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    Smartphone verloren? Die besten Tipps für den Notfall

    Wenn das geliebte Handy abhanden kommt oder geklaut wird, ist der Ärger meistens groß. Wie man seine Daten sichern kann und was man im Notfall tun sollte, weiß EWE-Smartgeber Jan.

    Foto: shutterstock
    Jan Kirchhoff
    Der Internetexperte
    Mehr erfahren
    Als EWE Smartgeber liefert Jan Kirchhoff im Video-Format praktische
    Tipps – zum Beispiel dazu, wie wir uns und unsere Daten im Netz besser
    schützen können. Ursprünglich hat der IT-Spezialist eine duale
    Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert. Es folgte ein Studium der
    BWL und Wirtschaftsinformatik. Heute arbeitet er als freiberuflicher
    Berater für Online-Marketing und IT.

    Jeder, der schon mal sein Handy verloren hat, kennt dieses Gefühl: Man pendelt zwischen Verzweiflung, Frust und Beklommenheit, weil man sich plötzlich so nackt und vor allem tatenlos wähnt. Auf einen Schlag ist man quasi unerreichbar für Freunde, Verwandte und Kollegen und sucht händeringend nach einer Lösung, weil das Handy nicht nur ständiger Begleiter, sondern längst auch zu unserem Co-Pilot im Alltag geworden ist. Ob WhatsApp-Nachrichten, Navi-Funktion, Mails oder viele weitere Apps – bei Verlust muss man sich erst einmal neu ordnen und schauen, wie man (für kurze Zeit) darauf verzichten kann.

    Backups werden in der Regel automatisch durchgeführt
    Die gute Nachricht: Während man früher bei Handy-Verlust auch allen darauf gespeicherten Daten hinterhertrauerte, ist man heutzutage viel besser abgesichert. EWE-Smartgeber Jan: „Die Daten der meisten Apps werden von Apple oder Google mittlerweile schon von alleine gesichert, das heißt, wenn man sich ein neues Smartphone kauft und sich mit seinen Nutzerdaten anmeldet, werden automatisch alle vorhandenen und gespeicherten Daten angezeigt. Das Problem mit den verschwundenen Daten ist also heutzutage gar nicht mehr so groß.“ Im konkreten Fall braucht man also „nur“ ein neues Gerät und ist umgehend wieder handlungsfähig. Die schlechte Nachricht: Wer ein hochpreisiges Premium-Smartphone bevorzugt, muss dann (finanziell) in den sauren Apfel beißen. Bevor man sich zum Neukauf entschließt, sollte man aber vorab ein paar Notfall-Maßnahmen ergreifen.

    Per Ortungsdienste das verlorene Smartphone wiederfinden
    Soweit bekannt: Im Gegensatz zu früheren Handys, verfügen Smartphones über einen GPS-Empfänger und mobiles Internet, die nicht nur bei der Orientierung helfen (ein Stadtbummel in der Fremde ist kaum noch ohne Google Maps vorstellbar), sondern auch dafür sorgen, dass man das Gerät orten kann. „Sowohl bei Apple- als auch bei vielen Android-Geräten lassen sich Funktionen wie ,Finde mein Smartphone’ bereits in den Voreinstellungen aktivieren. Dort kann man auch, sofern man das will, alle Daten löschen oder das Smartphone klingeln lassen. Oder eine Nachricht aktivieren, etwa ein vorab definierter Finderlohn, die dann auf dem Display angezeigt wird. Man hat mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten, sofern es sich um ein halbwegs modernes Gerät handelt“, sagt der EWE-Smartgeber. Ein weiterer beliebter Trick ist das Hinterlassen einer Nachricht auf dem Home-Bildschirm, indem man etwa eine E-Mail-Adresse oder die Nummer eines guten Freundes abfotografiert und dann als Hintergrundbild installiert. Einziger Haken: Dabei handelt es sich auch um einen Wettlauf gegen die Zeit, denn nur ein funktionstüchtiges Smartphone kann auch geortet werden – bei überschaubaren Akkulaufzeiten hat man also ein recht enges Zeitfenster. Wer es altmodisch und analog mag, hinterlässt einfach eine Visitenkarte oder eine handgeschriebene Notiz in der Handy-Schutzhülle.

    SMARTGEBER Jan erklärt den Virenschutz von iOS Geräten

    Video starten

    So findet man sein Smartphone per Google-Daten
    Ist das Smartphone verschwunden, gestohlen oder unauffindbar, sollte der erste Gang zum Rechner oder Tablet sein, um die digitale Schnitzeljagd zu starten. Wie das funktioniert, erklärt EWE-Smartgeber Jan: „Mein Vater hatte mal sein Handy verloren und mich um Hilfe gebeten. Wir haben uns dann mit seinen Daten in sein Google-Konto eingeloggt, von wo wir das Gerät lokalisieren und klingeln lassen konnten. Es lag im Garten unter einem Baum – und wir haben es zum Glück schnell wiedergefunden.“
    Über die Funktion „Gerät suchen“ über „Modus Verloren" kann das Smartphone nachträglich mit einem PIN-Code gesperrt werden. Auch eine Nachverfolgung ist möglich. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Gerät bereits ausgeschaltet wurde. Dann wird man per Mail benachrichtigt, wenn das iPhone wieder eingeschaltet wird.

    Bei Handy-Verlust: Wie wichtig ist die IMEI-Nummer?
    Den Diebstahl seines Handys sollte man bei der Polizei anzeigen. Ist das Gerät verloren gegangen, ist das Fundbüro der Stadt die erste Anlaufstelle. Die Polizei empfiehlt, sich vorab die IMEI-Seriennummer des Handys zu notieren. Diese bekommt man, wenn man über die Telefonnummern-Wahl die Kombination *#06# eingibt. Außerdem sollte man sich Marke, Modell und Wert sowie die Daten des Netzbetreibers notieren (Kundennummer/Hotline), um bei Verlust die SIM-Karte sperren zu lassen. Alle Daten sind aber auch in der Verpackung und in den Unterlagen dazu enthalten, diese also gut aufbewahren. Bei manchen Mobilfunkanbietern kann man unter Angabe der IMEI-Nummer das Handy sperren lassen.

    Handy verloren? Rache kann süß sein!
    Wer seinem gestohlenen Smartphone nachtrauert, kann die Angelegenheit vielleicht nicht nur mit einem weinenden, sondern auch einem lachenden Auge vergessen machen und sich an die Geschichte von Laura F. erinnern, der ihr Handy 2013 an einem Strand auf Ibiza geklaut wurde. Die junge Dame aus Wiesbaden wurde damals zum Internet-Star, weil sie auf einem Blog ihren Verlust auf wunderbar ironische Weise verarbeitete. Dank Dropbox-App wurden alle Fotos, die der Dieb fortan mit dem Gerät machte, in den entsprechenden Cloud-Ordner hochgeladen und waren somit für Laura F. sichtbar. Diese wurden wiederum von ihr im Blog veröffentlicht und mit herrlich sarkastischen Kommentaren versehen – zur Freude von Millionen Lesern.

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