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    E-Mobilität: So klappt’s mit der Wallbox-Förderung

    Hendrik Jansen Der Experte
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    Hendrik Jansen (32) arbeitet bei EWE GO in Oldenburg als Produktmanager für Privatkunden. Er ist der Meinung, dass Ladestationen in Zukunft fester Bestandteil jeder Immobilie sein werden.

    Seit dem 24.11.2020 gibt es eine staatliche Förderung für die Anschaffung einer Wallbox, also einer Ladeeinrichtung für Elektroautos. Wie hoch ist die?
    Für jeden Ladepunkt bekommt man pauschal 900 Euro. Diese Kosten muss man aber auch mindestens erreichen, das heißt, wenn ich mir eine Wallbox kaufe und installieren lasse, dann müssen die Gesamtkosten über 900 Euro liegen, sonst gibt es keine Förderung.
    Die Gesamtsumme der staatlichen Förderung reicht etwa für 200.000 Anträge, vier Wochen nach dem Start der Förderung waren bereits Anträge für 150.000 private Ladepunkte gestellt, das heißt, bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau, Anmerk.) sind bereits mehr als 135 von 200 Millionen der Fördermittel verplant. Wichtig zu wissen: Man kann die Förderung auch für mehrere Ladepunkte beantragen.

    Was sollte man noch beachten?
    Eine Förderung wird nur gewährleistet, wenn man für die Wallbox auch Ökostrom bezieht. Das lässt sich etwa über das Zuhause+ Paket von EWE sicherstellen. Dafür muss man sich ein entsprechendes Zertifikat ausstellen lassen und beim Förderungsantrag angeben. Damit die Wallbox durch die KfW gefördert wird, darf diese beim Betrieb eine maximale Ladeleistung von 11 kW liefern. Modelle, die zu einer Ladeleistung von 22 kW in der Lage wären, müssen auf 11 kW gedrosselt werden.
    Auch wichtig: Eine Wallbox bis 11 kW-Ladeleistung ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. Bei stärkeren Wallboxen ab 12 kW gibt es eine Genehmigungspflicht des Netzbetreibers. Das kann man online machen. Grundsätzlich gilt, um Gefahren zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten, dass elektrotechnische Arbeiten  - dazu gehört auch die Installation der Wallbox - ausschließlich von einem Elektrofachbetrieb durchgeführt werden dürfen.

    Für wen ist die Förderung geeignet? Was brauche ich für Voraussetzungen?
    Die Förderung richtet sich an Privatkunden, also nicht an Unternehmen mit größeren Fuhrparks. Nicht nur Eigentümer von Bestandsgebäuden, sondern auch Mieter und Vermieter können von der Förderung profitieren, sogar Wohnungseigentümergemeinschaften können sich zusammenschließen und die Förderung beantragen. Dank einer Gesetzesänderung aus dem vergangenen Jahr haben sich die Umstände für Mieter verbessert: Sie können jetzt besser und leichter über die Nutzung von Eigentumsfläche mitbestimmen. Oft reicht die schriftliche Einverständniserklärung des Vermieters, wenn dieser es vorher mit der Wohnungseigentümergemeinschaften besprochen hat. Die können das Vorhaben zur Installation einer Wallbox zwar nicht ablehnen, haben aber ein Mitspracherecht bei der Ausführung der Baumaßnamen. Die Kosten können dann anteilig unter den Nutzern der Wallbox verteilt werden, etwa in einem Mehrparteienhaus.

    Wo darf man denn eine private Wallbox hinstellen?

    Überall dort, wo wir auch von einem privaten Grundstück sprechen. Ob in einer Garage oder Tiefgarage, unter einem Carport oder seitlich einer Einfahrt – es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine private Wallbox vom Fachmann installieren zu lassen. Die Kosten sind von verschiedenen Faktoren abhängig: Wo genau ist der Standpunkt? Wie weit ist die Strecke zum Netzanschlusskasten? Müssen Wände durchgebrochen oder Erde verlagert werden?

    Wie hoch ist eigentlich der Verbrauch?
    Auf 100 km verbraucht ein vollelektrisches Fahrzeug zwischen 17 und 23 kWh. Die genaue Angabe unterscheidet sich nach Fahrzeugtyp, der individuellen Fahrweise und den gefahrenen Kilometern im Jahr.

    Mit welchen Kosten sollte man denn erst einmal rechnen?

    Generell lässt sich sagen, dass die Förderung nur für Wallboxen greift, die eine gewisse Intelligenz mitbringen. Man muss dazu wissen, dass sich Modelle grob in zwei Gruppen unterscheiden lassen: einfache und smarte Wallboxen. Einfache Wallboxen sind eigentlich nur potente Steckdosen, die bequem das schnelle und vor allem das sichere Laden ermöglichen. Smarte Varianten sind netzdienlich steuerbar, das heißt, dass der Netzbetreiber die Leistung herunterfahren kann, wenn das Netz mal überlastet sein sollte, und diese Fähigkeit fordert die KfW für die geförderte Hardware. Das heißt aber nicht, dass diese Steuerbarkeit vom Netzbetreiber zwangsläufig auch genutzt wird. Eine smarte Wallbox fängt bei 700 bis 800 Euro an und geht, je nach weiterer Ausstattung, bis 2.000 Euro – für einen Ladepunkt. Als EWE Go bieten wir unseren Kunden eine förderfähige Wallbox, auf Wunsch mit Installationsservice und somit alles aus einer Hand.



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