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    Smartphone als Überwachungskamera einrichten

    Weit mehr als 130 Millionen Alt-Handys und Smartphones liegen laut Schätzungen in deutschen Schränken, Schubläden oder Rumpelkammern ungenutzt herum. Solche Altlasten lassen sich entweder recyceln oder auch sinnvoll weiter nutzen: Etwa als Überwachungskamera fürs Zuhause. hallo nachbar zeigt, wie einfach sich das in die Praxis umsetzen lässt.

    Damit Einbrecher einen großen Bogen um Ihr Zuhause machen, etwa wenn Sie im Urlaub sind, kann man allerhand Hardware installieren. Zu den üblichen Verdächtigen gehören gut sichtbare Alarm- oder einbruchsichere Schließanlagen. Im Sortiment der EWE „smart living“-Produkte finden Sie passendes Zubehör, wie Bewegungsmelder oder Tür- und Fensterkontakte, das Sie bei sich zuhause anbringen können. Oder Sie wollen wissen, was in Ihrer guten Stube gerade los ist? Dann basteln Sie sich einfach eine Überwachungskamera!

    Aus alt mach neu: Ausrangiertes Smartphone zum Einsatz bringen

    Per smarter Überwachungskamera können Sie von überall auf der Welt via Internet einen Blick in die Räume werfen, in denen Sie so eine Kamera angebracht haben. Ist Gefahr in Verzug oder ein ungebetener Gast zu Besuch, können Sie sofort reagieren und die Polizei oder Nachbarn anrufen. Zunächst brauchen Sie dafür aber eine Kamera, die Sie an Ihr heimisches WLAN anschließen können. Entweder Sie kaufen sich ein gängiges Gerät oder Sie nutzen ein ausrangiertes Smartphone mit iOS- oder Android-Betriebssystem. Denn das lässt sich ohne großen Aufwand ebenfalls in eine smarte Überwachungskamera umwandeln.

    Das brauchen Sie, um ein Smartphone als Webcam nutzen zu können

    Um Überwachungsbilder via WLAN von einem Smartphone an ein anderes zu funken, brauchen Sie zunächst eine entsprechende App. Im App Store oder im Google Play Store werden Sie fündig. Dort gibt es viele Lösungen, die zumeist kostenlos zu haben sind. Laut Eigenwerbung eine der am häufigsten geladenen Überwachungskamera-Lösungen für beide Mobilsysteme ist die App „Handy als Überwachungskamera“ von Alfred Systems. Sie ist sowohl für iOS als auch für Android mit 4,6 beziehungsweise 4,8 von 5 Sternen richtig gut bewertet. Auch die kostenlose Basis-Version macht Ihr Smartphone zur Webcam – mit Echtzeit-Bild und Bewegungsmelder. Die Abo-Version (ab 4,49 Euro im Monat) kommt ohne Werbung aus. Zudem sind auch Überwachungs-Aufnahmen und Wiedergaben in HD möglich.

    Das Smartphone als Überwachungskamera einrichten

    Nach dem Download muss „Alfred“ sowohl auf dem Handy installiert werden, welches als Spycam („Kamera“) genutzt werden soll, als auch auf dem Smartphone, das Sie im Alltag nutzen und als Anzeigegerät dienen soll. Damit „Alfred“ seinen Dienst aufnehmen und Daten zwischen Smartphone-Kamera und dem Gerät zum Abruf der Bilder austauschen kann, müssen beiden Geräte mit ein und demselben Google-Konto angemeldet sein. Ist das gegeben, wird das Überwachungs-Smartphone mit einem Fingertipp in den „Alfred“-Einstellungen in den Aufnahmemodus versetzt und somit „scharf“ geschaltet. Damit die beiden Smartphones über die App miteinander kommunizieren können, ist nun nur noch eine Verbindung vom Spycam-Phone per WLAN mit ihrem heimischen Router notwendig – eine SIM-Karte muss nicht in das Alt-Smartphone eingelegt werden. Mit Ihrem anderen Mobiltelefon lassen sich dann die Überwachungsbilder einfach abrufen, die das als Webcam umgerüstete Handy knipst oder filmt. Übrigens lassen sich die Aufnahmen auch auf einem Computer per Browser anzeigen – das klappt allerdings nur mit dem Firefox-Browser.

    Bewegungsmelder in der Spycam-App aktiveren und weitere Einstellungen

    Optional lässt sich über die Einstellungen der „Alfed“-App eine Bewegungserkennung zuschalten, die die Kamera im Smartphone aktiviert, sobald es in seinem Umkreis eine Bewegung registriert. Außerdem bietet „Alfed“ noch einen Nachtmodus, sowie die Möglichkeit ausgewählten Personen, beispielsweise einem Nachbarn, den Zugriff zu den Aufnahmen des Smartphones zu gestatten. Bei Anzeichen eines Einbruchs wird dann eine Push-Benachrichtigung auf das Handy des Anwenders geschickt.

    Webcam-Smartphone aufstellen: So sorgen Sie für einen sicheren Stand

    Sobald das Überwachungs-Smartphone einsatzbereit ist, braucht man es nur noch dort zu positionieren, wo die Handy-Überwachungskamera ihren Dienst tun soll. Beispielsweise mit Blick auf Haus- oder Wohnungstür. Es empfiehlt sich für einen sicheren Stand beispielsweise ein biegsames Mini-Stativ zu verwenden – etwa den Monkey Pod von Rollei (ab 12 Euro). Zudem sollte sich eine Steckdose in der Nähe des Überwachungs-Phones befinden, um es mit Strom zu versorgen. Außerdem ist eine Passwortsperre angebracht. Damit lässt sich unerlaubter Zugriff auf das Kamera-Handy verhindern.

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