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    Winternotfall? So sicher ist die Energieversorgung

    Stürme, Unwetter, Kälte? hallo nachbar erklärt, wie robust unsere Energienetze sind und was im Notfall zu tun ist.

    Foto: © GettyImages / John Finney

    Der Winter hat bekanntlich seine tückischen Seiten, weil er die Menschen immer wieder auf die Probe stellt. Aufgrund des Klimawandels wird das Wetter unbeständiger und neigt zu starken Temperaturschwankungen. Laut Deutschem Wetteramt ist der Winter 2019/2020 deutlich wärmer als im vergangenen Jahr, in Osteuropa werden sogar durchschnittlich vier Grad mehr als im letzten Winter erwartet. Sobald das Thermometer aber unter null geht, beschäftigen sich viele mit der bangen Frage: Wie sicher ist eigentlich meine Energieversorgung? Und was mache ich, wenn die Heizung ausfällt?

    Unterirdische Stromleitungen: Stabil und wetterunabhängig

    Der letzte wirkliche Katastrophenwinter? Ist lange her. 1978 kam es in Nord- und Ostdeutschland zu extremem Schneefall und Temperatursturz, der Zug- und Straßenverkehr stand still, und die Insel Rügen war sogar für 48 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. In vielen Orten fielen Strom und Telefonnetze aus, da sich bis zu 30 Zentimeter dicke Eisschichten auf die Leitungen legten. Die Folge: Viele Strommasten brachen aufgrund der Belastung zusammen. Die beruhigende Nachricht – für solche Notfall-Szenarien sind deutsche Energieversorger heute viel besser gewappnet. Bei Strom-Knappheit kann etwa Strom sehr kurzfristig auch aus Nachbarländern wie Frankreich importiert werden. Zudem gibt es mittlerweile Strom- und Hybridspeicher, in denen auch Notreserven gelagert werden können. 2017 gab es im Stromnetz von EWE NETZ eine durchschnittliche Ausfallzeit von 3,2 Minuten pro Kunde. Zum Vergleich: In ganz Deutschland lag die durchschnittliche Zeit bei 15,1 Minuten. Ein Grund dafür: Seit vielen Jahrzehnten sind die EWE-Stromnetze fast ausschließlich unterirdisch verlegt. Immerhin sind es ingesamt 81.890 km, die das Netz umfasst.

    Auch die alljährlich befürchtete Dunkelflaute (wenn Wind- und Solarstromeinspeisung gar nicht oder nur sehr gering ausfallen) kommt deutlich seltener vor, als bislang angenommen. Das Deutsche Wetteramt hat ermittelt, dass es hierzulande im Schnitt zweimal im Jahr zu extremen Schwankungen kommen kann – 2018 fand die Dunkelflaute etwa gar nicht statt.

    Wichtige Hotline-Nummern: Was im Notfall zu tun ist

    Wenn die Witterung heftig ist und für ernsthafte Schäden sorgt, ist schnelle Hilfe gefragt. Bei überfluteten Kellern gilt etwa die Regel, dass man unbedingt vorher den Strom abstellen muss, bevor man anfängt, die Wassermassen mit Eimern zu betreten. Experten des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) warnen davor, dass das Wasser als elektrischer Leiter funktionieren könnte und somit als Gefahr nicht unterschätzt werden darf. Folgende Hotline-Telefonnummern sind wichtig, wenn man Kunde bei EWE ist:

    Stromausfall oder Störung:
    Tel. 0800 06 00 606

    Störung der Heizungsanlage:
    Tel. 0800 39 32 010

    Störung des Gas-Anschlusses:
    Tel. 0800 39 32 010

    Die Hotline ist 24 Stunden besetzt. Sollte EWE NETZ in Ihrem Ort nicht zuständig sein, schauen Sie bitte auf offizielle Schreiben wie Ihre Abrechnung. Dort finden Sie zumeist die Service-Nummer des für Sie zuständigen Netzbetreibers.

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