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    Einmachen, Einkochen, Dörren

    Herbst ist Erntezeit. Aber wohin mit dem vielen Obst aus dem Garten? Birnen einkochen, Pflaumen dörren und Äpfel einmachen! Mit selbst eingekochter Marmelade oder knackigem Dörrobst auf dem Tisch kann der Winter kommen.

    Dörren: Knackig und gesund

    Wie funktioniert Dörren?
    Obst einzutrocknen, um es haltbar zu machen, ist eine der ältesten Konservierungsmethoden überhaupt. Die Lebensmittel werden dafür entkernt, von der Schale befreit und in kleine Stücke geschnitten. Anschließend werden sie über Stunden getrocknet, bis ihr Feuchtigkeitsgehalt auf zehn bis 15 Prozent zurückgeht. Das hemmt die Fäulnis und das Obst wird für Wochen bis Monate haltbar.

    Welches Obst eignet sich fürs Dörren?
    Pflaumen, Zwetschgen, Aprikosen, Äpfel, Birnen etc. Extra dünn geschnittene Apfelringe sind ein toller, gesunder Ersatz für Kartoffelchips! Da Dörrobst schonend bei Temperaturen zwischen 30 und 70 Grad getrocknet wird, bleiben hier besonders viele Nährstoffe erhalten.

    Was braucht man fürs Dörren?
    Einen Dörrautomaten: Hier werden die Fruchtstücke auf Dörrgitter gestapelt. Ein Heizelement und ein Gebläse sorgen für eine gleichmäßige Temperatur und Belüftung. Kleinere, günstige Geräte gibt es ab 30 Euro, große, hochwertige Geräte für größere Mengen kosten schon um die 1.000 Euro. Dörrgeräte laufen lang, deshalb ist hier der Energieverbrauch besonders interessant. Die Food-Blogger von „Grüne Smoothies“ haben den Energieverbrauch einmal exemplarisch bei einem vollbeladenen Gerät gemessen: Im Schnitt verbrauchte der Dörrautomat knapp 300 Watt pro Stunde. Macht bei einer Dörrzeit von zwölf Stunden circa einen Euro. Wichtig: Der tatsächliche Stromverbrauch hängt auch von Menge und Temperatur ab. Alternative: das Eintrocknen des Obsts im Backofen, am besten bei Umluft, damit Luft zirkuliert. Nachteil: Die Temperatur lässt sich nicht so gut regulieren wie beim Automaten. Tipp: Klemmen Sie einen Holzlöffel in die Backofentür, damit Luft entweichen kann.

    Einkochen: Gekochtes im Glas

    Wie funktioniert Einkochen?
    Beim Einkochen gibt man das Obst aus dem Garten in ein spezielles Einkoch- oder Weckglas und erhitzt es anschließend im Wasserbad. Die Hitze erzeugt einen Überdruck, da sich die Luft und der Wasserdampf im Glas ausdehnen. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum, das den Deckel luftdicht verschließt. Dadurch werden die Lebensmittel sterilisiert und haltbar.

    Welches Obst eignet sich fürs Einkochen?
    Pflaumen, Zwetschgen, Birnen, Pfirsiche, Kirschen, aber auch Äpfel. Die Nährstoffe bleiben überwiegend erhalten. Haltbarkeit: etwa ein Jahr.

    Was braucht man fürs Einkochen?
    Einen normalen Kochtopf plus Einlegegitter für die Gläser sowie ein Thermometer, um die Temperatur zu prüfen. Es gibt auch spezielle Einkochtöpfe, die meist über eine Extra-Öffnung fürs Thermometer verfügen. Preis für Einkochtopf, Gitter und Thermometer: ab 50 Euro. Am einfachsten und besten ist allerdings ein Einkochautomat mit eigenem Stromanschluss. Vorteil: Er hält die Temperatur des Wassers konstant. Manche Geräte verfügen sogar über eine Zeitschaltuhr. Preis: ab 85 Euro aufwärts.

    Einmachen: Mus und mehr

    Wie funktioniert Einmachen?
    Im Gegensatz zum Einkochen wird hier das Obst bereits vorher gekocht und zubereitet und erst anschließend heiß in saubere Schraubgläser gegeben und verschlossen. Dann werden die Gläser auf den Kopf gedreht, damit im Inneren ein Vakuum entsteht. Beim Öffnen hört man dann das berühmte „Plopp“.

    Welches Obst eignet sich fürs Einmachen?
    Äpfel, Zwetschgen und vieles mehr. Daraus kocht man vorher Konfitüre, Gelees, Chutneys oder leckeres Mus. Haltbarkeit: ein bis zwei Jahre.

    Was braucht man fürs Einmachen?
    Ein normaler Topf zum Kochen plus Gläser mit Schraubverschluss reichen aus. Damit ist das Einmachen die einfachste und kostengünstigste Art, Lebensmittel haltbar zu machen.

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