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    So machen Sie den Garten fit für den Frühling Miträtseln und tolles Smartphone gewinnen

    Gar nicht miefig!

    Toilettenspülung gedrückt, fertig. Kaum jemanden kümmert es, was danach mit dem Abwasser passiert. Fachkräfte für Abwassertechnik schon. Denn sie lernen alle Prozessabläufe kennen, überwachen den Reinigungsprozess und sorgen dafür, dass kein schmutziges oder schadstoffbelastetes Abwasser wieder an die Umwelt abgegeben wird. Ein Beruf, bei dem man oft mit stinkenden Dingen konfrontiert wird? Nein, sagt Maria Lirola Romero.

    Foto: © Sebastian Vollmert
    Maria Romero
    Die Wasserfrau
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    Maria Lirola Romero (29) ist Auszubildende für Abwassertechnik bei EWE Wasser. Vor drei Jahren kam sie aus Spanien nach Deutschland, weil junge Leute in ihrer Heimat kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Hier ist sie zufrieden. „Bei EWE sind alle sehr nett zu mir und es macht mir nichts aus, fast nur mit Männern zu arbeiten. Die sind meistens lustig.“ Maria liebt den Frühling in Oldenburg, das viele Grün und Schwimmen in Seen. Sie kann es kaum erwarten, dass es dafür wieder warm genug ist.

    Die junge Spanierin hat vor drei Jahren ihre Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik bei EWE Wasser angefangen. „Ich hatte es mir auch schlimmer ausgemalt, aber dann war alles ganz anders. Eigentlich riecht es eher immer ein bisschen nach Chemie, fast so wie nach Chlor. Es gibt auf der Kläranlage in Edewecht, wo Maria arbeitet, „nur eine Stelle, deren Geruch etwas an einen Kuhstall erinnert.“ Manchmal wundert sich Maria, was sie im Abwasser alles finden: „Ganze Möhren, Kartoffeln und auch schon mal eine Gurke! Absurd!“ Sie findet auch nicht, dass es ein typischer Männerberuf ist. „Das kann jeder machen. Ich bin nicht besonders stark, oder so.“

    Maria kam vor drei Jahren nach Deutschland. Gebürtig stammt sie aus Almeria, einer Stadt im Süden Spaniens. Dort hat sie Chemie studiert und ihren Bachelor gemacht, doch danach ging es für sie einfach nicht weiter. „Ich habe mich zwei Jahre lang beworben, überall – auch In Madrid und Barcelona – aber einfach keinen Job gefunden.“ Frustriert durchsuchte sie Internetseiten und stieß plötzlich auf eine Anzeige von MobiPro. Das ist eine Initiative, die ausbildungsinteressierte Jugendliche in Europa fördert. „Ich dachte mir, das könnte was sein, denn ich wollte nicht noch mit 30 bei meinen Eltern wohnen.“

    Ein Tag mit Maria Lirola Romero
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    Ein kleines bisschen Deutsch konnte sie auch schon, denn sie hatte bereits ein Auslandssemester in Bayreuth absolviert. Dann ging alles ganz schnell. Vier Monate Deutsch-Crash-Kursus, ein erfolgreiches Praktikum bei EWE Wasser und ein Vorstellungsgespräch später hatte sie den Platz. „Das war wirklich toll!“ Und das Beste: Auch ihr Freund hat es geschafft, in Oldenburg einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Er lernt nun Lagerlogistik und zusammen fällt es den beiden Spaniern deutlich leichter in der neuen Umgebung.

    „Wir wurden überall herzlich aufgenommen, “ sagt die 29-Jährige, „ aber so richtig viele deutsche Freunde haben wir noch nicht.“ Warum das so ist, versucht sich Maria so zu erklären: „Ich habe manchmal den Eindruck, hier gibt es keine richtige Freizeit. In Spanien gehen wir abends in die Kneipe oder an den Strand.“ Sie lächelt bei dem Gedanken an die alte Heimat. „Meine deutschen Arbeitskollegen haben immer etwas zu tun. Im Garten oder in der Garage oder auch im Verein. Es scheint fast so, als mache man nie einfach mal nichts.“

    Dennoch fühlt sie sich sehr wohl in Deutschland und in ihrem Job. „Viele Freunde in meiner Heimat sind immer noch arbeitslos und mich hat Chemie schon immer interessiert. Da lerne ich gern Abwassertechnik, das hat ja ein bisschen was mit Chemie zu tun.“ Die 29-Jährige wirft sich die dicke Fleecejacke über und geht zum Klarwasserablauf. „Das Klarwasser wird täglich untersucht“, erklärt Maria, nimmt das Gitter ab und lässt eine kleine Flasche in den Ablauf hinab. Wie an dieser Stelle werden im gesamten Verlauf der Abwasserreinigung nach festem Plan Proben entnommen. „Weil das geklärte Wasser am Ende in Flüsse geleitet wird, muss immer alles perfekt in Ordnung sein.“ Also: Flasche füllen, wieder hochziehen, Gitter auf den Schacht und ab mit der Probe.

    Maria findet die Abwasseranlagen in Deutschland sehr gut. „Spanien wurde gerade von der EU gerügt, dass das Land an vielen Orten sein Abwassersystem verbessern muss. Vielleicht kann ich ja mal dabei ja irgendwann mal helfen. Und dann gehe ich abends wieder im Meer baden.“

    Aus der Schule in die Zukunft

    Konzernweit bietet EWE jedes Jahr über 100 Plätze für Auszubildende und Duale Studenten an und schafft damit die optimale Basis für den Start ins Berufsleben. Neugierig geworden? Ausführliche Informationen gibt es unter www.ewe.com/karriere. Einen kleinen Einblick in die Ausbildungswelt geben die EWE-Auszubildenden in ihrem Azubiblog.

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