hallo nachbar
Suche
Suche schließen

    Dazu haben wir 202 Artikel gefunden

    Teilen
    
    Nachgefragt: Wie sinnvoll ist Upcycling? Tüftler unter sich

    Schlaue Kids: Diese Schüler wollen's wissen

    Wem schmeckt welcher Honig? Ist die Erde wirklich rund? Und: Können Mooswände helfen, das Raumklima zu verbessern, indem sie Feinstaub absorbieren? Mit diesen und vielen anderen spannenden Themen haben Schüler beim niedersächsischen Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ Juroren und Besucher begeistert. hallonachbar.de war vor Ort.

    Landeswettbewerbsleiterin Valentina Holle
    Die Wettbewerbsleiterin
    Mehr erfahren
    Valentina Holle, 34, fühlt sich beim Landeswettbewerb "zu Hause", wie sie selbst sagt. Bereits als Schülerin hat sie an dem Wettbewerb teilgenommen. In den letzten sechs Jahren war sie als Jurorin dabei, in diesem Jahr ist sie zum ersten Mal Landeswettbewerbsleiterin. Die Mathematik- und Physiklehrerin lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Syke.

    Aufgeregte Schüler laufen durch das Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAW) der EWE AG in Oldenburg. Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren strömen zu ihren Ständen, um ihre Projekte den Juroren zu präsentieren. Die Teilnehmer sind aufgeregt, aber auch stolz. Sie alle haben sich aus den Regionalwettbewerben qualifiziert für den Landeswettbewerb, der in Oldenburg stattfindet.

    Schmeckt einem Erstklässler ein bestimmter Honig besser als einem Viertklässler? Wie baut man eine Bioheizung? Kann man verhindern, dass zu viel Nitrat in das Grundwasser gelangt, und: Ist die Erde wirklich rund? Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben sich den unterschiedlichsten Fragen und Themen aus Mathematik, Physik und Biologie angenommen. Viele haben sich aber auch ganz lebensnahen, alltäglichen und pragmatischen Problemen gestellt. So wie Theo und Paul, beide 13 Jahre alt, aus Osnabrück für das Fachgebiet Technik. Sie haben sich im Bekanntenkreis umgehört und gefragt, was gebraucht wird. Die Antwort: Eine Maschine, die die Dachrinne reinigt. Gewünscht, getan. Die beiden Jungen haben ein Dachrinnenreinigungsgerät entwickelt. Auch Wettbewerbsleiterin Valentina Holle, 34, ist begeistert.

    Die 34-jährige Mathematik- und Physiklehrerin hat in diesem Jahr das erste Mal die Wettbewerbsleitung inne: „Ich war in den vergangenen sechs Jahren schon Jurorin, der Wettbewerb packt mich jedes Jahr auf`s Neue. Es ist einfach toll, wie offen die Kinder an ihre Arbeit gehen und welchen Wissensdrang sie haben.“
    Sie fühlt sich beim Landeswettbewerb „zu Hause“, wie sie sagt. Und das merkt man ihr an. Sie mischt sich unter die Jungforscher, stellt Fragen, beobachtet Experimente, lässt sich Ergebnisse und Herleitungen erklären. Das kann in durchaus komischen Situationen enden. In ihrem ersten Jahr als Jurorin war sie am Stand zweier Grundschülerinnen, die Reihen- und Parallelschaltungen mit einem Gummibärchenmodell erklärten: „Bei meiner letzten Frage sagte ich: ‚Aha, du meinst also, dass ...’, daraufhin stand das Mädchen auf, legte mir eine Hand auf die Schulter und sagte: ‚Das ist schön, jetzt hast du das auch verstanden’ – da ging mir das Herz auf.“ Für Holle sind es genau diese Momente, die den Wettbewerb so besonders machen. Die Begeisterung der Kinder für Naturwissenschaften, ihre Neugier und ihre Motivation sind ansteckend.

    Eindrücke vom "Jugend forscht - Schüler experimentieren"-Wettbewerb in Oldenburg
    Vergrößern

    Auch Christian Arnold, Leiter Business Innovation EWE AG und Schirmherr des Wettbewerbs, ist begeistert: „Ich habe eine Menge praktischer Tipps bekommen, unter anderem, wie ich Kaugummi am besten aus dem Teppich entferne oder auch wie Tomaten am besten nachreifen – das Spektrum ist riesig und da ist ein unglaubliches Potenzial an den Schulen in Niedersachsen.“ Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik und Technik – das sind die Arbeitsbereiche, in denen sich die Jungforscher ihre Experimente gesucht und durchgeführt haben.

    Für viele ist es die erste Teilnahme beim Landeswettbewerb, andere sind schon zum zweiten Mal dabei. Wie Marie Sophie Scholz, 14 Jahre, und Louisa Marie Kreft, 13 Jahre, von der Sophienschule Hannover. Sie haben sich die Frage gestellt, wie man die Nitratkonzentration im Grundwasser senken kann. Die beiden Schülerinnen sind begeisterte Naturwissenschaftlerinnen und wollen auch in den kommenden Jahren weiter forschen. Dann allerdings bei „Jugend forscht“.

    Wie fanden Sie diesen Artikel?

    17 Bewertungen