hallo nachbar Navigation
Suche

    Teilen

    

    Deichbrand-Festival: 100 Bands, 5 Bühnen, bestes WLAN

    Heute geht das Deichbrand-Festival am Seeflughafen Cuxhaven in die Vollen. Schnell ein Foto von der Lieblingsband posten oder in der Deichbrand-App surfen? Läuft! EWE bringt für alle kostenloses WLAN an den Start. hallo nachbar war beim Aufbau dabei.

    Felix Pilinski
    Felix Pilinski
    Mehr erfahren
    Der 33-Jährige begann 2004 seine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei der EWE TEL GmbH. Sein Kollege Christian Hinsch war im Lehrjahr über ihm. Da Felix zwei kleine Kinder hat,
    kann er nicht ganz so viel Zeit beim Deichbrand Festival verbringen wie
    Christian. Technisch betrachtet machen ihm kleinere Musikfestivals wie das „Oldenbora“ fast noch mehr Spaß, „wo man sich um alles selber kümmert“.
    Christian Hinsch
    Christian Hinsch
    Mehr erfahren
    Der gebürtige Cuxhavener ist Deichbrand-Fan der ersten Stunde: Der
    35-Jährige war schon 2005 beim allerersten Festival an der Nordsee dabei, das damals noch vor 500 Zuschauern im „Fort Kugelbake“ am niedersächischen Wattenmeer über eine einzige Bühne ging. Direkt nach der Ausbildung begann Christian 2006 seine Laufbahn bei EWE. Einer seiner Lieblings-Acts, die Indie-Rocker  „Madsen“, spielen Sonntagabend auf der „Fire Stage“, auf die er vom EWE-Stand aus beste Sicht hat.

    Christian Hinsch und Felix Pilinski

    Cuxhaven. Hochsommer – Schietwetter. Passt schon, schließlich ist man das beim „Deichbrand Festival“ am Seeflughafen in Cuxhaven schon gewöhnt. Der Dienstag Morgen graut buchstäblich, als aus dem Nichts, mitten im Grünen plötzlich eine Kleinstadt auftaucht. Zelte, Container, Pavillons – und ein überdachtes Gerüst, das zum Klettern einlädt. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um eine neue Funsport-Attraktion, sondern um das „Skelett“ des EWE-Stands. Vom 18. bis 21. Juli begrüßt das „Deichbrand Festival“ (laut Banner) wieder „Freaks * Folks * Fans * Friends“. Und dank der Hotspots von EWE können sie alle an gleich fünf strategisch verteilten Standorten auf dem Riesengelände in bestem WLAN surfen – rund um die Uhr und völlig kostenlos. Am komfortabelsten geht das in der zentralen EWE-Lounge auf dem Infield, wo sich die beiden großen Hauptbühnen gegenüberstehen: die „Fire“ und die „Water Stage“.

    EWE ist bereits zum vierten Mal beim Deichbrand dabei, dieses Jahr allerdings mit neuem Konzept: Größer, schöner, besser. Denn: „Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher, also steigt auch die Nachfrage“, weiß Christian Hinsch (Operative Planung bei EWE Tel), der das WLAN-Festival-Konzept gemeinsam mit seinem Kollegen, dem operativen Planer Felix Pilinski, entwickelt hat. Die beiden EWE-ler, die hallonachbar.de an diesem frischen Morgen beim „Acker-Bau“ trifft, sind ein eingespieltes Team: Beide haben ihre Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei EWE absolviert und sind seit über zehn Jahren im Unternehmen.

    Christian Hinsch macht der hartnäckige Nieselregen nichts aus: „Letztes Jahr war's so trocken, dass es staubte. Da ist mir dieses Wetter fast schon lieber.“ Festivalerprobt sind die Nordlichter sowieso: Beim „Deichbrand“ haben sie beide schon privat gerockt, bevor ihre Expertise gefragt war. Christian Hinsch ist als gebürtiger Cuxhavener sogar seit Anbeginn des Festivals dabei: Das erste Deichbrand ging 2005 noch vor 500 Fans über die Bühne, im Megasommer 2018 kamen rekordverdächtige 60.000.

    Das „Deichbrand“ wächst und wächst – und ist längst so etabliert, dass die Veranstalter eine ausgeklügelte Infrastruktur geschaffen haben. Trinkwasserversorgung, Elektrizität, Internetanbindung – läuft! Deswegen ist das Gelände hinlänglich verkabelt: In die Erde sind Kabelschächte eingebaut und Rohre eingepflügt, durch die nach Bedarf sämtliche Kabel gezogen werden. Felix Pilinski deutet auf eine der Furchen, die sich durch die Wiese ziehen, als habe hier ein Maulwurf-Marathon stattgefunden. Direkt an der Rückseite des EWE-Stands lugt ein Netzwerkkabel aus dem Boden wie eine exotische Schlange.

