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    "Codyo": Klimaschutz per App

    Wie sich der eigene Lebensstil auf das Klima auswirkt, darüber machen sich im Alltag immer noch die Allerwenigsten Gedanken. Ein Smartphone hat hingegen fast jeder dabei – und auch, wenn die Geräte selbst natürlich eine Umweltbelastung sind, lassen sie sich doch als Tool nutzen, um Umwelt und Klima etwas Gutes zu tun.

    Ann-Kathrin Detels Die Codyo-Gründerin
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    Ann-Kathrin Detels (32) begann vor sechs Jahren im Rahmen eines Traineeprogramms ihre Tätigkeit bei EWE. Sie ist heute als Business Development Managerin und Gründerin der Codyo-App im Geschäftsfeld Innovation tätig. Privat steht für die Oldenburgerin ihre kleine Tochter im Mittelpunkt.

    Kim-Christopher Granz Der Codyo-Gründer
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    Kim-Christopher Granz (31) wurde bei der EWE NETZ GmbH zum IT-Systemelektroniker ausgebildet. Heute ist er als Digital Brand Manager im Geschäftsfeld Innovation tätig. Der Oldenburger betreibt eine Online-Plattform für gutes Design und ist in seiner Freizeit als Fußballtrainer aktiv.

    Ganz neu in den AppStores ist zum Beispiel ab heute „Codyo“. hallo nachbar hat Ann-Kathrin Detels und Kim-Christopher Granz getroffen, die die App für EWE entwickelt haben.

    Codyo – was bedeutet der Name?

    Kim: Das ist eine Zusammensetzung aus dem Symbol „C“ für das chemische Element Kohlenstoff, „O“ für Sauerstoff und „DYO“ – dem griechischen Wort für die Zahl 2. Also zusammen: C - O - 2 (CO2 = Kohlenstoffdioxid).

    Es gibt doch schon so viele Klimaschutz-Apps – was kann Codyo besser?

    Ann-Kathrin: Das stimmt – den persönlichen CO2-Fußabdruck können eine ganze Reihe von Apps und Online-Angeboten berechnen. Codyo kann aber noch viel mehr: Das Besondere ist, dass die App den Nutzer mit personalisierten Handlungsempfehlungen in seinem Alltag begleitet. So bekommt jeder ganz konkret Impulse, wie man sich durch Veränderungen in seinen täglichen Routinen klimafreundlicher verhalten kann. Und das bereits in kleinen Dingen.

    Könnt ihr ein ganz konkretes Beispiel geben?

    Kim: Wer sich zum Beispiel für Medien interessiert, könnte den Tipp bekommen, lieber die Tagesschau um 20 Uhr im Fernsehen zu schauen als sie täglich zu streamen. Viele machen sich nicht bewusst, dass beim Streamen grundsätzlich mehr Energie notwendig ist, um den Nutzern die Inhalte individuell auf Servern bereitzustellen und übers Internet zu schicken, als beim zeitgleichen Senden von Satellitensignalen an alle Empfangsgeräte.

    Ann-Kathrin: Beim Registrieren für die App gibt jeder Nutzer seine Interessen an. So können wir auch sicherstellen, dass jeder nur relevante Tipps und Handlungsempfehlungen bekommt. Ganz egal, ob es um Reisen, Sport, Ernährung oder Mobilität geht.

    Was habt ihr ganz persönlich an eurem Verhalten geändert, seit ihr die App nutzt?

    Kim: Ich persönlich fahre jetzt öfter mit dem Rad zur Arbeit und ernähre mich vermehrt vegetarisch. Auch ich bin darauf umgestiegen, die Tagesschau im Fernsehen zu schauen, anstatt Nachrichten online zu streamen. Im Sommer habe ich außerdem das kalte Duschen für mich entdeckt. Es wird allerdings eine Herausforderung sein, das im Winter beizubehalten. Das Spannende ist, die realisierten Einsparungen in der Codyo-App tracken zu können.

    Ann-Kathrin: Ich bin damit gestartet, meinen Kaffeekonsum bewusst zu reduzieren und diesen mit Hafer- anstelle von Kuhmilch zu trinken. Aktuell fahre ich täglich mit dem E-Lastenrad zur Arbeit statt mit dem Auto. Vegetarierin bin ich eh schon, doch ich merke, dass ich vermehrt komplett auf tierische Produkte verzichte – was ich mir zu Beginn kaum vorstellen konnte. Und dann Kleinigkeiten, mit denen man Strom sparen kann: Stand-by-Geräte ausschalten, keinen Trockner nutzen. Man kann sich da nach und nach ziemlich gut annähern.

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