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    Öffentliches WLAN: So sichern Sie Ihre Daten

    Öffentliche WLAN-Netzwerke sind praktisch. Vor allem, wenn man unterwegs ist, eine Internetverbindung braucht, nicht das eigene Datenvolumen belasten will oder das LTE-Signal zu schwach ist. Sie stellen aber auch ein Sicherheitsrisiko dar, da sich andere User im selben WLAN leicht einen Zugriff auf unser Smartphone, Tablet oder Laptop verschaffen können. Wie Sie eine sichere und verschlüsselte VPN-Verbindung zum eigenen Netzwerk oder Router herstellen – und somit Ihre Daten absichern können – und welche weiteren Tipps es gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

    © 2022 Gorodenkoff/Shutterstock

    Nicht nur bei Reisen im Ausland sind öffentliche WLAN-Netzwerke im Hotel, im Café oder am Flughafen eine willkommene technische Hilfe. Statt das eigene Datenvolumen zu beanspruchen (oder über die Smartphone-Funktion „Persönlicher Hotspot“ etwa den Laptop mit dem Internet zu verbinden), reicht ein Passwort, um das WLAN gratis zu nutzen. Viele Netzwerke bieten die Nutzung sogar ohne Kennwort an.

    Der vermeintliche Komfort hat aber Sicherheitslücken: Andere Nutzer im selben WLAN könnten sich Zugriff auf ihr Smartphone/Tablet/Laptop verschaffen – und so an sensible Daten gelangen. Auf folgende Aktionen sollte man daher in unverschlüsselten Netzwerken verzichten:

    • Online-Banking
    • Online-Shopping
    • das Nutzen und Teilen weiterer sensibler Daten

    Wer unterwegs in öffentlichen WLAN-Netzen dennoch nicht auf Banktransaktionen, Online-Shopping und Co. verzichten möchte, für den gibt es nur eine Möglichkeit: Das Surfen via VPN-Verbindung. Die Abkürzung VPN steht für „virtuelles, privates Netzwerk“. Im Internet bewegt man sich dank VPN wie in einem Tunnel: Eine private Verbindung wird aufgebaut, damit Daten bei der Nutzung von öffentlichen WLANs gesichert werden und nicht einsehbar sind.

    So geht's: VPN-Verbindung einrichten und sicher im WLAN surfen

    Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter für VPN-Software, die ein Abo-Bezahlmodell anbieten. Die Branchenwebsite heise.de empfiehlt unter anderen die Anbieter NordVPN, CyberGhost und Mullvad, für die man monatlich maximal knapp fünf Euro bezahlen muss. Zudem gibt es auch viele Anti-Virenprogramme, die eigene Apps für VPN anbieten.

    Nach Installation der Software können Sie loslegen: Aktivieren Sie das VPN, bevor Sie eine Verbindung zum öffentlichen WLAN herstellen. Der virtuelle Tunnel ist auch beim mobilen Arbeiten dringend zu empfehlen, wenn man etwa sensible oder geheime Daten des Arbeitgebers bearbeiten oder verschicken möchte. Ist die VPN-Verbindung aktiviert, müssen Sie sich keine Sorge mehr um etwaige Sicherheitslücken machen. Ein weiterer Weg, um sicher im öffentlichen WLAN zu surfen, ist die VPN-Verbindung zum eigenen Router. Hierzu muss das VPN sowohl am Smartphone, Tablet oder Laptop aktiviert werden, als auch am Router zu Hause. Die Daten werden dabei zwischen Endgerät und der Gegenstelle exklusiv ausgetauscht und können im WLAN-Netzwerk nicht mitgelesen werden. Bei einer FRITZ!Box wäre der Vorgang so:

    • Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "Internet".
    • Klicken Sie im Menü "Internet" auf "Freigaben".
    • Klicken Sie auf die Registerkarte "VPN (IPSec)".
    • Klicken Sie auf "VPN-Verbindung hinzufügen".

    Sicher im WLAN: Achten Sie auf verschlüsselte Seiten

    Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist die bewusste Nutzung von verschlüsselten Websites. Aber wie erkennt man diese? Wenn Sie beim Online-Shopping etwa persönliche Daten (Anschrift, Kontodaten, etc.) angeben sollen, prüfen Sie in der Adresszeile, welches Kürzel der Webseitenname voransteht. Eine verschlüsselte Seite erkennt man stets an dem Kürzel „https“. Bei einer unverschlüsselten Seite steht nur ein „http“ – es fehlt also der Buchstabe „s“ am Ende.

    Zusätzlich zur Nutzung von VPN-Software und der Nutzung verschlüsselter Websites gibt es eine paar weitere grundsätzliche Tipps für gefahrenloses Surfen im Internet:

    • Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Software: Stellen Sie sicher, dass Betriebssystem, Apps und Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand sind. Aktualisierungen enthalten oft wichtige Sicherheits-Updates, die Ihre Geräte vor bekannten Schwachstellen schützen können.
    • Deaktivieren Sie Datei- und Druckerfreigabe: Stellen Sie sicher, dass die Datei- und Druckerfreigabe auf Ihrem Gerät deaktiviert ist, wenn Sie sich mit einem öffentlichen WLAN verbinden. Dadurch wird verhindert, dass andere Benutzer im Netzwerk auf Ihre Dateien zugreifen können.
    • Verwenden Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Ihre Konten, wo immer möglich. Dadurch wird eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzugefügt, da ein Angreifer nicht nur Ihr Passwort, sondern auch den zweiten Authentifizierungsfaktor benötigt, um auf Ihr Konto zugreifen zu können. Im Online-Banking gehört diese Form der Authentifizierung bereits zum Standard.
    • Aktivieren Sie die Firewall: Stellen Sie sicher, dass die Firewall auf Ihrem Gerät aktiviert ist. Eine Firewall überwacht den Netzwerkverkehr und blockiert potenziell schädliche Verbindungen.

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