    Bevor sich der „Rohbau“ vor unseren Augen in eine coole Chill-out-Lounge mit gemütlichen Sitzecken und echten Grünpflanzen verwandelt, kommt das Wichtigste: die Technik. Die Montage wie auch die aufwendige Deko übernimmt für EWE die Agentur „Joke Event“. Dabei heißt es tatsächlich auch oft klettern: Rundherum, an allen vier Ecken der EWE-Funkzentrale, werden außen insgesamt acht Access Points angeschraubt – je zwei über Eck –, dann alle acht Verbindungskabel sind unter der Decke entlang befestigt und schließlich in der Mitte gebündelt. Hier, in einem Holzverschlag, den sie liebevoll „Kabuff“ nennen, bauen Felix Pilinski und Christian Hinsch den zentralen Switch auf – die Stromversorgung und der Verteiler für die Access Points. „Das funktioniert letztlich wie der Internetanschluss zu Hause, nur mit mehr Bandbreite“, erklärt Pilinski.

    Obwohl sie nicht selbst klettern dürfen, legt das Duo natürlich auch selbst Hand an. Christian Hinsch holt die Festival-Kabeltrommeln aus dem Auto: Die 200 Meter Kupferkabel, die hier heute insgesamt gezogen werden, haben die beiden persönlich auf die richtige Länge zurechtgeschnitten. Benötigt werden acht mal je 15 Meter für die Access Points in der „Zentrale“. Hinzu kommen vier mal je 5 Meter für die vier weiteren WLAN-Säulen. Dort montieren sie die Access Points, jeweils vier, selbst. Dazu genügt eine Leiter. Zuvor werden sämtliche Kabel aber noch einmal akribisch auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet. Die Trommel ist nämlich ständig auf Tour: Seit Mai waren die Kabel auch schon bei der „Oldenbora“ in Rastede und bei „Tante Mia tanzt“ in Vechta im Einsatz.

    Bestes WLAN fürs Festival
    Vergrößern

    Spannend wird die Feinjustierung nach der Montage, wenn Strom und Internet laufen, meint Felix Pilinski. Dann gilt es nämlich, einen störfreien Kanal zu finden, auf dem keiner dazwischenfunkt. Wie beispielsweise ein Radar: Tatsächlich startet ab und an geräuschvoll eine Maschine und erinnert uns daran, dass gleich nebenan ja der Flughafen ist. „Bei solchen Veranstaltungen werden selten Frequenzen für WLANs zugeteilt. Da muss man selber gucken, wo man bleibt“, merkt Felix Pilinski an. Für einen Profi wie ihn überhaupt kein Problem.

    Alle EWE-Hotspots funken im Umkreis von gut 50 Metern. Am „Hauptmodul“, wie das EWE-Team sein WLAN-Zentrum nennt, wird der Andrang während des Festivals besonders gewaltig sein. Auch, weil hier außerdem Ladekabel bereit liegen, man sich gegen Pfand Powerbanks ausleihen – und zwischendurch für einen guten Zweck strampeln kann. Dafür steht ein Trimm-dich-Rad bereit: Die sportliche Leistung wird in Wattsekunden umgerechnet und der entsprechende Betrag von EWE gespendet. Das EWE-„Herz“ steht direkt neben dem Palastzelt, wo bereits am Donnerstag das Warm-up-Programm startet. Die vier weiteren WLAN-Säulen thronen auf Paletten und bieten zusätzliche Sitzgelegenheiten für die User. Sie befinden sich auf den Camping-Areas „Green Camp“, das bereits am Mittwoch zur Frühanreise geöffnet hat, und „Camp South“, sowie im Playground-Bereich am Eingang zum Infield – der wichtigsten „Durchgangsschneise“ – und neben der Water Stage. Diese wird als letzte in Betrieb genommen, wenn es ab Freitag beim „Deichbrand“ so richtig abgeht und Headliner wie „Thirty Seconds to Mars“, „Fettes Brot“ oder die „Chemical Brothers“ die beiden Hauptbühnen rocken.

    Klare Sache: Felix Pilinski und Christian Hinsch sind während des gesamten Festivals vor Ort, damit sie im Falle eines Falles reagieren, organisieren und entstören können. Selbstverständlich alles mit Live-Soundtrack: Am meisten freuen sich beide auf „Madsen“ und „Die Happy“. Der Cuxhavener Christian bleibt sogar über Nacht, aber nicht auf einem der diversen Campingplätze: „Ich schlafe bei meinen Eltern!“

    Sonntag nacht, wenn alles vorbei ist, beginnt gegen 3.30 Uhr dann der Abbau. „Da bin ich ganz froh, dass ich nicht dabei sein muss“, kommentiert Felix Pilinski. Für „seine“ Kabeltrommeln geht die Tour direkt weiter, am Mittwoch wird nämlich alles schon wieder aufgebaut, wenn das „Helene Beach Festival“ in Frankfurt (Oder) startet. Da ist EWE natürlich auch wieder dabei.

     

    Wie fanden Sie diesen Artikel?

    17 Bewertungen