hallo nachbar
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    Alles neu macht der Mai auch in Balkonien

    Jetzt beginnt die Hauptsaison für Pflanzenfreunde! hallo nachbar zeigt, wie Sie aus Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse ein Sommerparadies machen – und selbst die kleinste Ecke für größtmögliche Gemütlichkeit nutzen können. Eine Expertin gibt Tipps für die Balkon- und Terrassengestaltung.

    Erika Brunken
    Die Akademieleiterin
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    Erika Brunken ist Diplom-Ingenieurin für Gartenbau. Seit 2004 leitet sie die Niedersächsische Gartenakademie in Bad Zwischenahn. Dort finden Hobby- und Freizeitgärtner praktischen Rat bei Seminaren, Gartenfahrten oder Vorträgen. Montags und freitags können sie sich jeweils zwischen 9 und 12 Uhr unter der Rufnummer 04403 983811 persönlich beraten lassen.

    Frühlingsblumen und Gartenequipment Bild: Getty Images

    Zwischen bunt blühenden Geranien den ersten Eiskaffee des Jahres trinken oder den Abend neben duftenden Kräutern ausklingen lassen: Wenn uns die Sonne ab Mai wieder verstärkt nach draußen lockt, erfreuen wir uns besonders an einem schön bepflanzten Balkon und gepflegten Grün auf der Terrasse. Aber was gilt es als Hobbygärtner nun eigentlich auszusäen oder im Balkonkasten einzupflanzen, um sich an satten Farben erfreuen zu können? Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie, rät für die Zeit ab Mai allgemein dazu, Blumenkästen und Kübel mit fertigen Pflanzen aus dem Gartencenter hübsch zu gestalten. „Gerade, wenn man nicht so viel Platz auf dem Balkon oder der Terrasse hat. Wer jetzt erst sät, muss vier bis sechs Wochen auf vorzeigbare Ergebnisse warten – bei dem tollen Wetter, ist das verschenkte Zeit“, so die Expertin.

    Bei guter Pflege, so die Garten-Expertin, würden Sommerblumen auf dem Balkon oder der Terrasse dann durchaus von Mai bis zum ersten Frost im Herbst blühen. Zur Pflege zählt zum einen, verblühte Teile einer Pflanze abzuschneiden, und zum anderen, das Düngen nicht zu vergessen. „Die meisten Pflanzen im Blumenkasten verhungern. Sie können ihr Potenzial nicht ausschöpfen, weil sie zu wenig Nahrung erhalten“, erklärt Erika Brunken. Bereits etwa zwei Wochen nach dem Bepflanzen sollten Gärtner daher zum ersten Mal düngen und es von da an alle 14 Tage wiederholen. Wem dafür Zeit und Ruhe fehlen: „Dem rate ich zu einem Langzeitdünger, den man direkt beim Einpflanzen unter die Erde mischen kann. Zwar ist er etwas teurer, hält dafür aber auch drei bis fünf Monate – also in der Regel fast die gesamte Saison.“ Wer sich unsicher ist, wann seine Pflanze neues Futter braucht: Anzeichen dafür, dass sie unter Nährstoffmangel leidet, sind aufgehellte oder gelblich werdende Blätter.

    Stressresistent und pflegeleicht: Geranien, Petunien und Mandevilla

    Als besonders robust unter den Blumengewächsen nennt die Expertin Geranien – alles andere als eine spießige Balkonpflanze und auch bei Jüngeren zunehmend beliebt! „Durch verschiedene Blatt- und Blütenmuster bieten Geranien heutzutage eine große Vielfalt. Daneben gibt es sogar Sorten mit leckerem Zitronenduft“, erklärt Erika Brunken. „Gleichzeitig sind sie ungemein pflegeleicht. Wenn sie ein heißes Wochenende über einmal nicht gegossen werden können, stecken sie den Stress in der Regel unbeschadet weg. Wer gar keine Zeit zum Gießen hat, wählt Sukkulenten, die in ihren dicken Blättern Wasser speichern und nur ganz wenig Zuwendung brauchen.“ Recht pflegeleicht und gerade im Trend als Balkonpflanze seien auch die kleinblumigen Petunien oder die blütenreiche Mandevilla. Letztere zählt zu den Rankpflanzen. „Sie ist also besonders geeignet, wenn man zum Beispiel nur einen kleinen Balkon hat und die Seiten, beziehungsweise Hauswände etwas begrünen möchte“, so die Pflanzenspezialistin.

    Dekorativ und dankbar: Kletterpflanzen und Kräuter

    In dieser Kategorie ebenfalls sehr dekorativ: die Schwarzäugige Susanne oder die Clematis, die Königin der Kletterpflanzen. „Es gibt spezielle Sorten für den Topf, damit die Pflanze nicht ganz so riesig wird wie normalerweise“, lautet ein Tipp von Erika Brunken. Hübsch für einen größeren Kübel oder Kasten sei die Süßkartoffel – eine üppige Blattschmuckpflanze, „die einen tollen Kontrast zu Blüten“ bildet – oder hängender Rosmarin. Überhaupt gelten Kräuter als äußerst dankbar. „Sie sind überwiegend sonnenliebend. Wer auf dem Balkon oder der Terrasse viel Schatten hat, kann heimische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Bärlauch anbauen – die fühlen sich auch im Halbschatten noch wohl“, sagt Brunken. Wer besonders naturbewusst ist: „Salbei und Thymian blühen lassen! Damit tun Sie Insekten Gutes.“

    Platz ist in der kleinsten Hütte - Clevere Ideen für die Terrassen- und Balkongestaltung
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