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    Das Energiebündel

    Der Spagat zwischen Beruf und Familie? „Alles eine Frage der Organisation“, sagt Saskia Spiegel, Teamleiterin bei der EWE NETZ GmbH in Brandenburg. Hallo nachbar hat die Powerfrau einen Tag lang begleitet.

    Saskia Spiegel
    Die Technikbegeisterte
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    Saskia Spiegel (35) leitet ein zehnköpfiges Team bei EWE NETZ und engagiert sich in ihrer Freizeit bei der freiwilligen Feuerwehr. „Durch meinen Vater hab ich mich schon früh für Technik interessiert“, sagt sie, „deshalb bin ich mit 15 Jahren zur Feuerwehr und habe später Verfahrens- und Umwelttechnik in Berlin studiert.“ Nach einem Auslandsaufenthalt in Kanada lebt Saskia Spiegel jetzt wieder in ihrem Heimatort Grünheide.

    Saskia Siegel vor einer Heizungsanlage
    Kim Keibel
    Saskia Spiegel überprüft eine neue Wärmeanlage in der Grundschule in Petershagen.

    9:00 Uhr: Alles in Ordnung an der Schule?

    Hebel, Anzeigen, Ventile – ist alles in Ordnung? Saskia Spiegel steht in einem kleinen Container auf dem Gelände der „Grundschule Am Dorfanger“ in Petershagen. „Die Wärmeanlage hier ist erst vor Kurzem umgezogen“, erklärt sie, „deshalb bin ich heute bei der Inspektion dabei, um mir vor Ort ein Bild zu machen.“ Normalerweise erledigen ihre Kollegen aus der Bezirksmeisterei diese Inspektion alleine, doch immer wenn sich etwas ändert oder neu installiert wird, ist die 35-Jährige gefragt. Wie hier bei der Erdgas-Wärmeanlage, die wegen Bauarbeiten in der Schule verlegt werden musste. „Bei solchen Terminen kann ich herausfinden, was gut läuft und wo es noch Probleme gibt“, sagt die Ingenieurin. „Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Kunden warme Häuser haben und alles reibungslos läuft.“

    11:30 Uhr: Auf zum nächsten Termin

    Saskia Spiegel im Meeting

    Wie die meisten Mitarbeiter bei EWE NETZ hat Saskia Spiegel keinen Bürojob. Fast jeden Tag ist sie in Brandenburg unterwegs, so kommen rund 500 Kilometer im Monat zusammen. „Immer wenn komplexere Probleme bei den Anlagen auftreten oder etwas neu gebaut wird, kümmern wir uns darum“, sagt die Verfahrenstechnikerin. „Mein Team betreut Gas-, Wärme-, Strom- und Telekommunikationsanlagen und sorgt dafür, dass alle technischen Fachfragen geklärt werden.“ Dass sie sich ihre Termine und Arbeitsorte selbst organisieren kann, erleichtert das Leben der jungen Mutter. „In meinem Job gibt es keine starren Vorgaben, sondern viel Flexibilität. Dadurch kann ich Familienleben und Beruf sehr gut verbinden.“ Gleitzeit, mobiles Arbeiten, verständnisvolle Kollegen – mit dieser Mischung funktionierte der Wiedereinstieg. 

    Um 15 Uhr geht es zum Meeting in Strausberg mit den Kollegen aus dem Wärmebereich. Bei dem Austausch soll es um Wärme+ gehen. „Das Angebot ist sehr beliebt, weil Kunden dabei nur einen monatlichen Betrag für ihre Wärme zahlen müssen und sich nicht um Wartung oder Reperaturen an der Heizung kümmern müssen“, berichtet Spiegel.

    16:00 Uhr: Sara, sonst nichts!

    „Seitdem ich Mutter bin, mache ich pünktlich Feierabend“, sagt Saskia Spiegel. „Wir haben es so aufgeteilt, dass ich morgens früh um sieben mit der Arbeit beginne und Sara um 16 Uhr von der Kita abhole. Mein Mann bringt sie dafür hin.“ Dadurch können beide weiter Vollzeit arbeiten, auch wenn das nicht immer einfach ist. „Natürlich ärgert es mich manchmal, wenn ich eine Aufgabe nicht zu Ende bringen kann“, meint die 35-Jährige. „Aber dann denke ich an Sara, denn warten lassen möchte ich sie nicht.“ Und wenn die Anderthalbjährige strahlend auf sie zutapst, sind die Gedanken an Gas- und Wärmeanlagen auf einmal ganz weit weg.

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