meinen Nachnamen nicht mehr zu buchstabieren.“ Götze lebt mit Frau Sandra und den Töchtern Leonie (19) und Lia (13) in Leer, ca. 50 km vom Arbeitsplatz entfernt.

    10.00 Uhr
    Strategisches und Zwischenmenschliches

    „Ich bin ein absoluter Teamplayer und brauche den persönlichen Kontakt mit Kollegen“, sagte Thomas Götze. Deshalb ist der Projekt-Ingenieur im Bereich „Entwicklung Energienetze“ froh, in Corona-Zeiten an einigen Tagen der Woche im Büro zu sein. Wenn er nicht als „Botschafter“ in Wissenschaft, Politik oder Wirtschaft über die Vorteile von Wasserstoff spricht, kümmert er sich um die Infrastruktur der Netze: „Wie können wir den grünen Wasserstoff, der durch die Erneuerbaren-Energie-Anlagen erzeugt wird, über unser bestehendes Erdgasnetz zum Abnehmer transportieren? Das ist unser Part.“ Am Ende solcher Gespräche plaudert Götze gerne über Privates wie den Urlaub auf der ostfriesischen Insel Langeoog oder die Übernachtungsparty seiner 13-jährigen Tochter mit Freundinnen.

    15.00 Uhr
    Standhaft im Homeoffice

    Auch solche Tage kommen in der aktuellen Situation vor: Nach einem halben Tag im Büro findet die andere Hälfte im heimischen Arbeitszimmer statt. Oder umgekehrt. Dienstlich kann Götze eines der repräsentativen Wasserstoffautos von EWE nutzen, das Modell Nexo von Hyundai mit einer Reichweite von 600 km. „Wasserstoffautos haben einige Vorteile gegenüber batteriebetriebenen Elektroautos : Der Tankvorgang dauert gerade einmal drei Minuten und die Umweltbilanz in der Herstellung der kleinen Akkus ist besser, zudem sind sie langlebiger und leichter.“ Noch sind Wasserstoffautos „Exoten“ auf der Straße – deutschlandweit gibt es bislang erst knapp 85 Tankstellen. Es gibt noch viel zu tun, sagt Götze: „Die Autos sollten erschwinglicher sein und es müssen mehr Tankstellen her.“ Aber mit grünem Wasserstoff befüllt, so seine Botschaft, ist es der Antrieb von morgen.

    Unterwegs mit Thomas Götze
    Vergrößern

    18.00 Uhr
    Der Mann hat einen Lauf

    „Meine Fitnessuhr zeigt mir in Corona-Zeiten oft nur 6.000 statt der üblichen 10.000 Schritte pro Tag an. Da war mir klar: Ich muss mich mehr bewegen!“ Götze zieht nun dreimal in der Woche die Joggingschuhe an und läuft unterschiedliche Strecken in seinem Heimatort Leer. „Ich lerne dabei immer neue Ecken in der Gegend kennen.“ Und im Mai nimmt der 52-Jährige regelmäßig am „Ossiloop“ teil, einem Volkslauf in Ostfriesland über sechs etwa zehn Kilometer lange Etappen, die über einen Zeitraum von drei Wochen zurückzulegen sind. „Wer alle Teilstücke mitläuft, bekommt als Belohnung ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚Dörloper’.“ Plattdeutsch für „Durchläufer“, erklärt Götze, während er nicht ohne Stolz seine jüngste Trophäe aus Stoff präsentiert.

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