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    MINT macht Spaß

    Dr. Katja Steinmetz hat selbst Karriere in der Wissenschaft gemacht, bevor sie Lehrerin wurde. Beste Voraussetzungen also, um Schüler beim Wettbewerb „Jugend forscht“ zu unterstützen. „Es ist jedes Mal wieder unglaublich, was die Teilnahme bei den Jugendlichen auslöst“, sagt die promovierte Meeresbiologin.

    Portraitbild von MINT-Mentorin Dr. Katja Steinmetz
    Die MINT-Mentorin
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    Dr. Katja Steinmetz, 41, ist Meeresbiologin und leitet die "Forscher"-AG am Amadeus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven. Ihren Mann hat sie auf einer Antarktis-Expedition kennegelernt - mit ihm und einem kleinen "Privat-Zoo" lebt sie in der Nähe von Bremerhaven.

    Als Schülerin hat sie nie bei Jugend forscht mitgemacht. „Ich sah nur einmal im Jahr die Fernsehberichte und habe mich immer gefragt, wie diese Jugendlichen wohl ins Bundesfinale gekommen sind“, sagt Dr. Katja Steinmetz, Biologie- und Chemie-Lehrerin aus Cuxhaven. Interessiert hat sie die Wissenschaft schon immer – es fehlte nur ein Mentor, der ihr früh den entscheidenden Anstoß gab. Das will sie heute bei ihren Schülern anders machen: „Ich finde es wunderbar, wie der Entdeckergeist bei den Jugendlichen geweckt wird, wenn sie einmal ihr Thema gefunden haben“, sagt die 41-Jährige.  

    Schüchterne wachsen über sich hinaus

    Schüler testen ihr Jugend forscht-Projekt draußen auf der Straße am Meer

    Wer bei ihrer Forscher-AG am Amandus-Abendroth-Gymnasium mitmacht, weiß, worauf er sich einlässt. „Ich möchte, dass alle meine AG-Schüler zum Jugend forscht-Wettbewerb mitkommen – egal, wie erfolgreich ihr Projekt verlaufen ist“, sagt die Lehrerin. Denn ihrer Erfahrung nach profitieren die Jugendlichen in jedem Fall von diesem Tag. „Sie müssen sich und ihr Projekt völlig Fremden präsentieren“, erklärt die Pädagogin, „das macht sie natürlich erst einmal nervös, fördert aber das Selbstvertrauen ungemein.“ Häufig höre sie danach von Kollegen, wie viel offener und kommunikativer „ihre“ AG-Schüler in anderen Fächern geworden seien – das macht sie stolz. „Schüchterne Schüler wachsen bei Jugend forscht über sich hinaus“, sagt Dr. Katja Steinmetz, „und fast alle Jugendlichen werden insgesamt besser in der Schule.“ Woran das liegt? Für die Biologie- und Chemielehrerin ist das ganz klar. „In der Vorbereitung lernen sie, strukturiert mit Problemstellungen umzugehen und wissenschaftlich über Dinge nachzudenken – das hat auch Effekte in anderen Bereichen.“  

    Jugend forscht Mentorin Dr. Katja Steinmetz mit einer Schülerin am Projektstand
    MINT-Mentorin aus Leidenschaft: Genau wie die Schüler investiert Betreuungslehrerin Dr. Katja Steinmetz viel freie Zeit in "Jugend forscht" - die Ergebnisse können sich sehen lassen

    Meeresforschung ist ihr Steckenpferd

    2011 war Dr. Katja Steinmetz zum ersten Mal mit ihren Schützlingen bei Jugend forscht, seitdem jedes Jahr wieder. „2017 hat meine Schülerin es sogar bis ins Bundesfinale geschafft“, sagt sie, „und ihre Arbeit hat die Jury überzeugt, sodass sie die Teilnahme am Stockholm Junior Water Prize gewonnen hat.“ Auch dorthin durfte Dr. Katja Steinmetz ihre Schülerin begleiten und unter anderem einen Abend mit dem schwedischen Königspaar erleben. Viele Forschungsthemen ihrer Schüler haben etwas mit Wasser zu tun. Das mag an Cuxhaven und der Nähe zum Meer liegen, könnte aber auch mit Steinmetz’ früherem Forschungsgebiet zusammenhängen. „Ich habe jahrelang am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gearbeitet“, erklärt die Lehrerin, „natürlich ist die Meeresforschung mein Steckenpferd.“ Sie habe aber auch schon ganz andere Jugend forscht-Themen betreut – zum Beispiel aus der Mathematik. „Da konnte ich zum Glück auch mal den ein oder anderen Kollegen um Rat fragen.“  

    Engagement und Leidenschaft

    Genauso wie die Schüler investiert auch die Betreuungslehrerin viel freie Zeit in Jugend forscht. „Dazu muss man bereit sein“, sagt Dr. Katja Steinmetz, „und es hilft natürlich sehr, wenn die Schulleitung dieses Engagement unterstützt und honoriert.“ Gerade in der heißen Phase vor den Wettbewerben rufen ihre Schützlinge sie auch schon mal am Wochenende an oder schicken spätabends WhatsApp – damit komme sie aber klar, sagt die 41-Jährige. „Auch wenn meine Freizeit darunter leidet, sehe ich in erster Linie das Engagement der Jugendlichen und ihre Leidenschaft.“ Eine ihrer ehemaligen Jugend forscht-Schülerinnen studiert heute Biologie in Hamburg und hält nach wie vor Kontakt zu Dr. Katja Steinmetz. „Ich glaube, für sie war ich schon eine Mentorin“, sagt die Lehrerin, „hoffentlich kann ich das im Laufe meines Berufslebens noch öfter sein.“  

    Junge Forscher vor!

    EWE unterstützt Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb Jugend forscht schon seit Jahren. Ziel ist, Jugendliche für die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und Talente zu fördern. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren.

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