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    Mit Mehrwertsteuersenkung zur Photovoltaikanlage

    Im Rahmen des Konjunkturprogramms gilt seit dem 1. Juli 2020 der verminderte Mehrwertsteuersatz. Wer sich jetzt eine Photovoltaikanlage zulegt, spart nicht nur Energie, sondern auch bares Geld.

    EWE-Experte Andy Satzer Der Solarexperte
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    Andy Satzer, Leiter im Bereich Energiedienstleistung Vertrieb, ist bei EWE Experte für Photovoltaikanlagen. Schon seit 15 Jahren bewegt er sich in der Branche, war zuletzt Geschäftsführer eines Solargroßhandels. 2018 kam er zu EWE. Privat lebt er in Bremen.

    16 statt 19 Prozent: Bei größeren Anschaffungen fällt die Mehrwertsteuersenkung richtig ins Gewicht – und macht manchmal sogar den Wert einer kleineren Familienreise aus. Andy Satzer von EWE ist Experte in Sachen Solarenergie. Im Interview verrät er die aktuellen Vorteile bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage und was man dank steuerlicher Besonderheiten alles sparen kann.

    Warum ist jetzt der beste Zeitpunkt, in eine Photovoltaikanlage zu investieren?

    Andy Satzer: ‚Die Strompreise sind in der Vergangenheit stark gestiegen. Mit einer Photovoltaikanlage lassen sich die Kosten aktuell um bis zu 70 Prozent senken. Ungenutzten Strom können Sie ins Netz einspeisen – dafür gibt es die sogenannte Einspeisevergütung. Außerdem ist die Investition in eine Photovoltaikanlage im Laufe der vergangenen zehn Jahre wesentlich günstiger geworden – und die Technologie leistungsstärker. Mit der Mehrwertsteuersenkung lässt sich noch mal dick sparen.

    Wie profitiere ich beim Kauf von der Mehrwertsteuersenkung – gibt es einen Haken?

    Ganz wichtig: schnell sein. Die Mehrwertsteuersenkung gilt zwar noch bis zum 31. Dezember 2020, entscheidend dafür, dass sie zur Anwendung kommen kann, ist aber der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Im Falle einer Photovoltaikanlage ist das die Fertigstellung und Inbetriebnahme, nicht die Beauftragung des Baus. Sie sollten sich deshalb frühzeitig beraten lassen und für ein passendes System entscheiden. Bei EWE ist das bis Ende September möglich, um nach hinten raus ausreichend Puffer zu haben.

    Eine Ersparnis von 3% klingt erst mal nach nicht so viel. Haben Sie ein anschauliches Rechenbeispiel dazu, was ich am Ende wirklich spare?

    ‚Wenn Sie sich für ein Komplettsystem aus Photovoltaikanlage und Speicher entscheiden, kann so ein System 20.000 Euro kosten. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent würden Sie rund 500 Euro sparen. Davon könnten Sie sich beispielsweise anderthalb bis zwei Module extra leisten, die wiederum 600 Kilowattstunden im Jahr entsprechen. Oder Sie haben die 500 Euro einfach weniger an Kredit beziehungsweise mehr auf dem Konto.

    Auch mit Mehrwertsteuersenkung ist das noch viel Geld. Warum kann es sich steuerlich trotzdem lohnen, direkt in einen Speicher zu investieren?

    Die Entscheidung, ob Speicher oder nicht, ob jetzt oder später, ist wirklich ganz individuell. Aber wenn ein Speicher für Sie interessant und leistbar ist, sollte auch da die Entscheidung schnell fallen, damit Sie maximal profitieren können. Abschreibungen einer Photovoltaikanlage können in Ihrer Lohnsteuererklärung berücksichtigt werden. 2020 und 2021 lässt sich fast das zweieinhalbfache vom normalen Regelsatz abschreiben. Bei einem Komplettsystem für 20.000 Euro entspricht das immerhin 2.500 Euro.

    Gibt es aktuell noch weitere Ersparnisse, die ich mitnehmen kann?

    Absolut. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, gilt für Sie die garantierte Einspeisevergütung in aktueller Höhe für die nächsten 20 Jahre. Als Hintergrund: Die Vergütung richtet sich nach dem Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland. Der steigt stark an. Die Einspeisevergütung wird damit langfristig weiter sinken. Es lohnt sich daher umso mehr, sich den aktuellen Satz zu sichern.

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