hallo nachbar
Suche
Suche schließen

    Dazu haben wir 131 Artikel gefunden

    Teilen
    
    Wie aus heiterem Himmel Upcycling-Ideen für Kinder

    "Digitale Assistenten werden sich durchsetzen"

    Eine Spülmaschine, die automatisch Tabs nachbestellt, wenn die Packung sich dem Ende zuneigt? Keine Utopie, sondern derzeit schon möglich. Im Interview erzählt Robert Spanheimer, Experte beim Digitalverband „Bitkom e. V.“, was sich sonst in Sachen Smart Home gerade so tut.

    Robert Spanheimer
    Der "Smartheimer"
    Mehr erfahren
    Robert Spanheimer, 41, ist Referent "Smart Grids & Smart Home" beim Digitalverband "Bitkom e.V.". Auch er setzt zuhause auf intelligente Anwendungen: Robert Spanheimer nutzt einen digitalen Assistenten, eine intelligente Heizungssteuerung und einen Staubsaugerroboter, den er besonders schätzt. 

    Smart Home ist auf dem Vormarsch – in wie vielen Haushalten ist das vernetzte Zuhause denn schon Alltag?
    Hier muss man unterscheiden, ob zum vernetzten Zuhause schon der internetfähige Fernseher gilt oder erst Anwendungen wie Lichtsteuerung, automatisierte und ferngesteuerte Heizungen oder die Möglichkeit, die Alarmanlage per App vom Tablet aus zu steuern. Da sind die Zahlen nämlich noch deutlich geringer. Schätzungsweise jeder fünfte Haushalt nutzt Smart Living-Produkte.

    Heizung, Licht oder Alarmanlage – in welchen Bereichen setzt sich denn Smart Home im Alltag durch?

    Die Themen Sicherheit und Energieeffizienz sind zurzeit richtige Treiber. Das liegt auch daran, dass der Einbruchsschutz deutlich günstiger geworden ist, zum Beispiel die Ausstattung mit Überwachungskameras. Aber auch intelligente Heizungssteuerungssysteme werden viel genutzt. Was den Markt aber derzeit besonders bewegt sind die digitalen Assistenten.

    Die viele noch als Spielerei bezeichnen …
    Ja, aber die werden omnipräsent sein. Vor allem, weil sie bald integriert werden in neue Fernsehgeräte. Damit werden der Lautsprecher und der Monitor miteinander verbunden. Die Visualisierung wird die Nutzung der Sprachassistenten nochmal deutlich verändern. Das wird auch das Einkaufen im Internet verändern.

    Komfort, Energie intelligent nutzen – welche Aspekte von Smart Living werden sich in den kommenden Jahren noch weiter durchsetzen? Und welche Neuerungen können wir erwarten?
    Der Aspekt der Komfortsteigerung steht mit Sicherheit weiter im Vordergrund. Was immer mehr kommen wird, ist, dass man mit den Geräten sprechen kann und auch über den Bildschirm ein Feedback zu bestimmten Dingen geben kann. Aber auch, dass Geräte anfangen werden, automatisiert Verbrauchsmaterialien zu bestellen.

    Das intelligent gesteuerte Zuhause denkt mit. Wie sieht das konkret aus?
    Was wir schon bald erleben werden ist, dass dank Smart Meter ausgezählt wird, wie viele Gänge die Spülmaschine schon durchlaufen hat und dann automatisch neue Tabs bestellt. Diese Anwendungen sind auch schon im Markt.

    Welche Vorteile bietet Smart Living im Bereich Energieeffizienz für Nutzer?

    Das beste Beispiel sind die intelligenten Thermostate, die über Geo-Fencing funktionieren. Die Heizung merkt also, wenn der letzte Bewohner das Haus verlässt und reguliert die Temperatur dann nach unten. So lassen sich bis zu 20 Prozent der Heizkosten einsparen.

    Was ist zurzeit Trend in Sachen Smart Home?
    Intelligente Beleuchtungssysteme sind derzeit sehr gefragt. Und Systeme zum Erkennen unverschlossener Wohnungstüren, ob der Herd an ist – also Anwendungen, die einem den Alltag erleichtern, Sorgen abnehmen können und Sicherheit bieten. Ein weiterer Trend ist das Ambient Assisted Living, also das selbstbestimmte Wohnen in den eigenen vier Wänden auch im Alter noch. Hier werden intelligente Zähler installiert und Angehörige können dann erkennen, ob die Oma oder der Opa beispielsweise bestimmte elektronische Geräte benutzt haben oder ob ungewöhnliche Pausen entstehen. Sozusagen ein Hausnotruf ‚light’.

    Bildnachweis: Shutterstock

    Wie fanden Sie diesen Artikel?

    14 Bewertungen