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    EWE Kochpokal – die Sieger 2017

    Am Ende entschied ein halber Punkt über den Sieg beim EWE Kochpokal 2016/2017. „Vielleicht lag es daran, dass wir unser Menü erklärt haben, ohne dabei vom Blatt abzulesen“, meint Jessika, eine der EWE-Schülerköchinnen aus Erkner. „Oder es war doch der Trick mit der Süßkartoffel“, sagt Schülerin Nadin. Egal – ihr Team hat sich den Schülerkochpokal gesichert.

    „Mensch, wo ist denn das Avocado-Mus“, ruft Nadin durch die Profi-Küche des Hotel Esplanade, während ihre Mitstreiter schälen, schnippeln und rühren. „Da vorne, hinter dem großen Topf “, antwortet Sebastian, der einzige Junge im Team. Die vier Gewinner des letzten EWE Kochpokals wurden für das hallo nachbar-Fotoshooting von Küchenchef Marc-André Uhlenbrock eingeladen, in dem edlen Hotel ihre Sieger-Hauptspeise noch einmal nachzukochen. Das sorgt für Stress – genau wie beim Wettbewerb. Beim EWE Kochpokal geht es darum, ein Drei-Gänge-Menü in zwei Stunden zu kochen. Das Team der MORUS-Oberschule Erkner hat sich erst in den zwei Vorrunden und dann im Finale durchgesetzt. „Jeder von uns hatte seinen Aufgabenbereich: Vorspeise, Hauptspeise, Dessert und Tischdeko“, erklärt Sophie Mühlenbeck, die jüngste der vier. Heute kochen sie zusammen das Hauptgericht, das „Prinzesshähnchen auf der Erbse“.

    Zutaten des Siegergerichts beim EWE Kochpokal
    Los geht’s: Die Zutaten für das Sieger-Hauptgericht des EWE Kochpokals stehen bereit.

    Keine Hilfe von der Lehrerin

    „Beim Wettbewerb zählen Teamwork, Zeitmanagement und Kreativität“, sagt ihre Lehrerin Evelyn Seidel. „Deshalb finde ich den EWE Kochpokal so toll!“ Sie leitet die Koch-AG der MORUS-Oberschule Erkner und hat die vier ermutigt, am Wettbewerb teilzunehmen. „Beim Finale war ich genauso aufgeregt wie die Schüler“, sagt die Lehrerin. „Ich saß daneben und durfte keinerlei Hilfe oder Hinweise geben.“ Fast wäre das schief gegangen, denn die Jugendlichen waren nervös. „Mir ist erst im letzten Moment eingefallen, dass wir ja noch die Süßkartoffeln im Backofen haben“, gibt Nadin zu. „Das war echt knapp!“ Und dabei hatte ihr einer der Juroren im Halbfinale noch den Tipp gegeben, die Knolle im Ofen zu backen, anstatt sie zu kochen. „Er meinte, das Aroma kommt dann besser zur Geltung, deshalb haben wir’s probiert!“

    Schüler aus Brandenburg beim EWE Kochpokal
    Ran ans Gemüse: Jessika Tullick (links) und Sebastian Wolf bereiten die Süßkartoffeln für ihr Hauptgericht beim EWE Kochpokal vor.

    Schneewittchen trifft Hänsel und Gretel

    So wie die vier Schüler aus Erkner. Mit ihrem Menü zum Thema „Märchenhaftes“ überzeugten sie und setzten sich im Finale gegen das Team der Grund- und Oberschule Schenkenland aus Groß Köris durch. „Wir wollten etwas mit Erbsen machen, wegen der Prinzessin auf der Erbse – so ist das Hauptgericht entstanden“, erzählt Sophie. Dazu gab es „Hexensuppe Hänsel & Gretel“ als Vorspeise und „Schneewittchens Überraschung“ als Dessert. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin haben sie jeden Mittwoch geprobt, die Rezepte verfeinert und die Präsentation geübt. So konnten sie dann ihr märchenhaftes Menü irgendwann auswendig vorstellen. In jedem Schuljahr gibt es ein neues Motto, zu dem die Teilnehmer sich kreative Gerichte einfallen lassen müssen. „In der Wettbewerbssituation merken die Jugendlichen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen“, sagt EWE-Projektleiterin Brigitte Jeschke. „Das ist auch eine gute Vorbereitung auf die Berufswelt.“

    Siegergericht des EWE Kochpokal
    Es ist angerichtet: Guten Appetit!

    Es ist angerichtet: Guten Appetit!

    Gerade platziert Nadin die krossen Hähnchenfilets auf dem Süßkartoffel-Erbsen-Turm. Heute macht sie das ganz routiniert, beim Wettbewerb haben ihre Hände gezittert. „Ich wollte unbedingt mein Bestes geben“, sagt die Schülerin, „und natürlich habe ich gehofft, dass wir gewinnen.“ Der Küchenchef des Esplanade ist beeindruckt, wie engagiert die jungen Nachwuchsköche ans Werk gehen. Er saß auch schon in der Jury: „Ich habe besonders darauf geachtet, wie die Teilnehmer ihren Arbeitsplatz organisieren, wie sie untereinander agieren und ob sie pünktlich fertig werden“, sagt Marc-André Uhlenbrock. Und für eine der Nachwuchsköchinnen hat der Wettbewerb sogar noch eine ganz andere Tür geöffnet: Bald beginnt Jessika im Esplanade ihre Ausbildung zur Restaurantfachfrau.

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