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    Das ist los in der Region Volle Solarkraft voraus!

    Sicher ist sicher

    Die Datensammelwut von Google, Facebook und Co. ist legendär – doch was bedeutet das eigentlich für den einzelnen Nutzer? IT-Sicherheits-Experte und EWE Smartgeber Jan Kirchhoff gibt Tipps für mehr Datensicherheit im Netz.

    Jan Kirchhoff
    Der IT-Spezialist
    Mehr erfahren
    Als EWE Smartgeber liefert Jan Kirchhoff im Video-Format praktische Tipps – zum Beispiel dazu, wie wir uns und unsere Daten im Netz besser schützen können. Ursprünglich hat der IT-Spezialist eine duale Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert. Es folgte ein Studium der BWL und Wirtschaftsinformatik. Heute arbeitet er als freiberuflicher Berater für Online-Marketing und IT.

    Wo hinterlegen wir bewusst oder unbewusst persönliche Daten im Internet?
    Tatsächlich überall, sobald wir uns im Internet bewegen – etwa beim Surfen, E-Mails-Schreiben oder durch die Nutzung von Social-Media-Diensten wie Facebook. Fakt ist zum Beispiel: Google weiß fast alles, was wir machen. Das erfüllt bei den Suchanfragen natürlich den Zweck, dass überhaupt Antworten geliefert werden können. Es führt aber auch dazu, dass die beiden Konzerne fast alle Seitenaufrufe auswerten können – unter anderem für das Ausspielen zielgerichteter Werbung.

    Werden alle Suchanfragen und Klicks, die wir im Internet machen, getrackt?
    Jein. Dank der neuen, EU-weit geltenden Datenschutz-Grundverordnung (kurz EU-DSGVO) ist es zunehmend so, dass Dienste nicht mehr wahllos Daten horten können, sondern sie nur noch zweckbezogen speichern dürfen. Man muss allerdings bedenken, dass das nur die Dienste betrifft, die ihren betrieblichen Sitz in der EU haben. Unternehmen wie Facebook oder Google sitzen zum Beispiel beide in den USA. Da greift die Verordnung für mehr Privatsphäre nicht.

    Vorsorge statt Nachsorge:                                                                           So können Sie das Thema Datensicherheit aktiv angehen

    Wie kann ich aktiv für den Schutz meiner Daten sorgen?
    Wer sich mit den Datenschutz-Einstellungen bei Google, Facebook und Co. auseinandersetzt, kann seinen digitalen Fußabdruck kleiner halten. Dass Google durch die Google Maps-App zurückverfolgen kann, wo man sich über einen Zeitraum der letzten Jahre überall bewegt hat, wissen viele zum Beispiel gar nicht. Aber die Funktion lässt sich ganz einfach deaktivieren. Für mehr Sicherheit bei den eigenen Daten sorgt auch, wer einen Ad-Blocker installiert hat. Er verhindert, dass die bei dem Besuch einer Seite gespeicherten Informationen, an Google und Co. weitergegeben werden. Eine ganz einfache Regel, die man sich beim Thema Datensicherheit zu Herzen nehmen sollte, lautet: Netz-Dienste nur ganz bewusst nutzen.

    Haben wir eine Chance zu überprüfen, welche Daten von uns gespeichert werden?

    Ja, im EU-Raum besteht Auskunftspflicht. Wird ein entsprechender Antrag gestellt, müssen die entsprechenden Dienste die Information herausgeben. Über Selbstauskunft.net ist es zudem möglich, die eigene Selbstauskunft mit nur wenigen Klicks bei verschiedenen Unternehmen und Behörden anzufordern. Wichtig zu wissen ist dabei: Nach der Datenschutz-Grundverordnung besteht ein Rechtsanspruch auf die Änderung oder Löschung personenbezogener Daten. 

    Sicherheit vor!                                                                                           Nicht alle Netz-Dienste wollen unsere persönlichen Information

    Stichwort Datensparsamkeit: Gibt es Mittel und Wege, dass ich mich in der digitalen Welt bewege, ohne zu viele oder zumindest nur wenige Datenspuren zu hinterlassen?
    Viele Dienste kann man verwenden, ohne sich dafür ein Nutzerkonto anzulegen. Die Option würde ich immer bevorzugen, um die eigenen Daten besser zu schützen. Ansonsten rate ich zur Nutzung von Diensten, die sich Datenschutz auf die Fahne schreiben. Gute Alternativen zu Google sind zum Beispiel die Suchmaschinen Ecosia oder Duckduckgo. Die Macher versprechen, keinerlei persönliche Daten zu sammeln oder zu teilen und an Werbeträger zu verkaufen. Wer möglichst sicher Nachrichten versenden will: Threema und Signal nutzen das Prinzip der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das verhindert zum Beispiel, dass Nachrichten abgefangen oder systematisch ausgewertet werden können.“ 

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