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    Fahrrad frühlingsfit machen: Die besten Tipps

    Der milde März ist da, jetzt kann man das Fahrrad wieder fit für den Frühling machen. hallonachbar.de gibt die besten Tipps, wie man lahme Drahtesel wieder flott macht. Plus: Wie wartet man E-Bikes?

    Foto: © Stocksy United / Julien L. Balmer

    1. Fahrrad putzen: Runter mit dem Dreck!

    Der milde Winter mit viel Regen war für jedes Rad ein Härtetest. Jetzt wird es Zeit, Felgen, Kette, Lenker, Bremsen und Schaltungen von Schmutz zu befreien. Ein absolutes No-Go: der Hochdruckreiniger von der Tankstelle. Der eignet sich ausschließlich für Autos, für Fahrräder ist die Powerbrause sogar richtig schädlich. Durch den Wasserdruck fließen wichtige Fette und Öle direkt aus den Muttern heraus, die man nicht einfach problemlos nachfetten kann. Die Folge: Schrauben setzen schnell Rost an, werden schnell porös und gehen kaputt. Fahrräder sollte man daher nur klassisch mit Lappen und einem Eimer Wasser reinigen. Mit alten Zahnbürsten kommt man auch an den Dreck in den kleinen Ecken wie Ritzel und Kette. Zusätzlich gibt es auch schmutzlösende Sprays, die festen Schmutz lösen.

    2. Teile einfetten

    Fette und Öle sind die wichtigsten "Nahrungsmittel" aller Fahrräder. Im Frühling wird das Rad wieder geschmeidig, wenn Kette und Schaltung sorgsam eingeölt werden. Wichtig dabei: Nicht die Bremsbeläge einfetten! Die Bremsbacken können dann nicht mehr nicht greifen. Nachdem die gereinigte Kette mit Öl eingerieben ist, unbedingt mit einem trockenen Lappen die Kette wieder abziehen. Sonst sammelt sich zu schnell neuer Dreck an der Kette.

    3. Schrauben nachziehen

    Zu lockere Schrauben entstehen vor allem bei "Vielfahrern", die sich zu selten um eine entsprechende Wartung ihres Rads kümmern. Durch hohe Belastung und tägliches Fahren verlieren Schrauben an Spannung und Halt – im schlimmsten können sie sich während der Fahrt lösen und einen Unfall auslösen. Daher regelmäßig die Stabilität der Schrauben und Muttern prüfen und gegebenenfalls nachziehen.

    4. Bremsen überprüfen

    Bremsen sind überlebenswichtig, keine Frage. Wenn Handbremsen nicht mehr richtig greifen, reicht oft schon das Auswechseln der Bremsbeläge. Die kann man einzeln im Fachhandel kaufen und ohne viel Aufwand selbst austauschen. Wer sein Rad täglich benutzt, sollte ein bis zweimal jährlich die Beläge erneuern – sind sie zu weit runtergefahren, werden die Speichen geschädigt. Als zweites müssen der Bremszüge gecheckt werden: Sind sie fest? Gibt es genügend Spannung? Bei Zweifeln unbedingt einen Fahrradmonteur aufsuchen.

    5. Schaltungen checken

    Die meisten Radfahrer brauchen selten mehr als drei Gänge. Wer aber per Mountainbike durchs Gehölz brettert oder kleine Steigungen bewältigen will, muss sich auf die Schaltungen verlassen können. Wenn die Kette ausgeleiert ist und erneuert wird, kann es vorkommen, dass anschließend immer noch die Schaltungen knirschen und knacken. Hier stecken häufig noch kleine Dreckteilchen im Ritzel oder in den Schaltungen. Auseinanderschrauben, reinigen, einfetten – danach sollte es besser klappen.

    6. Beleuchtung prüfen

    Auch wenn die Tage wieder länger werden und die Sommerzeit naht, braucht man zu späterer Stunde ein intaktes Licht. Anstecklichter waren viele Jahre verboten, sind aber mittlerweile gesetzlich erlaubt. Das Rücklicht darf allerdings nicht blinken, das Vorderlicht muss mindestens eine Reichweite von drei Metern haben. Am besten man investiert 100 bis 150 Euro für die Installation eines Nabendynamos. Der ist wartungsarm und im Vergleich zum klassischen Speichen-Dynamo einfach praktisch.

    7. Reifen, Mäntel und Luft

    Zum Fahrrad-Check gehört mehr als nur die Reifen aufpumpen. Ein strenger Blick auf die Mäntel ist vor allem nach einem langen Winter ratsam. Haben sich vielleicht Mini-Scherben oder andere Kleinstgegenstände im Mantel verheddert? Oder ist das Profil schlichtweg zu stark abgefahren? Dann ist der nächste platte Reifen bereits vorprogrammiert. Auch hier lohnt die Investition in gute Qualität: Ein paar guter und robuster Mäntel darf gerne 100 Euro kosten. Den empfohlenen Luftdruck kann man übrigens auf der Reifenflanke ablesen. Wer häufig auf unebenen Wegen unterwegs ist, sollte die Reifen nicht maximal aufpumpen, sondern dafür sorgen, dass die Reifen bei Widerstand auch leicht nachgeben können.

    8. E-Bike: Fahrrad-Check und Akkuleistung überprüfen

    Die beschriebenen Punkte von eins bis sieben gelten natürlich auch für E-Bike-Modelle. E-Bike-Fahrer sollten vor der ersten Fahrt im Frühling aber auch noch die Leistung ihres Akkus überprüfen, besonders nach längerem Stillstand. Im Fachhandel gibt es spezielle Messgeräte, die problemlos die Leistungsfähigkeit überprüfen. Auch im Frühling gilt: Unbedingt einen Neoprenschutz für den Akku besorgen, um ihn vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen. Ein System-Check beim Fahrradhändler prüft auch den Bordcomputer und die Aktualität der Software. Gegebenenfalls muss ein Update durchgeführt werden.

    9. Die professionelle Wartung: Fit für den Frühling

    Felgen sauber? Lenker eingestellt? Pedale justiert? Sattel geölt und korrekt eingestellt, aber trotzdem knirscht es noch? Oft handelt es sich dabei lediglich um Restbestände von Dreck, der sich im Winter angesammelt hat. Wer aber auch mit speziellem Fahrradreiniger, neuen Bremsbelägen und frischer Kette noch unzufrieden mit seinem Fahrrad-Check ist, sollte unbedingt eine professionelle Wartung beim Händler durchführen lassen. Ob Rennrad, Damenrad, Mountainbike oder E-Bike – die erste Frühlingsfahrt bei milden Temperaturen und warmer Luft ist schließlich ein alljährliches Highlight.

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