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    Rasta Vechta-Coach Pedro Calles im Interview

    Das Basketball-Team von Rasta Vechta ist 2018 in die Bundesliga aufgestiegen und hat jetzt zum Saisonfinale sensationell die Play-Offs erreicht. hallonachbar.de traf Coach Pedro Calles zum Interview vor Ort in Vechta.

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    Pedro Calles
    Pedro Calles
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    Der 35-Jährige stammt aus Andalusien und kam 2012 nach Deutschland. Bei den Artland Dragons in Quakenbrück arbeitete er als Athletiktrainer und später als Co-Trainer. 2015 wechselte er als Assistenztrainer zu Rasta Vechta und wurde 2018 nach dem Aufstieg in die 1. Liga zum Cheftrainer befördert. (Foto: Rasta Vechta)

    Herr Calles, wie würden Sie die Euphorie beschreiben, die aktuell rund um das Team herrscht?

    Für die meisten Fans fühlt es sich wahrscheinlich wie ein schöner Traum an. Dass wir 2018 den Aufstieg geschafft haben, war bereits für viele schon ein Grund zum Feiern, trotzdem ging es in den vergangenen Jahren häufig auf und ab. Dass wir es jetzt sogar in die Play-Offs geschafft haben, ist für alle ein Gefühl, dass neu ist. Zu Beginn der Saison hat niemand mit uns gerechnet, auch viele unserer Fans waren misstrauisch. Jetzt würde ich es Euphorie nennen.

    Haben Sie Ihr Team nach dem 106:66-Sieg gegen Science City Jena zum Feiern geschickt?

    Ich habe ihnen in der Kabine gesagt, dass ich nicht weiß, wo diese Reise enden wird, aber der nächste Stopp ist in Würzburg. Ob meine Jungs noch Feiern waren, weiß ich gar nicht. Ich hatte auf jeden Fall keine Party organisiert.

    Pedro Calles im Interview

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    Das Erfolgsfieber dürfte aber auch viele Ihrer Spieler anstecken. Wie stark müssen Sie einige von ihnen bremsen?

    Wir haben vor der Saison darauf geachtet, dass wir einen Kader mit Spielern zusammenstellen, die vor allem einen super Charakter haben. Wir wussten, dass wir nicht die finanziellen Mittel besitzen, um die größten Talente einzukaufen. Mein aktuelles Motto lautet: Charakter ist wichtiger als Talent. Rasta Vechta ist meine erste Station als Cheftrainer, daher möchte ich mich auf meine Arbeit auf dem Platz konzentrieren, statt mit Eitelkeiten oder Streit in der Umkleidekabine umgehen zu müssen.

    Aber Ihr Team ist jetzt heiß und wird sich nicht auf dem Erfolg ausruhen. Wie gehen Sie mit der Euphorie um?

    Das ist mein Job als Trainer. Die Fans sollen wild sein, ausflippen und fanatisch sein. Wäre ja auch schade, wenn sie das nicht tun würden. Aber wir als Profis müssen unsere Emotionen kontrollieren und cool bleiben, sonst gewinnen wir nichts.

    Wie stark hat sich die Stimmung im Team während der Saison verändert?

    Siege helfen natürlich, um positive Energie freizusetzen. Mehr Siege, mehr gute Stimmung. Ganz einfach. Für mich war die wichtigste Erkenntnis, dass uns einzelne Niederlagen nicht erschüttert haben. Und das ist eine Charakterfrage.

    Wie weit wird die Reise für Rasta Vechta in 2019 noch gehen?

    Wir wollen jetzt erst einmal die Saison so gut wie möglich abschließen. Das ist die beste Vorbereitung, mit der man in die Play-Offs gehen kann. Ich denke immer nur von Spiel zu Spiel – und am Ende werden wir feiern, egal wie weit wir gekommen sind.

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