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    „Zero Waste Küche“: Tolle Rezepte von Sophia Hoffmann

    Das ewig grüne Essvergnügen: Die Köchin Sophia Hoffmann zeigt, wie man mit veganer Küche und null Abfall („Zero Waste“) glücklich wird.

    Foto: © Annabell Sievert
    Sophia Hoffmann Sophia Hoffmann
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    Sie ist Köchin, Autorin, Feministin und Unternehmerin: Die Berlinerin Sophia Hoffmann sorgt seit 2011 mit unkonventionellen Ideen und kreativen pflanzlichen Rezepten für Aufsehen. Lebensmittel verarbeitet sie nach eigener Aussage „zu 99,9 Prozent, sowohl privat als auch beruflich“. 2014 veröffentlichte sie ihr erstes Kochbuch „Sophias vegane Welt“, 2019 erschien ihr neues Buch „Zero Waste Küche“.

    Einfach nachhaltig essen – ohne Abfallreste im Mülleimer

    Auf knapp 250 Seiten vermittelt Hoffmann ganz undogmatisch, wie jeder ganz einfach gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen kann – mit Lager- und Einkaufstipps, Informationen über Lebensmittel und ihre Haltbarkeit, Verwertungsideen und originellen Rezepten. Ob braune Bananen, überreife Tomaten, altbackenes Brot oder sogar saure Milch: Zahlreiche Lebensmittel, die häufig in der Tonne landen, sind noch essbar und bilden sogar die Grundlage für richtig leckere Rezepte. Ein erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit besteht für Sophia Hoffmann schon darin, weniger einzukaufen – und systematisch zu überlegen, was zuerst verbraucht werden muss. „Ob Einlegen, Einkochen, Trocknen, Verwerten – ich profitiere bis heute davon, diese Dinge zu Hause gelernt zu haben!“

    Rezepte von Sophia Hoffmann
    Zubereitung:

    1. Den Backofen auf 200 °C Ober / Unterhitze vorheizen.
    2. In einem Wasserkocher Wasser zum Kochen bringen. Das altbackene Brot in einer Schussel mit Wasser übergießen, sodass alles gut bedeckt ist. Je nach Größe der Brotstucke 5–10 Minuten aufweichen lassen.
    3. Die Kartoffeln waschen, wenn sie aus Bio-Anbau sind, kann die Schale dranbleiben. Zuerst in Scheiben, dann in Stäbchen schneiden. Am einfachsten geht das, wenn man die Kartoffel auf das Brett legt und schaut, auf welcher Seite sie von selbst liegen bleibt. Die Kartoffelstäbchen zusammen mit dem Öl, dem Paprikapulver,
      der Polenta und etwas Salz und Pfeffer in einen Lebensmittelbehalter geben. Deckel drauf und gut durchschütteln.
    4. Auf einem Backblech verteilen und im Backofen bei 200 °C 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Pfannenwender wenden und weitere 10 Minuten backen, bis die Pommes schon gebräunt und knusprig sind.
    5. In der Zwischenzeit die Brotlinge zubereiten. Dafür das eingeweichte Brot in einem Sieb abgießen.
    6. Zwiebeln / Frühlingszwiebeln schalen / säubern und fein würfeln. Zusammen mit den Semmelbröseln unter die Brotstucke kneten. Nach Belieben weitere fein gewürfelte Zutaten dazukneten. Mit Salz, Pfeffer und beliebigen weiteren Gewürzen abschmecken. Wichtig ist, dass die Masse nicht zu feucht und formbar ist. Nach
      Bedarf mehr Semmelbrösel dazugeben, diese saugen die Feuchtigkeit auf.
    7. Patties formen. Diese in einer Pfanne mit genug Öl von beiden Seiten knusprig braten.

    Zubereitung:

    Cheeze

    1. Die Sonnenblumenkerne in warmem Wasser einweichen. In einem mittelgroßen Kochtopf etwa einen Liter Wasser aufsetzen. Deckel drauf.
    2. Die Karotte schälen, falls sie nicht aus Bio-Anbau oder schon sehr angeschlagen ist. Karotte und Blumenkohl in gleich große Stücke schneiden, da später alles püriert wird, dürfen die Stücke ruhig klein sein, das verkürzt die Kochzeit. Karotten- und Blumenkohlstücke in Salzwasser weichkochen. Abgießen und leicht abkühlen lassen.
    3. Die Sonnenblumenkerne ebenfalls abgießen und zusammen mit dem Gemüse und allen weiteren Geschmackszutaten in einem Blender / Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab zerkleinern.

      Probieren und gegebenenfalls mit mehr Säure, Salz, Schärfe abschmecken.

    Brotchips

    1. Den Backofen auf 180 °C Ober / Unterhitze vorheizen. Das Brot in dünne Scheiben schneiden. Öl und Kräuter / Gewürze in einer Schüssel mischen und die Brotscheiben damit bepinseln.
    2. Auf einem Backblech ausbreiten und etwa 5-8 Minuten im Ofen rösten, bis die Scheiben goldbraun und knusprig sind. Gelingt auch super mit Vollkornbrot, dauert aber ein paar Minuten länger, da dieses mehr Feuchtigkeit speichert. Die fertigen Chips halten in einer Box trocken gelagert wochenlang.
    Zubereitung:

    1. In einem großen Topf Wasser aufsetzen.
    2. Den Brokkoli waschen, die Röschen vom Stiel losen und etwas zerkleinern. Den Stiel in kleine Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser einige Minuten weichkochen.
    3. Mit einer Schaumkelle herausfischen, zum Abkühlen beiseitestellen und anschließend die Nudeln im selben Wasser al dente kochen.
    4. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Röschen darin anrosten. Wenn sie leicht gebräunt, aber noch knackig sind, die Sonnenblumenkerne dazugeben. Sobald diese ebenfalls Farbe bekommen mit der Sojasauce ablöschen.
    5. Für die Nudelsauce die gekochten Brokkoli-Stiele zusammen mit 100 ml Wasser und 2 EL Olivenöl fein pürieren und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
    6. Die Sauce mit den gekochten Nudeln vermengen und gegebenenfalls noch mal kurz erwärmen.
    7. Portionieren und mit dem gerosteten Röschen-Sonnenblumenkern-Topping servieren.

    Zubereitung:

    1. Die trockene Hirse in einem Topf auf den Herd geben und unter Rühren leicht anrösten. Anschließend mit der 1 ½ fachen Menge Wasser begießen und aufkochen. Hitze abdrehen und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten ziehen lassen.
    2. Die Nüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. In der Zwischenzeit die Schale der Orange abreiben. Die Orange halbieren, zwei große Scheiben abschneiden und zur Seite legen.
    3. Die restliche Frucht auspressen. Die fertig gekochte Hirse zusammen mit der Orangenschale, dem Orangensaft, 2 EL Sirup und 100 ml Wasser in einem Blender / Küchenmaschine cremig pürieren.
    4. Ihr könnt die süße Hirse auch mit ganzen Körnern löffeln, ich finde jedoch es schmeckt ganz herrlich samtig, wenn man sie püriert.
    5. Portionieren und mit dem übrigen Sirup, den Orangenscheiben und den Nüssen servieren.

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