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    Das Wattenmeer mit allen Sinnen erleben Kleine Kluntjes erhalten die Freundschaft

    Bücher machen Freundinnen

    Doreen Mechsner sagt: „Ohne Hike hätte ich‘s nie gemacht!“ Selbst jetzt scheint die Brandenburgerin kaum glauben zu können, dass ihr Traum vom eigenen Buch in Erfüllung geht.

    Kim Keibel
    Doreen Mechsner vor einem Stapel Holz
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    Doreen Mechsner (45, oben) und Hike Pindur (47) leben mit ihren Familien in Fergitz in der Uckermark und kennen sich seit einem Jahr. „Aus dem Buchprojekt wurde eine echte Freundschaft“, sagt Pindur. „Das ist das Schönste an der ganzen Sache!“
    Hike Pindur steht vor einem Nadelbaum
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    „Die Idee hatte ich schon lange, die Texte auch bald. Aber dass daraus jemals etwas wird, das verdanke ich ihr!“ Vor dem Buch-Projekt grüßten sich die beiden Nachbarinnen über den Gartenzaun, die Kinder spielten zusammen – mehr war da allerdings zunächst nicht. Als Hike Pindur jedoch von der Idee erfuhr, war sie gleich Feuer und Flamme. „Mein Herz schlägt nun mal für Bücher“, erzählt sie, „und ich hab viel zu lange keines mehr gestalten dürfen.“

    Hike Pindur arbeitete früher als Grafikerin in einem Verlag und kannte die Branche. Nicht nur bei Satz, Schrift und Layout unterstützte sie ihre Nachbarin, sondern auch bei ganz praktischen Fragen wie der Verlagsgründung. „Ich hatte keine Ahnung, wie man ein Buch überhaupt herausbringt“, meint Doreen Mechsner, „da waren Hikes Tipps Gold wert.“ Zunächst probierte sie es klassisch, bot ihr Buch Verlagen an und kassierte Absagen. „Die mochten alle mein Konzept, lehnten aber dann doch dankend ab.“ 

    Lesen verbindet

    Doreen Mechsner und Hike Pindur sitzen mit einem Manuskrip auf dem Sofa
    Kim Keibel
    Doreen Mechsner und Hike Pindur sind inzwischen Lieblingsnachbarn. (Fotos: © Kim Keibel)

    Schließlich gründete Doreen Mechsner eben ihren eigenen Verlag, kaufte ISBN-Nummern und beschaffte per Crowdfunding das nötige Startkapital. Inzwischen ist das Buch fertig, inspiriert vom Klassiker „Guten Morgen, du Schöne!“ Die Idee: „Jedes Leben ist erzählenswert. Deshalb habe ich Gesprächsprotokolle mit Menschen angefertigt, die mir wichtig sind“, erklärt die Autorin. Die Hebamme etwa, der Geografielehrer, die Oma.

    Ein Kinderbuch steht ebenfalls in den Startlöchern, der Enthusiasmus ist groß. „Doreen ist einfach eine Macherin“, sagt Hike Pindur, „deshalb habe ich auch keine Zweifel daran, dass es klappt!“ Im Moment arbeitet sie noch völlig ohne Entlohnung, bloß für den Spaß an der Sache. Und bis eines Tages tatsächlich Geld fließt, läuft die Bezahlung eben anders – etwa in Form von Partytomaten aus dem eigenen Garten. 

    Erzählen Sie uns Ihre Geschichte

    Wenn Sie auch von einem Nachbarn erzählen wollen, der Ihnen bei einem Problem geholfen oder etwas besonders Nettes für Sie getan hat, schreiben Sie uns gerne: hallonachbar@ewe.de

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