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    Das Wattenmeer mit allen Sinnen erleben

    Wattwürmer, Schlick und die Gezeiten: Das Wattenmeer an der Nordseeküste ist vielseitig. Bei einer geführten Wattwanderung entdeckt man seine Schätze und erlebt die Besonderheit der Natur-Schönheit mit allen Sinnen.

    Die Luft riecht salzig, das Blöken der Schafe auf dem Deich schallt herüber. In der Ferne ein rot-weiß gestreifter Leuchtturm. Das ist die Nordseeküste. Und die hat noch eine Besonderheit parat: Bei Ebbe legt sie ein Naturschauspiel der besonderen Art frei – das Wattenmeer. Auf einer Länge von 450 km entfaltet sich dank der Gezeitenströme eine Landschaft, die weltweit ihresgleichen sucht. Zwischen Den Helder in den Niederlanden und dem dänischen Esbjerg im Norden liegt das größte Wattenmeer der Welt.

    Geschaffen durch Eiszeiten

    Entstanden ist das Wattenmeer durch die Eiszeiten vor rund 7500 Jahren und ist damit, geologisch betrachtet, eine noch recht junge Naturlandschaft. Diese besteht aus Sedimenten und Ablagerungen, die Flüsse und das Meer zusammengespült haben. Zweimal pro Tag überflutet das Hochwasser das Gebiet, bei Niedrigwasser wiederum legt es den Grund und damit den Blick frei auf Schlick – eine ständige Bewegung, die die Ablagerungen aus Sand, fein geschliffenem Gestein und anderem stetig umlagert und umspült. Und so den perfekten Lebensraum für organische Kleinstlebewesen und Würmer bildet, die ihrerseits für eine Vielzahl von Vögeln und Fischen als Nahrungsgrundlage dienen.

    Das Wattenmeer gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe

    Das deutsche Wattenmeer ist, abgesehen von den großen Flussmündungen als Schifffahrtstraßen, als Nationalpark geschützt und zählt, wie das niederländische Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das niedersächsische Wattenmeer wird zum Meer hin teils durch die sogenannten Barriereinseln geschützt, die aus Sandbänken entstanden sind – nämlich durch die Ostfriesischen und die Westfriesischen Inseln. Hier erreicht das Watt eine Breite von bis zu 50 Kilometer beim Jadebusen und bis zu 6 Kilometer zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland.

    Wattwanderung Nordsee Das Wattenmeer hält viele Überraschungen bereit. Foto: shutterstock

    Ausflugstipp: Das Watt selbst erleben

    Wer das Watt einmal selbst mit seinen Sinnen erleben will, sollte eine Wattwanderung buchen. Alleine sollte man sich nie rauswagen. Zu schnell kann die Flut wiedereinsetzen oder das Wetter umschlagen. Zieht Nebel auf, weiß man schnell nicht mehr, aus welcher Richtung man kam und läuft geradewegs ins Hochwasser. Dazu Kommt: Erfahrene Wattführer kennen nicht nur die Besonderheiten der Landschaft. Sie können auch allerhand über die Zusammensetzung des Schlicks erklären und darüber, welche Tierchen sich darin heimisch fühlen. Strandkrabben, Austernfischer, Wattschnecken und die so bekannten Häufchen vom Wattwurm – all das kann man auf einer geführten Wattwanderung entdecken.

    Was ist ein Priel? Wo versteckt sich die Herzmuschel? Was ist der Spülsaum und wieso macht der Wattwurm eigentlich diese Häufchen? All das können Interessierte, auch mit Kindern, auf einer Wattwanderung erfahren. Die Uhrzeiten der Führungen richten sich nach den Gezeiten. Viele Touren kann man barfuß absolvieren, dennoch sollte man immer auf schlechteres Wetter vorbereitet sein: Gummistiefel und ein dicker Pullover oder eine leichte Regenjacke sollten unbedingt im Rucksack sein!

    Touren im niedersächsischen Wattenmeer bietet unter anderem Waddensea Travel an.

    Aufmacherfoto: GettyImages

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