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    So schützen Sie Ihre Daten im Internet

    Ob Online-Shopping oder Online-Banking, wer im Internet sensible Daten hinterlegt, sollte ein paar Grundregeln beherzigen, damit vertrauliche Informationen nicht in falsche Hände geraten. Die besten Tipps dazu hat EWE-Smartgeber Jan.

    Jan Kirchhoff
    Der Internetexperte
    Mehr erfahren
    Als EWE Smartgeber liefert Jan Kirchhoff im Video-Format praktische
    Tipps – zum Beispiel dazu, wie wir uns und unsere Daten im Netz besser
    schützen können. Ursprünglich hat der IT-Spezialist eine duale
    Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert. Es folgte ein Studium der
    BWL und Wirtschaftsinformatik. Heute arbeitet er als freiberuflicher
    Berater für Online-Marketing und IT.

    Das Szenario hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt: Beim City-Bummel erspäht man sein neues Lieblingsshirt, doch blöderweise ist die passende Größe nicht mehr vorrätig. Verflixt! Eine Blitzsuche im Internet verschafft unmittelbare Beruhigung, denn das Objekt der Begierde gibt es zum Glück noch bei einem Online-Händler (im Ausland), der seine Waren unter anderem bei einer etwas schleierhaften Website verkauft. So weit, so gut. Wären da nur nicht die vielen verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten, die angeboten werden. Paypal? Giropay? Per Kreditkarte? Oder doch lieber die klassische Überweisung? EWE-Smartgeber Jan: „Von der klassischen Banküberweisung würde ich unbedingt abraten, weil man diese schlicht nicht stornieren kann. Gerade bei Überweisungen ins Ausland ist das Geld einfach erstmal weg. Viele Menschen haben immer noch Angst davor, ihre Kreditkarteninformationen oder Paypal-Daten preiszugeben. Eine grundsätzliche Skepsis ist nicht verkehrt, allerdings braucht es nur einen Anruf bei VISA oder Paypal, wenn es Probleme mit dem Online-Händler gibt und man bekommt im Handumdrehen sein Geld zurückerstattet.“

    Paypal, Ebay & Co. – einen Online-Käuferschutz bieten viele an

    Wie so oft im Leben, steckt auch hier der Teufel im Detail. Bei der unkomplizierten Zahlungsweise von Paypal gibt es nämlich zwei verschiedene Möglichkeiten, um zu bezahlen: „Geld an Freunde senden“ und „Dienstleistungen bezahlen“. Der Unterschied: Bei der ersten Variante werden keine Mini-Gebühren fällig. Allerdings kann man das Geld bei dieser Zahlungsweise auch nicht problemlos wiederbekommen, falls etwa die Ware unterwegs verschollen geht oder eine Retoure gewünscht ist. Über die Funktion „Dienstleistungen bezahlen“ greift der eingebaute Käuferschutz – wird man Opfer von Betrug, hat man bis zu 180 Tage Anspruch auf die Rückerstattung des Geldes. Online-Händler wie Ebay oder Amazon haben ohnehin einen Käuferschutz im Angebot integriert. Auch neueren Bezahlmethoden wie Stripe oder Skrill kann man vertrauen. Von Vorteil ist auch Giropay, weil man dafür kein eigenes Benutzerprofil anlegen muss. Die Bezahlung wird direkt über die Bank abgewickelt, sofern sie mit Giropay zusammenarbeitet. Um das in Erfahrung zu bringen, reicht ein einfacher Anruf in der Filiale.

    Video starten
    Smartgeber Jan erklärt im Video, woran man Fake Shops erkennt.

    Wie glaubwürdig sind die meisten Online-Händler?

    Der boomende E-Commerce und das florierende Online-Geschäft rufen leider auch viele Produktfälscher auf den Plan, die ihre Ware im Web zu günstigen Preisen anbieten. Vom Bildschirm aus lässt sich das nicht auf den ersten Blick prüfen, die Produkte sind ja nur virtuell sichtbar. Was tun? Auch hier weiß der EWE-Smartgeber zu helfen: „Man sollte sich immer die Händlerbewertungen durchlesen, sofern die online vorhanden sind, das verschafft einen guten ersten Eindruck. Eine andere Frage wäre: Wie lange gibt es den Händler bereits? Auch Gütesiegel sind ein gutes Zeichen oder ein Qualitätsmerkmal, allerdings ist so ein Siegel zunächst auch nur eine Bilddatei auf der Homepage. Hier muss man prüfen oder versuchen zu verifizieren, dass die Auszeichnung auch echt ist. Man kann etwa draufklicken und checken, ob der Händler auch wirklich auftaucht oder ob sich nur jemand eine gutaussehende Photoshop-Datei gebastelt hat“, sagt der Spezialist für IT-Sicherheit.

    Die Sicherheitslücken beim Online-Banking werden immer weniger

    Im Zeitalter der Digitalisierung wickeln immer mehr Menschen auch ihre finanziellen Angelegenheiten über das Internet ab. 2017 waren es bereits 42 Millionen Deutsche, die Online-Banking nutzten – Tendenz seit Jahren steigend. Im internationalen Vergleich ist man hierzulande dennoch leicht skeptisch, sein Vermögen ins Virtuelle zu verlagern. Fallstricke lauern auch hier, allerdings eher auf anderem Weg: „Das größte Risiko ist immer noch, dass man auf Phishing hereinfällt. Das heißt, ich bekomme eine vermeintliche Mail meiner Bank, in der ich dazu aufgefordert werde, meine Zugangsdaten und Passwörter einzugeben. Dass sich dahinter in Wahrheit aber Betrüger verbergen, ist auf den ersten Blick nicht immer erkennbar“, sagt EWE-Smartgeber Jan. Relativ neu, aber auch deutlich sicherer als das herkömmliche TAN-Verfahren per Zettel oder via SMS-Benachrichtigung, ist die Überweisung per Photo-TAN. Bei einer Online-Überweisung aktiviert man die Transaktion, indem per Smartphone und entsprechender Bank-App ein Wasserzeichen auf dem Bildschirm gescannt wird.

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