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    Superfood vom Wegesrand

    Löwenzahn, Sauerampfer, Gänseblümchen und sogar Brennnessel: Die heimische Natur bietet jede Menge köstliche Zutaten für einen gesunden Salat. Wir präsentieren die beliebtesten Pflanzen der Region, die man im Sommer pflücken und verarbeiten kann, sowie drei tolle Rezepte für passende Dressings.

    Foto: © Shutterstock

    In der warmen Jahreszeit zieht es uns raus in die Natur. Im Grünen werden wir jedoch nicht nur mit frischer Luft versorgt, sondern, wenn wir ein bisschen Geschick und Ausdauer an den Tag legen, auch mit unserem Abendessen. Denn in unseren Wäldern und auf den Wiesen sprießen jetzt jede Menge Wildkräuter, die sich in der Küche vielfältig verwenden lassen. Und nicht nur das: Viele von ihnen sind hervorragende Vitaminlieferanten und haben sogar heilsame Wirkungen – sie sind quasi so etwas wie „regionales Superfood“.

    Die Blätter vom Löwenzahn beispielsweise, die am besten vor der Blüte schmecken, enthalten 40-mal so viel Vitamin A wie Kopfsalat und jede Menge Vitamin C. Außerdem regen sie die Verdauung an und helfen gegen Völlegefühl. Ebenfalls sehr vitaminreich ist die Vogelmiere, die häufig am Wegesrand und an Ufern zu finden ist. Sie soll sogar schmerzlindernd bei Rheuma wirken. Auch die jungen Blätter der Brennnessel schmecken super im Salat. Tipp: Wenn man mit dem Nudelholz ein paar Mal kräftig über die Blätter der Pflanze rollt, brechen die feinen Brennhaare. So können sie im Mund keinen Schaden mehr anrichten. Giersch, der geschmacklich an Petersilie oder Spinat erinnert und in vielen heimischen Gärten als „Unkraut“ verpönt ist, eignet sich ebenfalls ausgezeichnet, um einem Salat das besondere Etwas zu verleihen; genau wie der leicht säuerlich schmeckende Sauerampfer. Den letzten Pfiff verleihen dem Wildkräuter- und blumen-Salat leicht nussig schmeckende Gänseblümchen, die sich ganz nebenbei auch hervorragend zur Dekoration des hausgemachten Salat-Kunstwerks eignen.

    Sammler sollten darauf achten, dass die Kräuter sich nicht am Straßen- oder Ackerrand oder auf Hundewiesen befinden. Und selbstverständlich sollte die „Beute“ vor der Weiterverarbeitung immer gut gewaschen werden. Wichtig ist es außerdem, nur die Wildkräuter zu sammeln, die man hundertprozentig kennt. Zum einen, weil hierzulande auch giftige Kräuter wachsen, zum anderen, weil manche der Gewächse unter Naturschutz stehen. Bei der Bestimmung kann ein Pflanzenführer für Wildkräuter helfen. Etwa der Ratgeber „Essbare Wildpflanzen“ von Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger (AT Verlag, 17,90 Euro).

    Diese Dressings unterstreichen die Aromen der Wildpflanzen optimal

    Holunderblütensirup mit etwas Essig, 2 EL Apfelsaft, 1 TL Senf und Salz verrühren. Frischen Pfeffer dazu mahlen. Nach und nach etwa 5 EL Traubenkern- oder Sesamöl unterrühren, bis eine homogene Konsistenz erreicht ist.

    Für eine fruchtigere Note: Himbeeressig mit Salz verrühren, 1 TL Himbeerkonfitüre, 1 TL Senf und frisch gemahlenen Pfeffer zugeben, anschließend Walnuss- oder Sesamöl unterrühren.

    Wer nicht genug von dem frischen Grün bekommen kann, kann Löwenzahn, Vogelmiere und Co. auch noch für das Dressing verwenden. Dafür einfach Zitronensaft, Olivenöl, 1 TL Senf und etwas Zucker mit Salz, Pfeffer verrühren und anschließend eine Handvoll fein gehackten Kräuter unterrühren.

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