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    Nicht lange gefackelt

    Es gibt kaum Schöneres als eine gute Beziehung zu seinen Nachbarn. Die Brandenburgerin Jessica Hartung weiß das sehr zu schätzen. Ihr Nachbar hat dafür gesorgt, dass sie glücklich und zufrieden in ihrer neuen Wohnung leben kann. Hier erzählt sie ihr Story.

    Kim Keibel
    Jan Günther
    Die Brandbekämpfer
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    Jan Günther (38) und Jessica Hartung (30) wohnen seit vier Jahren Tür an Tür in Rüdnitz bei Bernau. Wenn die Terrasse saniert ist, will Hartung eine Grillparty für alle Helfer schmeißen. „Wie
    dankbar ich bin, kann ich nicht in Worte fassen“, sagt sie. „Aber der Geburtstagskuchen für Jan wird dieses Jahr besonders groß, das ist schon mal klar!“
    Jessica Hartung
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    Da macht aber jemand ein großes Lagerfeuer“, sagte sich Jan Günther (38), als er von der Arbeit kam und in seine Straße einbog. Doch es war die Terrasse seiner Nachbarin Jessica Hartung (30), die lichterloh in Flammen stand. „Wenn Jan nicht sofort angefangen hätte zu löschen, wäre das ganze Haus abgebrannt“, erklärt Hartung, die gemeinsam mit ihrer Tochter Nele in der Erdgeschosswohnung neben Günther lebt. Sie war gerade dabei, ihre Wohnung zu renovieren, und hatte ihre Möbel draußen verstaut. Eine vergessene Zigarette verursachte das Feuer.
     

    Lieblingsnachbarn Jan Günther und Jessica Hartung
    Kim Keibel
    Jan Günther und Jessica Hartung sind Lieblingsnachbarn. Fotos: © Kim Keibel

    „Ich bin Jan unendlich dankbar“, fügt Jessica Hartung hinzu. „Er ist gleich in den Garten gelaufen, hat sich einen Eimer geschnappt und Wasser aus dem Pool auf das Feuer geschüttet – so lange, bis die Feuerwehr kam.“ Das dauerte an diesem Januarabend ungewöhnlich lange, denn der Hydrant war verstopft, und zunächst gab es kein fließendes Wasser zum Löschen. „Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie sich das Feuer ausgebreitet hat“, erzählt Hartung. „Ich habe nur geweint und war nicht in der Lage, irgendetwas zu tun.“

    Ihre Tochter litt in dieser Zeit unter Schlafstörungen, sie selbst hatte 38 Stunden lang kein Auge zugemacht. „Wahrscheinlich habe ich deshalb auch die Zigarette auf der Terrasse vergessen“, meint die alleinerziehende Mutter. Dazu kam ein starker Wind, der auch die Löscharbeiten von Jan Günther erschwerte. „Die Böen fachten das Feuer immer wieder an“, erinnert sich der gelernte Kfz-Mechatroniker. „Zum Glück kamen noch andere Nachbarn dazu und halfen mir.“ Gemeinsam konnten sie das Feuer in Schach halten, auch wenn sie dabei mitten in einer schwarzen Rauchwolke standen.

    „Später hat sich ein Feuerwehrmann bei mir bedankt“, berichtet Günther. „Er meinte, ohne unsere Hilfe wäre das Haus wahrscheinlich nicht mehr zu retten gewesen.“ Glück im Unglück: Alle Bewohner und Helfer kamen ohne Verletzungen davon. Mittlerweile ist auch die Wohnung von Jessica Hartung renoviert, den Schaden
    übernahm die Versicherung. Der Brand hat die Nachbarn noch enger zusammengeschweißt. „Es ist einfach toll, zu wissen, dass nebenan jemand wohnt, auf den man sich immer verlassen kann“, sagt Hartung. 

    Lieblingsnachbarn gesucht

    Wenn Sie auch von einem Nachbarn erzählen wollen, der Ihnen bei einem Problem geholfen oder etwas besonders Nettes für Sie getan hat, schreiben Sie uns gerne: hallonachbar@ewe.de

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