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    Mit Abstand gut beraten

    Auch in den EWE-Shops zieht schrittweise ein neuer Alltag ein - und damit verbunden eine ganze Reihe von Veränderungen. Das erste Fazit fällt positiv aus.

    Astrid Rada Die Shopleiterin
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    Astrid Rada (48) arbeitet bereits seit zehn Jahren bei EWE und hat 2015 die Verantwortung für den Shop in Hemmoor übernommen. Privat geht die gebürtige Rheinländerin mit ihrem Partner gern ins Kino oder genießt gutes Essen im Restaurant. "Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn das wieder uneingeschränkt möglich sein wird." Bis dahin ist Astrid Rada viel mit Pferd und Hund in der Natur unterwegs.

    Als Astrid Rada das erste Mal nach achtwöchiger Abstinenz wieder „ihren“ Shop betrat, war sie schon etwas aufgeregt: „Natürlich habe ich mich gefreut, endlich wieder live beraten zu können, aber ich hab mich schon gefragt, wie genau das in Corona-Zeiten funktionieren kann – und vor allem, wie die Kunden auf die neuen Maßnahmen reagieren“, sagt die Beraterin aus dem Shop in Hemmoor. Denn momentan ist vieles anders als zuvor. Fast alle 50 EWE-Shops wurden umgestaltet, die Arbeitsabläufe angepasst und neue Spielregeln aufgestellt. Alles, um die Hygienerichtlinien der Behörden zu erfüllen und Kundschaft und Verkaufsteam maximale Sicherheit zu bieten.

    Neue Regeln

    Aktuell dürfen nur noch wenige Menschen gleichzeitig einen Shop betreten: Zulässig ist eine Person auf 10 Quadratmetern Fläche. Für die EWE-Shops bedeutet das, dass zwischen ein und drei Kunden plus dieselbe Anzahl an Beratern gleichzeitig im Laden sind. Anstatt sich erstmal in Ruhe umzuschauen und die neuesten Smartphones zur Hand zu nehmen, geht es nach Betreten des Shops direkt zum Verkaufscounter. Der Rest des Shops ist tabu und daher mit Flatterband abgesperrt. Kunden und Berater trennt ein „Niesschutz“ – eine Plexiglasscheibe, die fest mit dem Counter verschraubt ist. Zusätzlich müssen alle Besucher, wie in anderen Geschäften auch, einen Mundschutz tragen. Bezahlt wird kontaktlos per EC-Cash oder Lastschrift. „Diese Distanz fühlt sich natürlich erst einmal komisch an, ich hab mich aber erstaunlich schnell daran gewöhnt“, erzählt Rada. Auch die Kunden scheinen die neue Situation im Shop gut anzunehmen: „Die meisten von ihnen zeigen viel Verständnis und halten sich an die Regeln“, berichtet sie. „Viele loben uns sogar für die höchst professionelle Umsetzung der Hygienemaßnahmen und sagen, dass sie sich bei uns sehr sicher fühlen.“

    „Nacht- und Nebelaktion“

    Verantwortlich für die baulichen Veränderungen in den Shops ist Claudia Cassel. „Normalerweise plane ich neue Shops, richte sie ein oder kümmere mich um Renovierungen und neue Konzepte, erzählt die Architektin. „Das hier war eine ganz neue Herausforderung für mich und mein Team. Unser Ziel war es, Kontaktmöglichkeiten zwischen Mitarbeiter und Kunden zu minimieren. Die Kunden sollen so wenig wie möglich anfassen können“, erklärt Cassel. „Darum mussten wir die kompletten Abläufe neu durchdenken: Wie ist das Hereinkommen, wo findet die Beratung statt und wie? Handys und andere Geräte, die sonst auf der Ausstellungsfläche bereit liegen, haben wir weggeräumt.“ Schwierigkeiten machten anfangs vor allem Lieferengpässe bei Plexiglaswänden für den Niesschutz. „Als dann die Trennwände endlich da waren, musste alles in Rekordgeschwindigkeit montiert werden, um unseren Zeitplan einzuhalten. Unser Messeteam hat quasi in einer Nacht- und Nebelaktion die Shops entsprechend ausgestattet.“

    Nächste Phase

    Vermutlich in ein paar Wochen wollen die Verantwortlichen die nächste Phase des neuen Shop-Konzepts ausrollen. Claudia Cassel: „Wir werden die Verkaufsfläche schrittweise vergrößern und zusätzlich Spender mit Desinfektionsmitteln aufstellen. Zudem werden alle Arbeitsplätze mit den Niesschutzwänden ausgestattet – zum Glück haben wir gut kalkuliert und genügend Material bestellt. Zukünftig soll es wieder möglich sein, Mobiltelefone und andere Geräte selbst in die Hand zu nehmen“. Sie ergänzt: „Wir sind uns aber auch bewusst, dass wir nicht zu hundert Prozent planen können und sich die Lage jederzeit wieder ändern kann und wir die Dinge wieder anpassen. Zurzeit freuen wir uns aber einfach, dass die momentane, neue Realität so gut läuft.“

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