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    Smart Speaker oder WLAN-Lautsprecher: Welche Box darf's sein?

    Smart Speaker sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor allem zur Musikwiedergabe werden sie genutzt, dabei können die intelligenten Lautsprecher mittlerweile noch viel mehr. Für wen lohnen sich die Geräte? Und was sind Alternativen? hallo nachbar verschafft einen Überblick und wagt einen Blick in die Zukunft.

    Foto: © Stocksy United

    Feierabend, endlich nach Hause und ab aufs Sofa! In den Untiefen der Couch versunken, fällt auf, dass die passende Beschallung fehlt. Aber deswegen noch mal aufstehen? Zum Glück erlösen uns smarte Lautsprecher wie Amazon Echo oder Google Home von solchen Anstrengungen. Per Sprachbefehl startet die musikalische Untermalung im Nu. Kein Wunder also, dass Millionen Deutsche bereits auf Smart Speaker zurückgreifen und sich den Alltag erleichtern. Dabei können die ausgebufften Boxen noch viel mehr.

    Was die Smart Speaker heute schon können

    Alexa, Siri oder Google Assistant sei Dank, entwickeln sich die Smart Speaker mehr und mehr zu unverzichtbaren Assistenten beim Bewältigen alltäglicher Problemchen. Wann muss der Müll raus? Was muss beim nächsten Einkauf besorgt werden? Durch Anwendungen externer Anbieter lassen sich die Lautsprecher noch „klüger“ und universeller machen. Aber auch für die Unterhaltung bieten die Boxen einiges. Bei wem akute Beschäftigungslosigkeit vorherrscht, kann sich die Zeit mit Spielen wie der Langeweile-Killerin oder interaktiven Abenteuer-Geschichten vertreiben. Der Amazon Echo Show etwa spielt außerdem Videos ab und bietet sich so auch für die Verbindung mit Haustürkameras an. Doch zur Steuerung und Überwachung der eigenen vier Wände, ist nicht zwangsläufig ein Bildschirm nötig. Denn die meisten Speaker sind mittlerweile in der Lage, die Beleuchtung zu steuern oder die Heizung zu regulieren. Das setzt natürlich voraus, dass die entsprechenden Smart-Home-Geräte im Haus verbaut sind und auf die Steuerung über die Sprachassistenten auch ansprechen.

    Wofür soll das Gerät im Smart Home genutzt werden?

    Während Amazon den Bereich lange für sich alleine hatte, drängen mittlerweile immer mehr Anbieter auf den Markt – dementsprechend breit wird das Angebot. Kunden müssen sich die Frage stellen: Was will ich mit dem Lautsprecher überhaupt anstellen? Sind Videos ein Muss, kommen der Amazon Echo Show oder Google Nest Hub in die Auswahl. Wer vor allem mobil sein und die Box auch gerne mal im Freien aufstellen möchte, sollte den JBL Link 20 oder den Sony SRS-XB501 im Auge behalten, da diese auch über per Bluetooth eine Verbindung zum Smartphone aufbauen können. 

    Wem das alles zu viel ist und die Ohren stattdessen nur wegen guter Musik klingeln sollen, der dürfte beim Anbieter Sonos oder auch mit dem Apple HomePod glücklich werden. Vielleicht wäre dann auch die Frage angebracht, ob nicht auch ein paar WLAN-Lautsprecher reichen würden? Die kommen meist ohne Sprachassistent aus – auch ohne Kabelsalat.

    Frau und Mann sitzen im Wohnzimmer bei einander und bedienen einen Smart Speaker Millionen Deutsche greifen bereits auf Smart Speaker zurück und erleichtern sich den Alltag.

    Smart Speaker oder WLAN-Boxen – darauf sollte man achten

    WLAN-Lautsprecher stellen vor allem für Multi-Room-Lösungen, also der Verteilung mehrerer Boxen über die gesamte Wohnung, eine gute Alternative dar. Neben Platzhirsch Sonos bieten auch Yamaha (MusicCast) oder Möbelgigant IKEA (Symfonisk) Lautsprecher an. Im Unterschied zu Bluetooth-Speakern ist die Reichweite der WLAN-Boxen deutlich größer. Während bei ersteren nach circa zehn Metern Schluss ist, können letztere über das gesamte Heimnetzwerk mit der Ausgabequelle in Verbindung bleiben. So können die Boxen auch über mehrere Stockwerke verteilt werden. Ein weiterer Vorteil der WLAN-Übertragung: Der Akku des abspielenden Geräts, Tablet, Smartphone oder ähnliches, wird weniger beansprucht und hält länger durch.

    Außerdem nicht aus dem Auge lassen sollte man, ob der Lautsprecher der Wahl auch mit dem Musik-Streamingdienst des Vertrauens kompatibel ist. Das gilt vor allem bei den Smart Speakern. Apples Sprachassistent Siri und der damit ausgestattete HomePod ist zum Beispiel nur mit Apple Music kompatibel – auch Spotify-Kunden stoßen hier auf taube Ohren. Alexa und Google Assistant machen da keine Probleme, spielen aber den jeweiligen Musikdienst des Konkurrenten nicht ab.

    Weitsicht ist ebenfalls zu empfehlen, beim Kauf eines Smart Speakers. Wer ein Gerät von Amazon oder Google erwirbt, holt sich auch deren Sprachassistenten ins Haus – logisch. Landet allerdings ein Gerät eines Drittherstellers in den vier Wänden, sollte sich vorher über den Dienst informieret werden, der damit einhergeht. Nicht, dass bei einer späteren Erweiterung der Boxen-Sammlung zwei inkompatible Geräte im Haus stehen.

    Was bringt die Zukunft für die Smart Speaker?

    Es soll menschlicher werden – was die Stimme angeht. So soll Alexa demnächst emotionaler und ausdrucksstärker sprechen. Selbst Promis wie Samuel L. Jackson sollen ein paar Sätze einsprechen. Und auch in Sachen Sicherheit geht es voran. Die in den USA bereits verfügbare Funktion Alexa Guard dürfte auch bald in Europa Einzug halten. Der Sprachassistent meldet den Besitzern nach Verlassen der Wohnung dann verdächtige Geräusche.

    Wem das Treiben dann tatsächlich merkwürdig vorkommt, kann sich bei entsprechend ausgerüsteten Geräten dann auch per Live-Video in die heimischen vier Wände schalten lassen und mit vermeintlichen Eindringlingen sprechen. Polizei oder Feuerwehr werden allerdings nicht automatisch alarmiert. Diese Entscheidung muss dann schon noch ein Mensch treffen.

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