hallo nachbar
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    Batteriegroßspeicherprojekt: So soll die Anlage aussehen Winterfest!

    Guck mal, was da fliegt!

    Drohnen werden immer beliebter. Steht bei Ihnen auch eine auf dem Wunschzettel? hallo nachbar verrät, worauf man beim Kauf und beim Fliegen achten sollte.

    ©tostphoto - stock.adobe.com

    Einmal das eigene Haus von oben sehen oder spektakuläre Flugmanöver per Live-Video aus dem Cockpit verfolgen: Drohnen machen einen Heidenspaß! Mehrere elektrisch betriebene Rotoren sorgen dabei für den Auftrieb – meist sind es vier. Diese Quadro- oder Multicopter können ähnlich wie ein Helikopter vertikal auf- und absteigen und lassen sich in jede gewünschte Richtung manövrieren. Gesteuert werden sie per Fernbedienung oder Smartphone. Inzwischen gibt es zahlreiche Modelle in unterschiedlichen Preis- und Qualitätsklassen. Das sind die wichtigsten Kauf-Kriterien:

    Reichweite: Einstiegsmodelle kommen selten weiter als 60 Meter. Bessere Geräte schaffen 100 bis 200 Meter. High-End-Modelle können sogar mehrere Kilometer zurücklegen. Drohnen dürfen grundsätzlich nur in Sichtweite gesteuert werden, für Hobbyflieger reicht daher meist eine mittlere Reichweite.

    Flugzeit: Bei einfachen Modellen ist nach wenigen Minuten Schluss, bessere schaffen es, sich bis zu 30 Minuten in der Luft zu halten. Das Aufladen des Akkus dauert etwa eine Stunde. Daher empfiehlt es sich, gleich Ersatz-Akkus mitzukaufen.

    Kamera: Bei vielen Drohnen ohne Fotofunktion lassen sich externe Kameras befestigen. Nachteil: Man muss die Kamera selbst einstellen. Integrierte Kameras sind auf den Einsatzzweck optimiert. Bei Multicoptern mit Kamera reicht die Bandbreite von starren Onboard-Kameras mit einfacher Auflösung bis hin zu Modellen mit Full-HD- oder 4K-Auflösung und schwenkbarer Kamerahaltung. Damit lässt sich das Bild während des Flugs individuell einstellen. Die Bilder werden auf Micro-SD-Karten gespeichert, sodass man sie bequem am heimischen Computer betrachten kann.

    Ein Mann lässt eine Drohne am Strand fliegen.
    ©dianagrytsku - stock.adobe.com
    Tipp: Auf einem Modellflugplatz trifft man nicht nur Gleichgesinnte, hier braucht man auch keinen Kenntnisnachweis und es gibt keine Höhenbegrenzung.

    Sicherheit: Features wie eine autonome Landung bei geringer Akkuladung oder beim Abbruch der Verbindung zur Fernbedienung verhindern teure Crashs. Auch auf die Materialqualität sollte man achten, damit nicht jede Kollision das Fluggerät zerstört.

    Live-Funktion: Bei Modellen mit FPV-Funktion (First Person View) fühlt man sich wie ein echter Pilot! Dabei wird das Bild von der Drohnenkamera auf einen Monitor oder eine FPV-Brille übertragen. Zur Sicherheit sollte bei einer FPV-Brille aber eine Begleitperson die Drohne im Blick behalten.

    Preis: Mini-Drohnen ohne Kamera gibt es ab 30 Euro. Hier geht es vor allem um den Flugspaß. Modelle mit einfacher Kamera beginnen bei circa 50 Euro. Für qualitativ hochwertigere Geräte zahlt man 200 bis 800 Euro. Profi-Modelle kosten vierstellig.

    Achtung , Drohne: Wichtige Spielregeln für ein sorgenfreies Fliegen

    Haftpflicht: Prüfen Sie vor dem ersten Start, ob Ihre Privathaftpflicht die Drohnen-Fliegerei abdeckt. In der Regel ist das nicht der Fall. Drohnen gelten grundsätzlich als Luftfahrzeuge und unterliegen damit der Halterhaftung: Als Eigentümer werden Sie auch zur Kasse gebeten, wenn Ihr Freund der Pilot war. Günstige Spezialversicherungen gibt es über Modellfliegerverbände

    Kennzeichnungspflicht: Ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen Sie eine Plakette mit Namen und Adresse des Besitzers an dem Gerät fest anbringen. Zum Beispiel aus Aluminium mit Gravur. Ein Aufkleber reicht nicht. So schreibt es die neue Drohnenverordnung vor.

    Kenntnisnachweis: Bei größeren Modellen ab zwei Kilo müssen Sie eine Art Drohnen-Führerschein bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt genehmigten Prüfstelle machen. Ab fünf Kilo braucht man eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörden.

    Höhengrenze: Höher als 100 Meter ist tabu, damit man nicht dem normalen Flugbetrieb in die Quere kommt.

    Flugverbotszonen: Drohnen darf man nicht überall steigen lassen, zum Beispiel nicht über Menschenansammlungen, fremden Wohngrundstücken, Naturschutzgebieten oder in der Nähe von Flugplätzen. Eine Übersicht, wo man es darf und wo nicht, findet man auf der Website: www.map2fly.de

    Fotorechte: Bei Aufnahmen mit Drohnen gelten dieselben Vorschriften wie für Fotografen am Boden. Die Nachbarin beim Sonnen zu filmen ist beispielsweise tabu.

     

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