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    Erfolgreicher Perspektivwechsel

    Im Projekt "Reverse Mentoring" lernen EWE-Führungskräfte von Auszubildenden den sinnvollen Umgang mit sozialen Medien.

    Laudatorin Dorothee Jürgensen, DGB, überreicht den 2. Preis für innovative Ausbildung an EWE NETZ: Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, Azubi Felicitas Jansen und Bonte-Julie Rippena sowie Ausbildungsleiter Reinhold Blömer.
    Laudatorin Dorothee Jürgensen, DGB, überreicht den 2. Preis für innovative Ausbildung an EWE NETZ: Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, Azubi Felicitas Jansen und Bonté-Julie Rippena sowie Ausbildungsleiter Reinhold Blömer.

    Ein geübtes Lächeln. Klick. Fertig ist das Selfie. Beide Daumen fliegen über die Handytastatur. Klick. Klick. „Siehst du, schon habe ich das Bild bei Snapchat hochgeladen“, sagt Felicitas Jansen. „Hier können es meine Freunde für kurze Zeit ansehen, danach ist es gelöscht.“ Torsten Maus verfolgt interessiert jeden Schritt. Jansen ist seine Mentorin, was nicht weiter ungewöhnlich wäre, wenn Maus nicht der Vorsitzende der Geschäftsführung von EWE NETZ wäre und Jansen Auszubildende im dritten Lehrjahr.

    "Reverse Mentoring" heißt das Projekt, mit dem sich zwölf Auszubildende und duale Studenten des Unternehmens für den Preis Innovative Ausbildung (PIA) der Nordwestzeitung beworben haben. Und für das sie am 21. November in der Oldenburger Exerzierhalle geehrt wurden. „Eine tolle Auszeichnung für ein mutiges Projekt“, sagt Geschäftsführer Maus.

    Ziel des Perspektivwechsels: Alt lernt von Jung. Über mehrere Monate hinweg hatte der Nachwuchs interessierte Führungskräfte in die Welt der sozialen Medien eingeführt. Die Auszubildenden demonstrierten, wie junge Menschen heute miteinander kommunizieren, sich vernetzen und sich auch über weite Distanzen stets sehr nahe sind. „Vor allem der Austausch mit meinen Mentoren über Reichweiten verschiedener Kanäle und wie man die sozialen Medien als Unternehmen einsetzen kann, hat mir sehr gefallen“, sagt Maus. In regelmäßigen Treffen wurde der Medienalltag der Nachwuchskräfte diskutiert.

    Natürlich mussten sich alle erst einmal in ihre neuen Rollen einleben. „Sagen wir Du oder Sie? Am Anfang mussten wir erst einmal eine persönliche Ebene mit den Führungskräften finden – und auch manche Hemmung ablegen“, erzählt Felicitas Jansen von ihrem ersten Treffen mit den Mentees (mehr über die Erfahrungen beim Reverse Mentoring lesen Sie im Azubiblog von EWE). „Der Rollentausch war für alle eine positive Erfahrung“, sagt Maus. Inzwischen ist das Reverse Mentoring bei EWE ein festes Modul der Führungskräfteentwicklung.

    Das Projekt passt gut in die Ausbildung von EWE. Seit Jahren bildet EWE seinen Nachwuchs in verschiedenen technischen und kaufmännischen Berufen und dualen Studiengängen für die Energiesparte des Konzerns aus. „Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der neben fachlichen auch die sozialen Kompetenzen fördert“, sagt Reinhold Blömer, Leiter Ausbildung bei EWE NETZ. „Die Persönlichkeitsentwicklung ist uns dabei sehr wichtig. Unsere Auszubildenden und dualen Studenten sollen früh Verantwortung übernehmen.“ Im Projekt Reverse Mentoring hat das schon mal sehr gut geklappt.

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