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    9 to 5? Nein danke!

    Keiner will sie, jeder hat sie: Vorurteile. Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu. Wir alle wurden schon früh in Stereotype gezwängt, die für unsere Entwicklung nicht ohne Folgen blieben. Klischees begleiten oft ein Leben lang. Eine zehnteilige Serie rund um Diversity und Vielfalt will Schluss machen mit Vorurteilen und Klischees. Bis zum Deutschen Diversity-Tag am 18. Mai steht jede Woche eine Kollegin oder ein Kollege aus dem EWE-Konzern im Fokus. Sie berichten auf hallonachbar.de, warum sie gerade nicht ins Klischee passen.

    Foto: Nadine Auras
    Diversity-Serie Teil 4 – Philipp Kiesel Der Bereitschaftsmann
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    Für Philipp Kiesel (32) wäre eine Arbeitswelt von 9 bis 5 demotivierend. Er liebt Abwechslung und Selbstorganisation, auch wenn es einmal stressig wird. Nach eineinhalb Jahren Meisterausbildung finde er seinen Ausgleich zum Job wieder im Sport. “Ich trainiere, um an Hindernisläufen wie Tough Mudder und Xletics teilzunehmen. So bekomme ich den Kopf frei.”

    Es ist die Unterschiedlichkeit aller Kolleginnen und Kollegen, die EWE ausmacht. Sie bringen sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Charakteren ein in den EWE-Konzern und schaffen ein kollegiales Miteinander, das die Arbeit jeden Tag von neuem spannend und abwechslungsreich macht. Heute geht es in der Diversity-Serie um Philipp Kiesel und seinen vielfältigen Arbeitsalltag im Bereitschaftsmodus.

    Diversity-Serie Teil 4 – Philipp Kiesel

    Der klassische Büro-Arbeitstag von neun Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags existiert schon lange nicht mehr. Genau nach der Stechuhr zu arbeiten scheint passé, zeigen eine Vielzahl von Studien und auch der gelebte Arbeitsalltag bei EWE. In neue Arbeitswelten, in unterschiedliche Arbeitsweisen, in denen wir verstärkt durch die Corona-Pandemie arbeiten und die auch unsere Zukunft maßgeblich mitbestimmen werden, wachsen wir hinein. Manchmal auch unbewusst. Der Einsatz moderner Kommunikationsmittel und die flexiblen Arbeitszeiten machen es möglich. Auch da zeigt sich die Vielfalt im EWE-Konzern.

    Flexibilität war und ist in Philipp Kiesels Job schon immer an der Tagesordnung. Der gelernte Anlagenmechaniker ist stellvertretender Bezirksmeister bei EWE NETZ in Fürstenwalde und berufsbedingt schon immer im Bereitschaftsdienst tätig gewesen. Arbeiten von „9 to 5“ war noch nie ein Thema für ihn, auch wenn Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft kein Zuckerschlecken sind. Wer immer auf dem Sprung sein muss, weiß ein Lied zu singen von Einsätzen zu ungewöhnlichen Uhrzeiten, schläft in Bereitschaftszeiten unruhiger und Freizeitmöglichkeiten sind eingeschränkter.

    Drei Fragen an Philipp Kiesel, der für seinen Beruf und den Bereitschaftsdienst eine Lanze brechen will:

    Der Kern unseres Geschäftes ist die Daseinsvorsorge, die Infrastruktur verlangt höchste Aufmerksamkeit, die Menschen in unserer Region verlassen sich darauf, zuverlässig mit Strom, Gas oder Wärme versorgt zu werden. Warst Du Dir dieser Verantwortung bewusst, als Du Dich für Deinen Beruf entschieden hast?

    Als Mitarbeiter in der Energieversorgung habe ich mich ganz bewusst entschieden in den Diensten der Menschen in unserer Region zu stehen. Diese Verantwortung teilen wir uns beispielsweise mit Krankenschwestern, Ärzten, Feuerwehrleuten und vielen anderen. Mit der Entscheidung zu einem solchen Beruf haben wir uns für eine Versorgung rund um die Uhr entschieden, also auch für den Bereitschaftsdienst. Dazu stehe ich, auch wenn dieser Bereitschaftsdienst eine Herausforderung ist. Er gehört dazu und ist enorm wichtig. Nicht auszudenken was passieren könnte, wenn wir nach 17 Uhr, also einem ganz klassischen Feierabend, nicht bereitstünden. Es macht mich außerdem auch stolz, ein so wichtiger Teil der Gesellschaft zu sein.

