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    So koppelt man Bluetooth-Boxen im ganzen Haus

    Überall Musik, bitte! Mit modernen Soundvarianten kann man mittlerweile im ganzen Haus oder in der gesamten Wohnung seine Lieblingssongs hören, ohne das Eigenheim für teures Geld in ein Hightech-Musikstudio umzubauen. Die einfache Lösung heißt: Multiroom-System.

    Mann und Frau tanzen im Wohnzimmer
    Foto: © Shutterstock
    Tanzen durch das ganze Haus: Möglich wird's durch Multiroom-Lösungen mit Bluetooth-Boxen

    Die konventionelle und herkömmliche Klangerfahrung in den eigenen vier Wänden sah bislang so aus: Neben dem Bett wird man in der Früh vom Radiowecker geweckt. Gähnen, strecken, aufstehen und ins Bad schlurfen, wo man das (Dusch)Radio anschaltet, um beim Zähneputzen vielleicht die Nachrichten oder „Morning Has Broken“ von Cat Stevens zu hören. Frühstück in der Küche, dort wird das nächste stationäre Radio angeschaltet. Und wenn es die Zeit noch erlaubt, vielleicht noch einen Song von der neuen CD auf der Hi-Fi-Anlage im Wohnzimmer?

    Moderne Soundvarianten sind längst kabellos

     

    Soweit zur Vergangenheit: Im Streaming-Zeitalter mit Anbietern wie Spotify, Deezer, Apple Music & Co. hat die klassische Stereoanlage fast schon ausgedient. Wer nicht gerade die Vinyl-Renaissance feiert und Platten aus dem Keller entstaubt, hat sich wahrscheinlich längst eine Bluetooth-kompatible Anlage gekauft, die man bequem per Smartphone oder Tablet ansteuern kann. Die Technik ist erschwinglich und vor allem einfach: Einmal gekoppelt, werden Playlists oder einzelne Songwünsche vom gewünschten aktiviert und abgespielt. Auch die einstige Gretchenfrage – Wie stelle ich meine Lautsprecher für ein optimales Klangerlebnis auf? – hat sich für viele Musikfreunde vorerst erledigt. Der einzige Nachteil: Einen wirklichen Stereosound bekommt man mit nur einer einzigen Box nicht mehr, auch wenn viele Hersteller immer fortschrittlichere und moderne Geräte auf den Markt bringen, die den Monosound auszutricksen versuchen. Wer aber Musik in mehreren Räumen hören und nicht mehr nur auf eine Soundquelle angewiesen sein möchte, sollte sich mit den Vorzügen eines Multiroom-Systems beschäftigen.

    Viele Räume, gleicher Sound: das Multiroom-System

    Multiroom-Lösungen sind nicht nur flexibel, sondern aktuell auch das angesagteste Segment auf dem Hi-Fi-Markt. Sie bestehen aus einem kleinen Set an Stand- und Miniboxen, die über mehrere Zimmer verteilt werden. Einen Standardaufbau gibt es dabei nicht, je nach Hersteller (und vor allem nach persönlichem Wunsch) kann man die Boxen so aufstellen, wie man es möchte. Ein Multiroom-System kann auch eine langfristige Anschaffung sein, wenn etwa zusätzliche Boxen in Zukunft noch dazukommen sollen – aufstocken kann man jederzeit. Hersteller Sonos arbeitet etwa mit einer Kombination aus zwei Systemen: Während das Songsignal via Bluetooth gesendet wird, sind die einzelnen Boxen jeweils per WLAN miteinander gekoppelt. Sie funktionieren, im Gegensatz zu einem stationären Router, als eigenständige Repeater, die das Signal an die jeweils nächste Box schicken. Gerade für Häuser und Wohnungen mit wackeligem oder nicht ausreichendem WLAN-Signal für alle Räume ist diese Multiroom-Variante eine optimale Lösung. Einzige Voraussetzung: Eine Sonos-Box muss per Netzwerkkabel mit dem häuslichen Router verbunden sein, damit die anderen miteinander optimal arbeiten können.

    Spielerische Einrichtung für optimalen Sound

    Egal welcher Hersteller, bei allen Multiroom-Systemen wird man zum Setup über Bildschirmdialoge durch die Installation geführt. Parallel dazu muss man bei den meisten Systemen auch eine entsprechende App des Herstellers herunterladen. Die gute Nachricht: Immer mehr Hersteller erkennen, dass sich Flexibilität auszahlt – via AirPlay 2 kann man etwa von Apple-Geräten alle Boxen im Haus direkt ansteuern, ohne den Umweg über eine entsprechende App nehmen zu müssen. So kann man auch Songs oder Videos von YouTube auf die Multiroom-Anlage bringen.

    Optimale Akustik lässt sich digital ausmessen

    Der Vorteil von Multiroom-Systemen ist auch die akustische Flexibilität, so lassen sich einzelne Boxen etwa digital ausmessen. Bei Hersteller Sonos heißt die Funktion „Trueplay“: Dabei geht man während eines Songs mit seinem Smartphone oder Tablet von Raum zu Raum, während das System die optimale Akustik kalibriert. Auch weitere Hersteller wie Teufel, Bose, Denon oder Yamaha bieten diese Form der Sound-Optimierung an, die sich problemlos erstellen lässt. Bei klassischen Stereoanlagen konnte man diese Kalibrierung nur durchführen, wenn man für viel Geld ein entsprechendes Mikrofon kaufte – eher eine Angelegenheit für absolute Klangfetischisten.

    Hey, Google! Multiroom-Speaker im Zusammenspiel mit Sprachassistenten

    In Zeiten von Google Home & Co. lassen sich die gängigen Multiroom-Lösungen auch mit verschiedenen Sprachassistenten verbinden. Ob Alexa, Amazon Echo oder Echo Dot – die jeweiligen Speaker kann man problemlos in das neue Audiosystem integrieren. Einzig Google Home ist aktuell noch nicht mit Systemen von Sonos kompatibel, aber auch diese technische Lücke soll laut Hersteller schon bald behoben werden.

    Multiroom-Systeme: Für wen geeignet?

    Bleibt die Frage, was man für die neue musikalische Freiheit investieren möchte. Einzelne Bluetooth-Boxen sind bereits ab knapp 100 Euro erhältlich. Je nach Größe der Wohnung oder nach Ausstattung, kann man mehrere Boxen dazukaufen und dementsprechend koppeln. Nicht vergessen darf man allerdings, dass mehrere Boxen natürlich auch mehr Energie und vor allem Bandbreite beanspruchen. Neben der Akkuleistung beanspruchen beispielsweise vier Boxen im synchronen Einsatz eine große Menge an Breitband-Internet. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man nebenbei noch mehrere Netflix-Filme in UHD streamt (etwa im Haus einer Großfamilie), sollte also eine schnelle DSL- oder Glasfaserverbindung vorhanden sein.

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