hallo nachbar
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    Unter Strom!

    Ob Einfamilienhaus oder riesiger Bürokomplex – ohne Strom läuft nichts. Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, wie der Strom zur Steckdose kommt, Elektroniker für Betriebstechnik schon. Denn sie sorgen dafür, dass nicht nur der Stromanschluss im Neubau, sondern auch komplexe, automatisierte Energienetze sicher funktionieren. Oder dass Windkraft- und Solaranlagen sicher ans Stromnetz angeschlossen werden. Das ist nichts für Mädchen? Von wegen! hallo nachbar hat sich vor Ort in Oldenburg umgesehen.

    Foto: © Sebastian Vollmert
    Marie Hilz
    Die Elektronikerin
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    Marie Hilz, 21, kommt aus Harsefeld im Landkreis Stade. Nach ihrem Abitur an der BBS Buxtehude hat sie ihre Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik bei EWE NETZ begonnen. Sie träumt davon, nochmal länger zu reisen und ihr Englisch verbessern. Vielleicht nach Amerika oder Kanada.

    Marie Hilz ist im zweiten Ausbildungsjahr und hat vor einem Jahr ihre Ausbildung bei EWE NETZ begonnen. Schon als Kind hat sie eher mädchenuntypische Sachen gemacht. „Ich hab‘ gern mit Lego gebaut oder an meinem Solarset gebastelt. Puppen fand ich eher langweilig“, sagt die 21-Jährige, fährt sich durch die langen braunen Haare und lächelt. „Meine Mutter war erst skeptisch, als ich ihr erzählt habe, dass ich Elektronikerin werden will. Sie dachte, es wäre schwierig, nur mit Männern zu arbeiten. Ist es aber nicht. Wir sind ein gutes Team hier in der Ausbildungswerkstatt.“ Was sie eher stört, ist, dass es immer noch dieses Denken in der Gesellschaft gibt, Männer verstünden technische Dinge schneller als Frauen. „Klar, verstehe ich mal auch was nicht, aber das geht den Jungs in meinem Jahrgang genauso. Mal checke ich was schneller, mal einer von ihnen. Das hat nichts mit Mann oder Frau zu tun.“ Sie zupft ihre Schutzkleidung zurecht und geht zurück in die Werkstatt. Zusammen mit Kollegen Devran lernt sie heute, wie man den 3D-Drucker bedient. „Das ist spannend, weil man mit diesem Drucker Ersatzteile herstellen kann, die es nicht mehr gibt.“

    Lernen, leben, Spaß haben
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    In der EWE-eigenen Ausbildungswerkstatt verbringen die Auszubildenden in den ersten beiden Ausbildungsjahren viel Zeit. Sie ist sehr gut ausgestattet - jeder Azubi bekommt seinen persönlichen Koffer mit hochwertigem Werkzeug und einen Laptop - so dass sie für das Berufsleben bestens gerüstet werden. Nur die Arbeit könnte etwas später beginnen, findet Marie. „Gut, dass ich auf dem EWE-Campus wohne, so muss ich nur einmal über den Hof und kann bis 6.50 Uhr schlafen.“

    Um 7.20 Uhr steht sie dann in der Umkleide. Latzhose, Jacke, Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Dann bespricht der Ausbilder mit den Azubis, was am Tag zu erledigen ist. Marie geht mit Jann-Hauke an die Versuchsanlage der BTC – das ist die Softwareschmiede im EWE-Konzern. Hier wird simuliert, welches Elektroauto welche Ladung benötigt. Über das Display kann man die Automodelle auswählen. „Ich bin schon sehr zufrieden mit meiner Ausbildung“, sagt Marie, „es ist spannend, wir werden viel beschäftigt, sehr gut versorgt und betreut.“ Bei vielen Freunden von ihr sei das anders. „Die sind oft entweder völlig unterfordert oder überfordert, da habe ich echt Glück gehabt!“

    Die Auszubildende freut sich schon auf das dritte Ausbildungsjahr, weil es dann mehr nach draußen geht. Insgesamt bis zu neun Monate Praxis in der EWE-Region stehen auf dem Plan. Marie kommt aus dem Landkreis Stade und wird dann in ihrem Heimatort Harsefeld in einer technischen Meisterei von EWE NETZ eingesetzt. Ihr Traum ist es, nach der Ausbildung Windkraftanlagen zu betreuen. „Dort vor Ort zu arbeiten, da hochzuklettern, das muss toll sein!“, schwärmt sie. „Ich kann Mädchen nur raten, auch mal die sogenannten männlichen Berufe anzugucken. Das ist doch viel spannender als im Büro.“

    Junge Frau mit einer E-Gitarre
    Foto: © Sebastian Vollmert
    "Es ist toll hier auf dem Campus"

    Nach der Arbeit geht sie zurück in ihr Campuszimmer, duscht und zieht sich Jeans und T-Shirt an. Freizeit. Die meisten Azubis sind jetzt fertig – man hört Lachen und Musik. „Es ist toll hier auf dem Campus“, berichtet Marie, „ich kannte ja niemanden, als ich nach Oldenburg kam, und jetzt habe ich schon viele Freundschaften geschlossen.“

    EWE möchte, dass sich die Azubis wohlfühlen und bietet ihnen auch nach Feierabend vieles. Ski- und Segelfreizeiten beispielsweise, dazu diverse Sportarten und Musikunterricht. Marie spielt Bass, Klavier und singt in der Campusband. „Eigentlich ist wirklich alles da, was man braucht, sogar unser eigener kleiner Treff, das Moe‘s, den wir selbst betreiben. Es ist schon cool hier.“

    Aus der Schule in die Zukunft

    Konzernweit bietet EWE jedes Jahr über 100 Plätze für Auszubildende und Duale Studenten an und schafft damit die optimale Basis für den Start ins Berufsleben. Neugierig geworden? Ausführliche Informationen gibt es unter www.ewe.com/karriere. Einen kleinen Einblick in die Ausbildungswelt geben die EWE-Auszubildenden in ihrem Azubiblog.

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