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    Ideen werden Wirklichkeit Leidenschaft für Alltagsdinge

    Ein Preis für die Biberburg

    Die Betriebskindertagesstätte Biberburg der EWE hat zum zweiten Mal den Förderpreis des Kulturbüros der Stadt Oldenburg bekommen. Dieses Mal mit dem Projekt: „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“. Dazu werden die Kleinen und Großen des Kindergartens mit dem Landesmuseum Natur und Mensch, dem Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und der freien Künstlerin Uda Kluge kooperieren und gemeinsam ein musikalisches Bühnenstück erarbeiten.

    Christine Baur
    Die Kindergartenleiterin
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    Christine Baur, 51, Bereichsleiterin des Kindergartens Biberburg und stellvertretende Gesamtleiterin. Sie hat ihre heilpädagogische Ausbildung in Oldenburg gemacht. Frau Baur ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Oldenburg. In ihrer Freizeit geht sie gern in die Natur. "Ich liebe Ostfriesland und die Nordsee. Da kann ich so richtig ausspannen."

    Die Jury hob besonders hervor, dass dieses Projekt die Lebenswelt der Kinder konkret widerspiegelt, denn die Kraniche, die über die Kita am Osternburger Kanal hinwegziehen, faszinierten die Kinder schon immer. Als lobenswert und preiswürdig galt auch der interkulturelle Ansatz. Es soll schließlich nicht nur über die Tiere gesprochen werden, sondern auch über die Orte, über die sie ziehen. Zudem ist der Besuch außerschulischer Lernorte bemerkenswert, fand die Jury. hallo nachbar hat mit einer der Initiatorinnen, Christine Baur, gesprochen.

    Wie kam es zu der Projektidee: „Eine Welt voller Töne. Die Rückkehr der Zugvögel“?

    Wir waren auf dem Netzwerktreffen für kulturelle Bildung. Dort begegnen sich Interessierte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Theater, aber auch Pädagogen von Grundschulen und Kitas. Zusammen kann man Projektideen entwickeln und sich für den Förderpreis bewerben. Eine Kollegin hatte im Landesmuseum eine Ausstellung über Zugvögel gesehen und mich darauf aufmerksam gemacht. Auf Spaziergängen am Kanal beobachten die Kinder häufig Vögel und stellen viele Fragen. Im Herbst haben die Kinder Wildgänse vorbei ziehen sehen und wollten wissen, wohin sie fliegen und wann sie wieder zurückkommen. Aus diesen Gesprächen hat sich die Projektidee entwickelt.

    Und wie ging es dann weiter?

    Auf dem Treffen war auch Norbert Gerdes vom Literaturhaus Wilhelm13 vertreten und die Theaterpädagogin Uda Kluge. Dort berichteten wir von unserer Idee, die sogleich Zustimmung fand, gemeinsam ein kleines musikalisches Bühnenstück zu entwickeln, welches dann im Wilhelm13 auf die Bühne geht.

    Worum soll es in dem Theaterstück genau gehen?

    Wir haben uns gefragt, was erleben Zugvögel auf ihrer Reise alles und was würden sie erzählen, wenn sie wiederkommen. Sie erleben doch bestimmt einige Abenteuer. Die Kinder können ihre Phantasie einbringen: Wie klingt Spanien, wie sieht es in Afrika aus? Und Kinder, deren Eltern aus Ländern kommen, über die die Vögel fliegen, können aus ihrem Herkunftsland erzählen. Wir haben z.B. Mütter und Väter aus Ungarn, Polen und der Türkei. Mit unserer musikpädagogischen Mitarbeiterin werden wir dann gemeinsam überlegen, wie es in den Ländern klingt, welche Instrumente, Rhythmen und Gesänge es gibt. Und aus den Ideen der Kinder, der Eltern und der Pädagogen werden wir ein musikalisches Bühnenstück entwickeln.

    Wissen die Kinder denn viel über Zugvögel?

    Sie wissen bereits einiges zum Thema aus Bilderbüchern, Geschichten und Liedern. Im Landesmuseum wird mit ihnen besprochen, warum das Wattenmeer so wichtig für die Zugvögel ist. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, Tierexponate, Lebensräume, Flugrouten und Ernährungsgewohnheiten zu erforschen. Auf den Spaziergängen erleben sie die Natur mit allen Sinnen. Sie beobachten, stellen Fragen und wir machen uns gemeinsam auf die Suche nach Antworten. Auf diese Weise erweitern die Kinder ihr Wissen.

    Und wann kann man sich das Ganze ansehen?

    Das Ergebnis wird Ende Mai im Wilhelm13 präsentiert. Für die Kinder ist das natürlich ein besonderes Erlebnis auf einer richtigen Bühne zu stehen, mit Tontechnik, Licht und allem. Und wir sind froh, dass wir im Wilhelm13 proben dürfen.

    Was nehmen die Kinder bei solchen Projekten mit, außer dem Wissen über Zugvögel und andere Länder?

    Sie lernen das Museum als Lernort kennen. Das Wissen der Museumspädagogin gibt den Kindern weitere Einblicke ins Thema. Die Kinder können das Musik und Literaturhaus mit all seinen Möglichkeiten kennenlernen. Die Bühne wird zum Lernort in dem sie selbst aktiv sind.

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