hallo nachbar
Suche
Suche schließen

    Dazu haben wir 209 Artikel gefunden

    Teilen
    
    Im Bann der Bücher Ein Preis für die Biberburg

    Ideen werden Wirklichkeit

    Monatelang haben sie gebastelt, ausprobiert, dokumentiert und diskutiert. Am 1. März war es dann endlich so weit. Unter dem Motto „Spring!“ haben 80 Nachwuchsforscher ihre Projekte beim diesjährigen Regionalwettbewerb Brandenburg Ost von „Jugend forscht und Schüler experimentieren" im Zentrum für Erneuerbare Energien „Hermann Scheer“ in Eberswalde vorgestellt.

    MOZ / T.Burckhardt
    Claudia Kretschmar Jugend forscht Jury
    Die Jurorin
    Mehr erfahren
    Claudia Kretschmar ist eigentlich Ingenieurin. Seit 2001 arbeitet die Petershagenerin als Lehrerin und engagiert sich leidenschaftlich für die Teilnahme ihrer Schüler an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. In diesem Jahr war sie erstmals als Jurorin mit von der Partie.

    Lichtdurchflutet und hell präsentiert sich das Hermann-Scheer-Haus. Als Besucher- und Informationszentrum rund um das Thema erneuerbare Energien ist das Gebäude eine architektonische Augenweide. Der innovative Bau ist wie gemacht für die zahlreichen naturwissenschaftlichen Projekte der Ostbrandenburger Jungforscher.

    Im großen Ausstellungsraum ist die gespannte Unruhe unter den Schülern, Lehrern und Betreuern spürbar. Die Projekte und die kreativen Ansätze sind bunt präsentiert und machen das Haus zu einer echten Forscherlandschaft. Während schnell noch die letzten Experimente vorbereitet werden, macht sich die Jury aus Pädagogen, Praxisexperten und Wissenschaftlern bereit.

    Ausgezeichnete Projektideen
    Vergrößern

    Der Tag ist lang, die Schüler sind aufgeregt und gespannt, ob sich ihre Fleißarbeit gelohnt hat. Die Jury ist kritisch. Sie ist dennoch sehr angetan von den vielen kreativen und ausgefallenen aber auch zeitgemäßen Projektpräsentationen. 17 der insgesamt 53 cleveren Projektideen sind so ausgereift, dass sie die Jury für den Brandenburger Landeswettbewerb nominiert. Mitte April geht es dann für die Siegerprojekte weiter - mit dem Ziel "Jugend forscht-Bundesfinale".

    Von der Projektbetreuerin zur Jurorin

    Eine der Juroren ist Claudia Kretschmar. Sie ist stolz. Zwei ihrer Schüler haben in Eberswalde einen Regionalsieg errungen. „Die beiden sind jetzt für den Landeswettbewerb nominiert, das ist echt klasse“, sagt die Lehrerin für Informatik und WAT (Wirtschaft Arbeit Technik). Das Einstein-Gymnasium Neuenhagen war mit sechs Projekten bei „Jugend forscht“ vertreten, zwei davon dürfen zum Landeswettbewerb fahren.

    Seit 2001 arbeitet die Petershagenerin am Einstein-Gymnasium Neuenhagen. Nach ihrem Quereinstieg machte sie 2012 berufsbegleitend das zweite Staatsexamen und ist seither glücklich in ihrem neuen Beruf. Das Studium an der heutigen TU Ilmenau zur Ingenieurin für technische biomedizinische Kybernetik und Automatisierungstechnik war ihr dabei sehr hilfreich.

    Ben und Ronja wollen Rolatoren mit Licht ausstatten

    Für Claudia Kretschmar gab es beim diesjährigen Wettbewerb eine Neuerung. Während sie schon dreimal Schüler auf den von EWE organisierten Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vorbereitete, war die Gymnasiallehrerin in diesem Jahr erstmals als Jurorin mit von der Partie. Es habe alles gut funktioniert, berichtete sie.

    Für Ronja Ulbricht und Ben Runge heißt es jetzt vorbereiten auf die nächste Wettbewerbsstufe. Beide wollen ihr Projekt Rollatoren und Rollstühle mit Licht zu versorgen, weiter entwickeln. „Sonst gibt es nicht mal einen Blumentopf zu gewinnen“, weiß Claudia Kretschmar, die sich sehr über die Selbstständigkeit ihrer Schützlinge freut. Von ihr gebe es lediglich ein paar Tipps, sagt sie und lacht. „Denn beide arbeiten sehr zielorientiert und selbstständig, eben wie kleine Wissenschaftler.“

    Genau deshalb unterstützt EWE Jugend forscht seit Jahren. „Wir brauchen cleveres, gut ausgebildete und technisch interessierte Nachwuchskräfte“, erklärt EWE-Generalbevollmächtigter Dr. Ulrich Müller, „deshalb haben wir ein großes Interesse daran, dass sich junge Menschen früh mit naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzen.“

    Wie fanden Sie diesen Artikel?

    27 Bewertungen