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    Nostalgisch: Zeitreise im Museumsdorf Cloppenburg

    Ein Spaziergang mit Direktorin Julia Schulte to Bühne durch einen ganz historischen Ort von Cloppenburg.

    Julia Schulte to Bühne Die Direktorin
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    Julia Schulte to Bühne (51) arbeitete bereits während ihres Volontariats 1999/2000 an der Gestaltung eines Hofs auf dem Gelände des Museumsdorfs Cloppenburg mit. Nach dem Studium der Volkskunde, Pädagogik, Soziologie und Kunstgeschichte in Münster promovierte sie im Fach Volkskunde. Im Anschluss an ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin des Niedersächsischen Heimatbundes übernahm die Wahl-Bremerin 2018 den Posten als Direktorin des Museumsdorfs. 

    Um den Dorfteich reihen sich die alte Kokerwindmühle, knorrige Eichen, malerische Scheunen und Bauernhäuser, eine Kirche sowie eine Schule. „Es tut mir immer wieder gut, im Dorf unterwegs zu sein“, sagt Julia Schulte to Bühne. Seit April 2018 ist sie „Herrin“ über das mehr als 15 Hektar große Gelände vom Museumsdorf Cloppenburg, auf dem mittlerweile über 50 umgesiedelte Gebäude stehen. Sie decken eine Zeitspanne vom 16. bis zum 20. Jahrhundert ab und zeigen, wie unsere Vorfahren auf dem Land gelebt haben. In der Tischlerei, Schmiede, Töpferei oder Spinnstube können Besucher lernen, wie man früher Möbel, Werkzeuge, Geschirr oder Kleidung hergestellt hat.

    Der Weihnachtsmarkt ist eines der alljährlichen Highlights

    Das ganze Jahr über finden im Museumsdorf Veranstaltungen und Aktionstage statt – von der beliebten „Gartenpartie“ im Frühjahr, die mehr als 40.000 Besucher anlockt, über die historische Kirmes im Juli bis hin zum Erntefest im Oktober. Zum Jahresausklang wird es dann gemütlich im Dorf: Vom 6. bis 8. Dezember wird der „Nikolausmarkt“ errichtet, laut Museumsdirektorin „der schönste Weihnachtsmarkt in der ganzen Region.“ Ein spezielles Licht- und Musikkonzept sorgt für behagliche Stimmung, wechselnde Aussteller präsentieren regionale Spezialitäten und originelle Geschenkideen. „Wir setzen auf Entschleunigung. Unsere Besucher sollen in der manchmal doch hektischen Vorweihnachtszeit zur Ruhe kommen“, erklärt Schulte to Bühne.

    Das Alte wird bewahrt, trotzdem soll Neues entstehen

    Auch wenn an mancher Stelle im Dorf das Gefühl aufkommt, dass die Zeit stehen geblieben ist: Für die Leiterin des Museumsdorfs gibt es keinen Stillstand. Ihre wichtigste Aufgabe ist aktuell der Übergang in die Neuzeit. Unter anderem sollen daher ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Lebensmittelgeschäft im Dorf entstehen. An einem besonders aufsehenerregenden Projekt wird zurzeit schon mit Hochdruck gearbeitet: Gleich am Eingang des Museumsdorfs entsteht die Dorfdisco „Zum Sonnenstein“. Das Original-Gebäude aus dem Landkreis Oldenburg war seit den 1950er-Jahren Party-Location und sollte abgerissen werden. Stattdessen wird es nun im Museumsdorf originalgetreu wiederaufgebaut – samt Innenleben wie DJ-Pult, Lichtanlage und Bar.

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