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    Die Turbolader

    In der Fachpresse erhält EWE Bestnoten für Streaming-Qualität - dank der Arbeit findiger Informatiker. EIN TAG MIT Andreas Wiese und Jonas Wolniczak, die dafür sorgen, dass Serien und Filme von Netflix & Co. flutschen wie Strom.

    Jonas Wolniczak und Andreas Wiese
    Die WebTV-Optimierer
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    Andreas Wiese und Jonas Wolniczak sind bei EWE als Produkt- und Projektingenieure unter anderem für den Bereich Web-TV verantwortlich. Wiese (32) arbeitet seit 13 Jahren bei EWE, Wolniczak (32) seit fünf; beide haben Wirtschaftsinformatik studiert. In seiner Freizeit steht Andreas Wiese so oft wie möglich auf dem Wakeboard. Jonas Wolniczak joggt gerne.

    09.30: Eine Frage von Millisekunden

    Ihr Job heißt Tempo: Andreas Wiese und Jonas Wolniczak sind bei EWE für das Internetstreaming zuständig. Das bedeutet: Sie sorgen dafür, dass EWE-Kunden Streaming-Inhalte nicht nur über möglichst kurze Wege abrufen können, sondern teilweise sogar direkt aus Rechenzentren in der Region. Denn je näher das  Rechenzentrum, desto kürzer die Ladezeit – und desto angenehmer das Videoerlebnis. Dies für möglichst viele Kunden zu ermöglichen, ist das Ziel. Filme und Serien, die Nutzer beispielsweise bei dem Streamingdienst Netflix besonders häufig anklicken, werden auf Servern in EWE-Rechenzentren gespeichert und lassen sich so schneller abrufen. Kurze Wege sind also Trumpf. Um die zu erreichen, werden sogenannte Cache-Systeme eingerichtet. Das sind Zwischenspeicher, in denen die Inhalte abgelegt werden. Los geht‘s gleich nach dem ersten Kaffee: In den Arbeitstag starten Andreas Wiese und Jonas Wolniczak mit umfangreichen Analysen. Sie bekommen zahllose Messwerte auf den Schreibtisch geliefert, Excel-Tabellen, PDF-Dokumente und verschiedene Analyse-Tools, mit deren Hilfe sie auswerten, wie schnell die Videos für EWE-Kunden abgerufen werden. Es geht um Millisekunden, buchstäblich. Anschließend erstellen die Informatiker Empfehlungen, um eventuell auftretende Probleme zu lösen, etwa Aussetzer oder lange Pufferzeiten beim Laden einer Online-Serie. Andreas Wiese, Jonas Wolniczak und ihre Kollegen machen das offenbar ziemlich erfolgreich: Die Fachzeitschrift „connect“ kürte EWE 2017 zum Sieger in der Kategorie Web-TV. 

    Andreas Wiese und Jonas Wolniczak diskutieren mit ihren Kollegen verschiedene Lösungen.
    Andreas Wiese (links) und Jonas Wolniczak diskutieren mit ihren Kollegen verschiedene Lösungen.

    13.00: Das Ziel: Keine Ausfälle

    Nach dem Mittagessen treffen sich Wiese und Wolniczak mit Kollegen aus anderen Abteilungen. In einem Konferenzraum präsentieren sie ihre Analyseergebnisse, wägen Optionen ab und entwerfen Zeitpläne für die diskutierten Maßnahmen. Das können Details sein wie Verbesserungen an Kunden-Routern oder auch größere Aufgaben, die alle Netzelemente auf dem Weg vom Kunden zum Server betreffen. Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Wie kann EWE das Seh-Erlebnis des Kunden optimieren? "Für unsere Kunden muss sich Web-TV anfühlen wie Strom", sagt Andreas Wiese. "Ohne Ausfälle."

    18.15: Oldenburg calling

    Mit den großen Videostreaming-Anbietern haben die Informatiker aufgrund der Zeitverschiebung zwischen Oldenburg und den USA meist abends zu tun. Ihre Ansprechpartner bei den US-Unternehmen sind Ingenieure oder ebenfalls Informatiker aus den technischen Abteilungen. In Telefonkonferenzen besprechen Andreas Wiese und Jonas Wolniczak auf Englisch technische Details. Heute geht es etwa um die Konfiguration von neuen Cache-Systemen.

    Der ultimative Qualitätstest kommt aber erst nach Feierabend, sagt Jonas Wolniczak mit einem Augenzwinkern. "Wenn ich zu Hause auf der Couch sitze und Online-Serien in bester Qualität gucken kann, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe."

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