    Der Entstörungsdienst ist aus meiner Erfahrung ein großes Aushängeschild für einen Netzbetreiber. Darüber werden wir äußerst positiv wahrgenommen und die Kunden sind dankbar, wie schnell EWE NETZ bei Störungen vor Ort ist und hilft, auch wenn es öfter mal Fehlalarme sind.

    Kannst Du Dir einen „9 to 5“-Arbeitsalltag eigentlich vorstellen?

    Starre Arbeitstage kenne ich nicht und mag ich nicht. Bevor ich bei EWE NETZ angefangen habe, war ich bei einem Dienstleister tätig, der für einen Netzbetreiber gearbeitet hat. Damals, gleich im Anschluss an meine Ausbildung zum Anlagenmechaniker, war ich auch schon im Bereitschaftsdienst. Allerdings war das ein „Bereitschaftsdienst in zweiter Welle“. Wir haben uns also eher um die Reparaturen der Leckagen gekümmert, nicht um die Ersteinsätze.

    Eine Arbeitswelt von 9 bis 5 würde mich tatsächlich demotivieren. Ich bin sehr froh, mir die Arbeit selbst einteilen und organisieren zu können. Gemeinsam mit meinen Kollegen aus der Bezirksmeisterei Fürstenwalde bin ich in vielen, vielfältigen Bereichen tätig. Wir betreuen beispielsweise die Wärme- und Kälteanlagen in großen Hotels, wir arbeiten an unseren eigenen Gasanlagen und an den Wärmeanlagen von EWE VERTRIEB, koordinieren Projekte und unsere Dienstleister, wenn Straßenbaumaßnahmen anstehen und Gasleitungen gebaut oder umverlegt werden müssen. Wir sind mal im Büro und mal bei Kunden oder auf Baustellen. Kein Tag ist wieder der andere. Das ist sehr abwechslungsreich und genau meine Welt. Ich bin sehr froh, eine solche Arbeit zu haben, in der ich in so viele Bereiche schauen kann und einen so wichtigen Job für die Sicherheit der Menschen mache.

    Wie vereinbarst Du Deine Arbeit und Deine Freizeit miteinander? Hast Du vielleicht ein paar Tipps, wie Du die Balance gut halten kannst, trotz der Herausforderung des 24/7-Bereitschaftsdienstes?

    Das Stichwort ist für mich Zeitmanagement. Ich nutze die Gleitzeit, so dass ich Überstunden oder Mehrarbeitszeit, die im Bereitschaftsdienst durch Einsätze nun einmal anfallen, direkt kompensieren kann. Notwendige private Termine, lege ich meist direkt an die „normale“ Arbeitszeit. Dann bin ich gezwungen, tatsächlich Feierabend zu machen.

    Einen echten Ausgleich und den Kopf frei bekomme ich beim Sport. Ich trainiere, um an Hindernisläufen wie Tough Mudder und Xletics teilzunehmen. Das macht richtig Spaß und powert aus. Nach meiner Meisterausbildung, die ich neben meinem Job eineinhalb Jahre absolviert habe, ist Sport für mich jetzt wieder der Nummer-Eins-Ausgleich in der Freizeit.

    Ein Tipp für den Bereitschaftsdienst möchte ich noch geben: Optimal läuft es, wenn die Bereitschaft unter möglichst vielen Kollegen aufgeteilt wird, wenn alle mitmachen. Wir in Fürstenwalde sind zu viert. Einmal im Monat bin ich also für eine ganze Woche im Bereitschaftsdienst. Der Jahresplan steht rechtzeitig, so dass die Arbeits- und Freizeit sehr gut planbar ist. Wir sind dennoch sehr flexibel und halten uns gegenseitig den Rücken frei. Das macht ein gutes Team eben aus. Und das motiviert mich jeden Tag aufs Neue, einen guten Job für EWE NETZ zu machen.

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