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    Ein Kräutergarten auf dem Balkon

    Für einen Kräutergarten ist überall Platz – Salbei, Thymian und Co. gedeihen sogar im Topf. Deshalb lässt sich ein Kräutergarten selbst auf dem kleinsten Balkon anlegen. hallonachbar.de erklärt, wie das geht und was Sie über die Pflege einzelner Kräutersorten wissen sollten.

    Schnipp, schnapp – und ab in den Topf! Mit selbst geerntetem Thymian erhält die Sauce Bolognese ihr typisches würziges Aroma. Eiersalat trumpft mit Schnittlauch auf, der vor dem Frühstück auf dem Balkon geschnitten wird. Und mit ein paar frischen Zweigen Minze kommt beim Cocktailabend der Sommer geschmacklich ins Glas. Wer einen eigenen Kräutergarten pflegt, hat für seine Lieblingsgerichte und -drinks immer das gewisse Etwas zu Hause. Um frische Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Co. gedeihen zu lassen, reicht manchmal schon eine sonnige Fensterbank. Am besten wachsen die meisten Kräuterpflanzen jedoch an der frischen Luft. Wie Sie selbst die kleinste Fläche auf dem Balkon in einen grün wuchernden Kräuterwald verwandeln, worauf bei der Standortwahl geachtet werden sollte und was für die Pflege einzelner Pflanzen wichtig ist, verraten unsere Tipps.

    Sonne, Schatten oder beides? Den passenden Standort auf dem Balkon wählen

    Welche Lichtverhältnisse brauchen Kräuterpflanzen, damit sie fit bleiben? Als Faustregel gilt: Bieten Sie Schnittlauch, Dill und all ihren Kräuterkollegen möglichst immer die Bedingungen, unter denen sie ursprünglich aufwachsen. Rosmarin, Thymian, Oregano oder Salbei zum Beispiel stammen aus dem mediterranen Raum. Sie benötigen zum Überleben viel Sonne und Wärme. Dafür kommen sie mit nur wenig Wasser und einem geringeren Nährstoffgehalt in der Erde aus. Besonders wohl fühlen sich diese Sonnenanbeter auf einem Südbalkon oder an einem hellen Platz und in der wärmenden Morgen- oder Abendsonne eines Ost- oder Westbalkons. Schattiger, dafür aber feuchter mögen es Waldkräuter wie Bärlauch und Waldmeister oder Brunnenkresse und Knoblauchsrauke. Wer einen Nordbalkon hat, kann es mit ihnen probieren. Auch Schnittlauch und Petersilie haben ihren Lieblingsplatz im Halbschatten. Basilikum ist verhältnismäßig anspruchsvoll, weil es alles auf einmal will – Wärme, Sonne und viel Wasser. Ein Tipp für alle, die auf dem Balkon am liebsten Jungpflanzen einsetzen, anstatt selbst aufzuziehen: Gewöhnen Sie die Pflanzen langsam an die Wetterverhältnisse draußen, zum Beispiel auf der Fensterbank. Gewöhnliche Supermarktkräuter wurden in der Regel nämlich im Gewächshaus gezogen. Werden sie direkt in die pralle Sonne auf dem Balkon gesetzt, können sie einen „Sonnenbrand“ bekommen und eingehen.

    Kräuter auf dem Balkon werden gepflückt Mit frischen Kräutern vom Balkon lassen sich leckere Gerichte zaubern. Foto: stocksy

    Jede Pflanze findet ihren Topf – Tipps für das richtige Kräuterheim

    Kräuter wurzeln verschieden tief: Während Majoran, Oregano und Thymian Flachwurzler sind und es deshalb auch in niedrigeren Töpfen oder Balkonkästen gemütlich haben, ragen die Wurzeln von Rosmarin oder Dill vergleichsweise tief. Sie wachsen deshalb besser in höheren Kübeln. Allgemein gilt, dass Kräuter aus dem Supermarkt häufig dicht gedrängt in ihren Topf gepflanzt werden. Dadurch haben die vielen Wurzeln meist zu wenig Erde – und die Pflanze zu wenig Nährstoffe. Verhindern lässt sich das, indem Sie Kräuterpflanzen aus dem Supermarkt sanft an den Wurzeln trennen und auf mehrere Töpfe aufteilen.

    Nachbarschaftspflege: Welche Kräuterpflanzen sich gut verstehen

    Wenn beim Anlegen des Kräutergartens Nachbarschaften festgelegt werden, können Sie sich grob daran orientieren, dass alles, was unter gleichen Bedingungen gedeiht, in einem Kasten oder großen Topf miteinander auskommen wird. Wichtig ist, jeder Pflanze genug Platz zu lassen. Ist ein Balkonkasten etwa ein Meter lang, sollten darin nicht mehr als vier verschiedene Kräuter gesetzt werden. Gar keine Freude aneinander haben dagegen Majoran und Thymian, Basilikum und Melisse oder Fenchel und Koriander – pflanzen sie diese Kräuter unbedingt getrennt voneinander ein. Einen Sonderstatus genießt Minze: Sie gehört zu den stark wuchernden Kräutern, verdrängt mit ihren vielen Ausläufern andere Mitbewohner und bleibt deshalb am besten von Vornherein ganz allein in einem Kübel. Ähnlich verhält es sich mit Liebstöckel. Auch dieses Kraut kann sehr groß werden und zählt deshalb zu den „Einzelgängern“.

    Den Kräutergarten auf dem Balkon pflegen – kleine Tricks mit großer Wirkung

    Mediterrane Kräuter bevorzugen sandigen Boden und vertragen keine Staunässe. Bei ihnen sollten Sie grundsätzlich darauf achten, sie nicht zu viel zu gießen und nach Unwettern „nicht im Regen stehen zu lassen“. Basilikum, Schnittlauch und Petersilie vertragen es gut, wenn sie hin und wieder mit Komposterde gedüngt werden oder mit natürlichem Dünger Hilfe beim Wachsen bekommen. Geeignet ist dafür zum Beispiel Kaffee- und Teesatz (idealerweise von Schwarz- oder Grüntee), Mineralwasser oder auch abgestandenes Bier. Alter Kaffee- und Teesatz sollte regelmäßig wieder entfernt werden. Wer Kräuter ernten will, sollte es vermeiden, einzelne Blätter abzuzupfen. Besser ist es, die oberen Knospen der Kräuter zurück zu schneiden, damit an den Stellen neue Äste austreiben können. Um den Wachstum einer Pflanze zu unterstützen, hilft es außerdem, alte und abgestorbene Blätter regelmäßig zu entfernen. Kräuterpflanzen wie Rosmarin oder Salbei, die mehrjährig wachsen, sollten im Herbst komplett zurückgeschnitten werden, um den Winter zu überleben.

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