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    Erntezeit im Obstgarten

    „Im Herbst muss man nicht mehr von Rosen und Tulpen träumen“, lautet eine Bauernweisheit. Dafür bringt die Jahreszeit aber manche andere Gartenfreude – und mit ihr auch ein paar neue Aufgaben für fleißige Hände, Hacke und Schere. Ganz oben auf der To-Do-Liste: Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume, die noch Früchte tragen, müssen abgeerntet werden. Da Fallobst beschädigt sein kann, eignet es sich nicht für eine Lagerung, dafür aber wunderbar zum Mosten. Einzige Bedingung: Die Früchte dürfen noch nicht faulig sein.

    Wenn Sie sich ans Pflücken machen, gehen Sie sanft vor. Knicken Sie bei einem Apfel den Stiel leicht mit dem Zeigefinger nach oben, drehen Sie die Frucht und nehmen ihn dann vom Baum. Wird Obst zu heftig vom Ast gerissen, können Knospen beschädigt werden, aus denen im nächsten Jahr Früchte wachsen sollen. Kernobst, das Sie einlagern wollen, sollte pflückreif sein. Ob das so ist, erkennen Sie bei Äpfeln daran, dass sie sich ohne großes Ziehen abnehmen lassen, bereits eine starke Färbung haben und die Kerne braun sind. Letzteres ist auch ein guter Hinweis bei Birnen. Eine Besonderheit der Hauszwetschge: Bei ihr kann ein Teil der Früchte bis November am Baum hängen bleiben. Auch wenn sich ihr Äußeres bis dahin verändern und dann eher dem von Trockenpflaumen gleichen wird – ihr Geschmack ist dann besonders aromatisch. Der ideale Erntetag ist übrigens frostfrei und trocken. Um nach dem Pflücken erste Druckstellen zu vermeiden, polstern Sie Erntekörbe und Eimer gut aus (etwa mit kleinen Kissen oder Tüchern) und legen Sie die Früchte vorsichtig hinein.

    Äpfel lagern auf einem Tisch
    Die richtige Lagerung der gesammelten Gartenschätze ist wichtig. Keller, Geräteschuppen oder Garagen bieten sich dafür an. Bild: fotolia

    Schätze aus dem Obstgarten richtig lagern – so geht's
    Wie und wo hält sich Frisches vom Baum dann am besten? Vollreif gepflückte Pflaumen und Zwetschgen lassen sich im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche aufbewahren – ungewaschen. Die wertvolle Schutzschicht sollten Sie erst kurz vor dem Verzehr entfernen. Im Tiefkühler bei minus 18 Grad können Sie Zwetschgen bis zu einem Jahr lagern. Die Früchte dafür halbieren und entsteinen. Bei Äpfel und Birnen sind die verschiedenen Sorten unterschiedlich lange haltbar. Lagern Sie Ihr Obst deshalb am besten immer sortenrein. Beschädigte Früchte sollten vorher aussortiert werden. Dazu zählen auch Äpfel mit Druckstellen.

    Der beste Ort für die gesammelten Gartenschätze – und zwar schon unmittelbar nach Apfelernte und Co. – sind dunkle, gut belüftete und kühle Räume. Ideal sind Raumtemperaturen zwischen zwei und vier Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Birnen mögen es nach der Ernte sogar noch etwas kälter und fühlen sich eingelagert bei einem Grad am wohlsten. Auch deshalb sind Keller als Lagerräume so beliebt. Eine andere Möglichkeit bietet sich zum Beispiel in einem Geräteschuppen oder einer Garage. Am besten halten sich Früchte, wenn sie nicht gestapelt, sondern nebeneinander gelagert werden. Das geht gut in Obstkisten, die mit etwas Zeitungspapier bedeckt werden, oder in sogenannten Apfelstiegen. Wegen der Reifegase, die Äpfel ausströmen, sollten sie einen Platz fern von anderem Obst oder Kartoffeln bekommen. Prüfen Sie die Früchte gerade am Anfang regelmäßig auf Fäulnis, idealerweise einmal pro Woche. Beim ersten Frost hilft eine Abdeckung mit Jutesäcken gegen niedrige Temperaturen.

    Laub wird zusammengerecht
    Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Sie nehmen dem Rasen Licht und begünstigen Mooswachstum. Bild: shutterstock

    Beet anlegen, Obstbäume pflanzen, Rasen säen: Alles neu macht auch der Herbst
    Der Herbst gilt als idealer Zeitpunkt, um Blumenzwiebeln, winterharte Stauden und neue Obstbäume zu pflanzen. Kernobst ist immun gegen Frost, ähnlich geht es den meisten Beerensorten. Noch besser: Frisch gepflanzte Apfelbäume fangen unter der kühlen Erde an zu wachsen und schlagen schon im November tiefe Wurzeln. Auch Umpflanzarbeiten können gerne in die Herbstzeit fallen, da die Erde durch vermehrte Regengüssen mit genügend Feuchtigkeit versorgt ist. Umgesetzte Pflanzen können so am neuen Standort leicht neue Wurzeln bilden – und entwickeln dadurch einen Wachstumsvorsprung gegenüber den grünen Gartenbewohnern, die erst im Frühjahr gesetzt werden. Für die Rasenpflege gilt: Sobald die Blätter fallen, sollten sie regelmäßig von der Wiese entfernt werden. Laub, das liegen bleibt, nimmt dem Rasen Licht, fördert braune Stellen und begünstigt Mooswachstum. Anfang November sollten Sie Ihren Rasen zum letzten Mal mähen und das Gras dabei nicht kürzer als 5 cm schneiden. Längere Grashalme können das weniger werdende Sonnenlicht besser verwerten und bauen dadurch eine bessere Widerstandskraft gegen Moos und Unkraut auf.

    3, 2, 1 … winterfest! Die besten Tipps für Ihren Garten
    Die nicht winterfesten Kübelpflanzen finden im Keller, der Garage oder einem Raum, der frostfrei und gleichzeitig nicht zu warm ist, einen Platz zum Überwintern. Vorher sollten Sie die Umzugskandidaten auf Schädlingsbefall überprüfen und verwelkte Blüten entfernen. Winterharte Pflanzen macht der Frost in der Regel wenig aus. Ihre empfindlichen Wurzeln sollten aber dennoch geschützt werden. Bei einer Kübelpflanze können Sie zum Beispiel einen Holzbalken unterstellen und den Topf mit Sackleinen oder Jute umwickeln. Die Erde lässt sich mit Reisig vor Schnee und Verdunstung schützen. Rosen und manche Sträucher überwintern gut unter einer Plane. Sträucher und Bäume sollten Sie schneiden, bevor der erste Frost in den Boden dringt. Damit geben Sie Ihren Pflanzen – darunter auch ihren Obstbäumen – ausreichend Zeit, die Schnittstellen zu versiegeln. Wer seinen Apfelbäumen zusätzliche Nährstoffe gönnen will: Reifer Kompost ist ein toller organischer Dünger. Vermischen Sie ihn mit Stickstoffdüngern wie Hornspänen oder Hornmehl. Algenkalk oder Gesteinsmehl gibt Obstgehölz zusätzliche Spurenelemente.

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