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    Diese Lebensmittel helfen bei Erkältung

    Goldene Milch, Sanddorn-Smoothie oder Ingwersirup in selbstgemachter Limonade: Bei einer Erkältung kann so manches Superfood nicht nur lästige Symptome lindern und eine gesunde Ernährung fördern, sondern als natürliches Heilmittel auch richtig lecker schmecken.


    Frau mit Teebecher in der Hand
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    Hat die Erkältung zugeschlagen, können bestimmte Lebensmittel die Symptome lindern.

    Es kratzt im Hals, die Nase kitzelt – hallo Erkältung, da bist du ja wieder! Egal, ob wir uns mit den Temperaturen verschätzt und dadurch verkühlt haben, den Bus nach Hause in Begleitung hartnäckiger Keime verlassen oder sich unser Körper solidarisch mit dem des kranken Kitakindes zeigt: Im Winter kommen wohl die Wenigsten um einen hartnäckigen Schnupfen herum. Zum Glück gibt es ein paar natürliche Helfer, die unsere Gesundheit fördern und Krankheitssymptome lindern können – auch, wenn die heilende Wirkung in der Regel mehr auf Erfahrungswerten als auf wissenschaftlichen Studien beruht. So schworen auf manche Lebensmittel bei einer Erkältung bereits unsere Großeltern. Am Sud aus einer gewürfelten Zwiebel mit Kandis haben wir in Kindheitstagen sicher alle schon mal genippt, um den Hustenreiz einzudämmen. Ein traditionelles Getränk, wenn sich jemand aus der Familie erkältet hat, ist auch Omas Hustentee mit verschiedenen Kräutern. Heilpflanzen wie Thymian werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, zum Beispiel, dass sie Schleim lösen können. Dadurch soll das Abhusten leichter werden. Viel zu trinken hilft außerdem dabei, der Austrocknung der Schleimhäute entgegen zu wirken. Gleichzeitig wird die Verflüssigung des Schleims in den Atemwegen begünstigt. Daneben gibt es aber auch noch jene Lebensmittel, die nicht nur als praktische Helfer an Krankheitstagen gelten, sondern je nach Zubereitung als kleine Köstlichkeiten durchgehen …

    Sanddorn – Superfood mit Vitamin-Boost



    Die heiße Zitrone zur Vorbeugung einer drohenden Erkältung ist beliebt. Hilfreicher soll es jedoch sein, das hitzeempfindliche Vitamin C nicht in heißem Wasser zu sich zu nehmen und lieber in Form von Sanddornsaft zu genießen – am besten über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Vergleich zur Zitrone enthält die Sanddornbeere bei gleicher Menge ein Vielfaches an Vitamin C, Vitamin E sowie Vitamin B12. Damit soll sie unser Abwehrsystem stärken, uns bei einer Erkältung schneller wieder gesund machen und entzündungshemmend wirken. Idealerweise genießen wir die Sanddornbeere als Saft, der so pur wie möglich gekauft, frisch gepresst oder aus tiefgefrorenen Beeren hergestellt werden sollte. Mit ein paar Zusätzen wird ein köstlicher Frühstücksdrink daraus, der eine gesunde Ernährung fördert.

    Ein einfaches Rezept für ein Glas Smoothie mit Sanddorn: 60 ml Sanddornvollsaft, 125 ml Möhrensaft, eine halbe Banane, ein Viertel Birne, 1 TL Leinsamen, 1 TL Olivenöl und Ingwer nach Geschmack in einem Mixer pürieren. Für die gewünschte Sämigkeit nach Belieben Saft nachgießen. Wer es richtig süß mag: Dazu schmeckt 1/2 TL Honig.



    Ingwer
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    Frischer Ingwer und Kurkuma sollen eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben.

    Ingwer – Wunderknolle aus dem Supermarkt

    Ätherische Öle und Scharfstoffe („Gingerole“) sind es, die eine antivirale und antibakterielle Wirkung haben sollen. So kann Ingwer offenbar dazu beitragen, Erkältungssymptome schneller abklingen zu lassen. Auch gegen Kopfschmerzen soll der Genuss der Knolle helfen. Viele kennen Ingwer als Hausmittel sicher im Tee. Dafür den Ingwer abwaschen, mit Schale in dünne Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen und nach Geschmack Honig und Zitronensaft dazugeben. Je nach Ursache des Halsschmerzes kann ein kaltes Getränk jedoch manchmal angenehmer sein als ein warmes. Dann schmeckt selbstgemachte Limonade mit Ingwersirup.



    Ein Rezept für Ingwersirup: Eine mittelgroße Ingwerknolle abwaschen und ungeschält in feine Scheiben schneiden. Mit zwei Tassen Wasser in einen Topf geben. Ca. 30-35 Minuten aufkochen lassen, bis etwa die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Den Rest vom Herd nehmen und noch heiß durch ein Sieb direkt in eine sterilisiertes Schraub- oder Weckglas gießen. Das Glas im Verhältnis 1:1 mit Honig auffüllen, gut umrühren. Den Sirup erkalten lassen und im Kühlschrank lagern. Für ein Glas Limonade den Sirup nach Bedarf in ein Glas Mineralwasser geben und mit Eiswürfeln auffüllen. Für Tee: Sirup mit heißem Wasser aufgießen.



    Kurkuma – das Gold im Getränk



    Kurkuma-Latte, auch „Golden Milk“ genannt, zählt in den USA schon länger zu den Trendgetränken. Die goldene Milch mit dem namensgebenden gelben Gewürzpulver ist jedoch nicht nur hip und lecker, darüber hinaus soll sie auch der Gesundheit Gutes tun. So kann Kurkuma – ähnlich wie Ingwer – eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung entfalten. Das enthaltene Curcumin legt sich offenbar als schützende Schicht auf die Schleimhäute in Mund und Hals. Die beliebte Latte gibt es auf Basis von Kuhmilch. Wer sich vegan ernährt, kann genauso gut auf eine Pflanzenmilch zurückgreifen.



    Ein Rezept für eine große Tasse „Goldene Milch“ (vegan): 1 EL Kurkumapulver, 120 ml Wasser und eine Prise Muskatnuss unter regelmäßigem Rühren langsam und für etwa 10 Minuten aufkochen. Dadurch entsteht eine flüssige Kurkuma-Paste. Die nach Geschmack in 350 ml heiße Kokos-Reis-Milch geben. Mit einer Prise Zimt, frisch gemahlenem Pfeffer und 1 TL Kokosöl abschmecken. Fertig!

    Ein Tipp: Wer seinen Kurkuma Latte gerne scharf trinkt, kann bei der Zubereitung der Paste auch noch fein geriebenen Ingwer mit zum Kurkuma in den Topf geben.
    Am Ende gilt natürlich: Wer wirklich krank ist und mit einer Grippe kämpft, seinen Husten nicht los wird oder stark fiebert, sollte zum Arzt gehen. Im Ernstfall kann kein Superfood so super sein, keine Knolle so wunderbar, dass sie ein zugelassenes, wissenschaftlich auf seine Wirksamkeit geprüftes Medikament und den Check durch einen ausgebildeten Spezialisten ersetzt.

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