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    Achtung, Virenalarm!

    Was tun, wenn der Rechner von schädlicher Software lahmgelegt wird? Wie man den Worst Case am besten vermeidet und welche einfachen Tricks es noch gibt, weiß EWE-Smartgeber Jan.

    Getty Images
    Jan Kirchhoff
    Der Internetexperte
    Mehr erfahren
    Als EWE Smartgeber liefert Jan Kirchhoff im Video-Format praktische
    Tipps – zum Beispiel dazu, wie wir uns und unsere Daten im Netz besser
    schützen können. Ursprünglich hat der IT-Spezialist eine duale
    Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert. Es folgte ein Studium der
    BWL und Wirtschaftsinformatik. Heute arbeitet er als freiberuflicher
    Berater für Online-Marketing und IT.

    Ob Trojaner, Spam-Mails, Malware oder Phishing – leider verhält es sich in der digitalen Welt genauso wie in der Realität: Mancherorts lauern Schurken, die einem das Leben schwer machen wollen. Und nicht nur das. Persönliche Daten sind im Internet längst zur neuen Währung geworden, auf die man besonders achtgeben sollte. Dank der DSGVO-Bestimmung von 2018 werden die Nutzerrechte bereits besser geschützt, dennoch lauern im Internet allerhand Fallstricke, etwa wenn ein Virus die Festplatte lahmlegt. Was man präventiv tun kann, weiß IT-Sicherheitsexperte und EWE Smartgeber Jan.

    Der erste Schritt: Immer auf dem neuesten Stand sein

    Ein beliebtes Vorurteil besagt, dass Besitzer von Apple-Hardware meistens auf der sicheren Seite sind, trotzdem sollte man auch hier ein paar Grundregeln beherzigen, um sich vor schädlicher Software zu schützen: „Das Wichtigste, auch bei Apple-Geräten, sind die regelmäßigen Updates, dann hat man auch deutlich weniger Bedarf für den Virenscanner. Hier sollte man natürlich darauf achten, dass die neuen Installationen und Programme auch aus vertrauenswürdiger Quelle kommen. Gecrackte Software und geklaute Spiele? Lieber nicht, gerade hier lauern die größten Risiken für Virenbefall“, sagt der Smartgeber. Pauschal kann man also für sich gedanklich abspeichern: Je neuer und aktueller, desto besser. „Wenn die Meldung oder die Anfrage zu Software-Updates kommt, auf jeden Fall zustimmen, weil die in der Regel auch die meisten Sicherheitslücken beheben. Wer das nicht macht, bleibt angreifbar.“

    PC-Benutzer müssen beachten: Mit Windows XP lebt es sich riskant

    Was für Apple-Fans gilt, taugt auch für PC-User: Das Betriebssystem muss aktuell sein, damit Sicherheit gewährleistet ist. Was viele nicht wissen – Windows XP bekommt keine automatischen Sicherheits-Updates mehr, und das, obwohl man das alte Betriebssystem noch relativ häufig auf Rechnern installiert sieht. EWE Smartgeber Jan: „Mittlerweile sollte man Windows 7, oder noch besser, Windows 10 benutzen, bei Letzterem ist auch ein ausreichender Virenscanner bereits mit im Software-Paket enthalten. Hier gilt ebenfalls: Regelmäßig Updates installieren und Programme nur aus legitimer Quelle beziehen.“

    Backup und Erste-Hilfe-Plan: Was tun im Worst Case?

    Im Notfall sollte man sich immer überlegen, ob man nicht professionelle Hilfe zu Rate zieht. Sofern man keinen IT-Experten als Nachbar oder im Freundeskreis hat, bleibt nur der Gang zum örtlichen „PC-Doktor“ oder in den Fachhandel. Viele fragen immer: Wie bekomme ich den Virus denn jetzt wirklich von meinem Computer runter? Das ist leider nicht immer so einfach. EWE Smartgeber Jan: „Der ganz sichere Weg ist, wenn man den Rechner einmal komplett platt macht und alle Programme neu installiert. Für den Fall ist natürlich wichtig, dass man seine Daten per Backup gesichert hat.“ Doch auch beim Thema Backup, also bei der Sicherung aller Daten, gibt es unterschiedliche Meinungen oder Herangehensweisen. Manche führen es wöchentlich, andere wiederum täglich durch. Eine einheitliche und allgemeingültige Antwort hängt von den Gewohnheiten und der Wichtigkeit der Daten ab: „Es kommt immer darauf an, wie wichtig einem die Daten sind. Wer einmal im Monat einen Brief schreibt, muss kein tägliches Backup machen. Das muss jeder für sich selbst abschätzen. Grundsätzlich gilt, dass man nicht nur eine einzige Sicherung haben sollte, sondern nach der „3-2-1 Regel“ handeln sollte: Die Dateien werden dreimal in zwei verschiedenen Formaten gesichert – und eine Sicherheitskopie wird noch außer Haus abgelegt“, sagt Jan. Wer seinen Rechner eher selten benutzt, braucht nur einen einfachen USB-Stick und kann seine Daten darauf sichern.

    Cloud-Speicher & Co. – Alternativen zur klassischen Datensicherung

    In Zeiten neuer Datenschutzbestimmungen (DSGVO) sind Cloud-Speicher in aller Munde, auch wenn viele immer noch Vorbehalte haben, ihre persönlichen Daten und Dateien im virtuellen Raum zu lagern. Diese Entscheidung muss jeder für sich treffen, sagt der EWE-Smartgeber: „Dropbox und andere Cloud-Speicher können eine gute Idee sein, vor allem, wenn man sich etwas unsicher fühlt, ein eigenes Backup zu machen, etwa mit externen Datenträgern. Zudem hat man die Daten ausgelagert und kann von überall darauf zugreifen.“ Für alle, die sich damit aber unwohl fühlen, sind externe Festplatten eine traditionelle, aber gute Lösung. Am besten kauft man sich gleich zwei davon mit großem Terabyte-Speicherplatz und bringt sie abwechselnd zum Einsatz. Es gibt auch Programme wie Cryptomator oder Boxcryptor, die Dateien verschlüsseln, bevor man sie in die Dropbox oder andere Cloud-Speicher lädt. Nur auf dem eigenen Rechner wird das Material dann wieder entschlüsselt.

    Tipps rund um das Thema Internetsicherheit gibt Jan regelmäßig im Smartgeber YouTube-Channel.

    Der ZuhauseSchutz von EWE: Schnelle Hilfe bei Datenrettung

    Der ZuhauseSchutz von EWE kommt nicht nur zum Einsatz, wenn man sich ausgeschlossen hat, eingebrochen wurde oder der Heizungsinstallateur zum Notfall anrücken muss, sondern auch wenn wichtige Daten vom PC verloren gegangen sind. Ein Anruf genügt und EWE vermittelt einen PC-Doktor, der sich umgehend um Ihr Problem löst. Das ZuhauseSchutz-Premium-Paket gibt es bereits für 7,99 Euro monatlich. Für Zuhause+ Kunden ist der ZuhauseSchutz kostenlos.

    Weitere Infos: https://www.ewe.de/zuhause/zuhauseschutz

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