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    Mit dem Smartphone zum Regisseur werden

    Dank 4K-Qualität, guter Kamera, professionellen Bildstabilisatoren und massiver Speicherkapazität setzen mittlerweile sogar Profis ihre Smartphones als Filmkameras ein. hallonachbar.de zeigt, wie man mit den richtigen Apps und passendem Equipment selbst zum (Hollywood-)Regisseur wird und kleine Meisterwerke filmen kann.

    Tipp 1: Ein gutes Smartphone – Grundlage für gute Videos

    Ob modernes iPhone oder Android-Gerät, mittlerweile verfügt so gut wie jedes Smartphone über eine integrierte Kamera, die Spitzenleistung abrufen kann. Das aktuelle iPhone 11 Pro hat etwa ein HDR-Display mit 2436 x 1125 Pixel Auflösung. Erstmals gibt es bei Apple auch eine 12 Megapixel-Dreifach-Kamera mit Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv. Die Möglichkeiten eines Smartphones sind enorm – vor zwei Jahren drehte Hollywood-Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean’s Eleven") seinen Thriller "Unsane" komplett mit einem iPhone.

    Tipp 2: Die richtige Hardware – Smartphone-Stative & Selfie-Sticks

    In den 90er Jahren gab es eine Handvoll dänischer Regisseure um Lars von Trier ("Dancer in the Dark"), die mit wackeligen Bildern und natürlichem Licht das "Dogma"-Genre begründeten. Schnee von gestern! Filme und Videos werden heute anspruchsvoller inszeniert – ohne dass die Authentizität auf der Strecke bleibt. Auch wenn Selfie-Sticks allgemein einen zweifelhaften Ruf genießen, als Kamerastativ sind sie Gold wert und sorgen für wackelfreie Optik. Tischstative für die Handtasche bekommt man bereits ab 20 Euro, noch besser ist ein sogenanntes Gimbal-Stativ (ab 100 Euro), das Ruckeln komplett unterdrückt und für weiche Bildübergänge sorgt.

    Tipp 3: Filmen wie ein Profi – das richtige Format wählen

    Was macht einen guten Film aus? Ein gutes Drehbuch. Was macht ein gutes Smartphone-Video aus? Man dreht immer im Querformat. So entstehen rechts und links keine Balken, man kann man mehr von der Umgebung aufnehmen und man kann das Smartphone auch besser in beiden Händen halten, sofern man kein Stativ oder Gimbal zur Hand hat. Viele moderne Videos und Clips arbeiten mittlerweile mit minimalen Schwenks und flüssigen Bewegungen, sogenannte "Stills", also Standbilder, sind ziemlich aus der Mode. Umso wichtiger ist es, dass bei der Kameraführung kein Ruckeln entsteht. Eine Empfehlung: Mit der App Horizon Camera filmt man automatisch im Querformat, ganz egal wie man die Smartphone-Kamera hält. Zusätzlich gibt es über 25 verschiedene Filter, die für die gewünschte Atmosphäre sorgen.

    Tipp 4: Nach der Aufnahme ist vor dem Schneiden – die besten Apps

    Viele iPhone-Nutzer schneiden ihre Videos mit der vorinstallierten App iMovie. Diese ist relativ selbsterklärend, einfach zu bedienen und für Hobby-Filmer absolut ausreichend. Wer etwas mehr Funktionen haben will, sollte verschiedene Apps ausprobieren. Adobe Premiere Rush  und PowerDirector gehen bereits in den Profibereich, sind aber trotzdem leicht zu bedienen. Ob Übergänge, Einblendungen oder Spezialeffekte – es gibt allerhand verschiedene Möglichkeiten, um einen Clip zu optimieren.

    Tipp 5: Die wichtigsten Upload-Regeln für Social Media

    Das Hochladen von Videos auf Plattformen wie YouTube oder Vimeo ist leicht, besser man ist aber im WLAN, sonst wird schnell das Datenvolumen des Smartphones gesprengt. Wer das Video am Computer bearbeitet, sollte es stets in bestmöglicher Qualität und Auflösung abspeichern, etwa 1920×1080 Pixel mit einer Datenrate von 10.000 KBit/s. Folgende Formate erstellt YouTube automatisch aus Videomaterial:

    • 1080p: Full-HD
    • 720p: HD-Ready
    • 480p: SD-Pal (TV/DVD-Qualität)
    • 360p: NTSC (amerikanisches Format)
    • 244p: Handy-Qualität
    • 144p: Mini-Format

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