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    Auf der Schokoladenseite

    Vollmilch oder Zartbitter? Mit gerösteten Nüssen oder Salzkaramell? Woran erkennt man eigentlich gute Schokolade? Und warum macht Schokolade glücklich? Andre Kleimann von der Bio-Schokoladenmanufaktur Schokolaa hat es uns verraten. 

    Andre Kleimann
    Andre Kleimann, 37,
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    bekam die Liebe zu guten Lebensmitteln in die Wiege gelegt: Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat eine landwirtschaftliche Ausbildung genossen. 2016 hat der bekennende Schokoholic seine Leidenschaft für Schokolade zum Beruf gemacht. Seitdem produziert er von Hand feinste Bio-Schokoladentafeln und -figuren - auch mit Firmenlogos und Wunschmotiven.

    Andre Kleimann ist ganz pragmatisch: Für ihn entscheidet vor allem der Gaumen über die Qualität von Schokolade. Denn auf den Geschmack kommt es an, weniger auf die Optik der Verpackung. Trotzdem schadet der Blick auf die Zutatenliste nicht: „Wie bei vielen anderen Produkten auch sollte sie kurz sein. Vorsicht bei Zahlen und Begriffen, die man nicht übersetzen kann. Dann sollte man die Hände von der Schokolade lassen“, ist daher sein Rat an alle Naschkatzen. Qualitativ gute Schokolade kommt mit wenigen Zutaten aus: Es muss vor allem echter Kakao drin sein, und zwar mit einem Mindestanteil von 35 Prozent, dazu Zucker und das richtige Fett.

    Hobby zum Beruf gemacht

    „Analog zu gutem Olivenöl verwenden wir nur Butterreinfett und kein Palmöl, wie viele andere Hersteller. Palmöl ist ein billiges, ungesundes Fett, das uns und der Umwelt schadet“, erklärt der 37-Jährige, der mit Schokolaa – plattdeutsch für Schokolade – sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Bei ihm sind alle Zutaten konsequent bio, zugesetzte Aromen sucht man vergebens. Damit seine Schokolade auch besonders gut schmeckt, hat er lange an der richtigen Zusammensetzung gearbeitet: „Zwar ist Rohschokolade sehr hochwertig, teuer und gesund, aber sie schmeckt uns zu bitter – deshalb muss die zugefügte Mischung von Zucker und Fett stimmen.“ Bei der Produktion der zarten Tafeln kommt es dann auf die richtige Luftfeuchtigkeit und die mgebungstemperatur an: „Ideal ist eine Temperatur unter 20 Grad Celsius, ab 22 Grad schmilzt die Schokolade. Und die Raumluftfeuchte muss konstant sein, darf nicht schwanken“, so der Schokoladen-Spezialist, der privat am liebsten Vollmilch-Nuss genießt. Damit ist er in bester Gesellschaft – zwei Drittel seiner Kunden lieben Vollmilchschokolade. „Haselnuss dazu ist ein Klassiker, aber wir experimentieren auch mit gebrannten Mandeln und Popcorn. Oder Salzkaramell, aber das ist für Fortgeschrittene“, sagt Kleimann lachend. Ob Klassiker oder Trend: Schokolade macht einfach glücklich! Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Kakao enthält das Endorphin Phenylethylalanin – ein Glückshormon.

    Mousse au Chocolat
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    Diese einfach zuzubereitende Mousse au Chocolat ist das Lieblingsrezept von Andre Kleimann.
    Rezept: Mousse au Chocolat

    ZUTATEN FÜR 3–4 PERSONEN:

    200 g Zartbitter- oder Vollmilchschokolade (nach Vorliebe), 90 ml Milch, 2 EL Kaffee (kalt), 2 EL Orangenlikör (auch Himbeerlikör, Rum etc. oder weglassen), 1 Becher Sahne, etwas Butter (wenn man mag)

    ZUBEREITUNG:

    1. Milch bei geringer Hitze erwärmen und die Schokolade darin auflösen.
    2. Kaffee, Likör und Butter unterrühren.
    3. Etwa 1 Stunde abkühlen lassen (Masse darf handwarm sein).
    4. Die Sahne steif schlagen und unterheben.
    5. Vor dem Servieren mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die optimale Festigkeit erreicht wird.

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