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    Wie aus heiterem Himmel

    Für die meisten ist es eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Doch Frühling und Sommer haben auch eine Kehrseite: Rund 95 Prozent aller Blitzeinschläge in Deutschland finden in diesen fünf Monaten statt. Dank moderner Blitzableiter droht Menschen in geschlossenen Räumen keine Gefahr. Telefone und DSL-Router können jedoch Schaden nehmen.

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    Alexander Hoffmann
    Der "Blitzableiter"
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    Alexander Hoffmann steuert bei der EWE TEL GmbH seit 2013 das Technische Service Center. Seine Aufgabe ist es unter anderem, auf das aktuelle Störungsaufkommen zu reagieren und Personal und Technik entsprechend einzusetzen. Mit seiner Lebensgefährtin und den drei gemeinsamen Kindern wohnt Alexander Hoffmann in Oldenburg. Die Familie steht in der Freizeit an allererster Stelle. Ausgleich zum manchmal stressigen Job findet der 32-Jährige aber auch bei sportlichen Aktivitäten wie Fitness und Laufen.

    Grund dafür sind Überspannungen, die im Strom- oder Telefonnetz durch Blitzeinschläge ausgelöst werden. Besonders ärgerlich: Blitzschäden gelten als höhere Gewalt und fallen damit nicht unter die Herstellergarantie. Helfen kann dann nur noch ein zusätzlicher Überspannungsschutz in der Hausratversicherung. Was also können Kunden tun, um sich vor ärgerlichen Schäden zu schützen? hallo nachbar fragt nach bei Alexander Hoffmann von der EWE TEL GmbH.

    Herr Hoffmann, können Sie sich eigentlich noch auf den Sommer freuen?

    (lacht) Ja, privat auf jeden Fall. Beruflich weiß ich allerdings, dass eine besonders intensive Zeit auf meine Kollegen und mich zukommt.

    Warum – was ist denn da los?

    Von Mai bis September registrieren wir rund vier Mal so viele Anrufe wie sonst bei uns im Technischen ServiceCenter. Meistens geht es um Endgeräte wie Router oder Telefone, die durch einen Blitzeinschlag zu Schaden gekommen sind. Wir bereiten uns aber gezielt darauf vor.

    Wie machen Sie das?

    Zunächst mal, indem wir die Kunden schon vorab für die Thematik sensibilisieren, zum Beispiel durch Hinweise auf der Rechnung. Auch auf unseren Internetseiten findet man Checklisten, was in der Gewittersaison zu tun ist. Außerdem fokussieren wir das Personal ganz gezielt auf diesen Bereich, damit den Kunden im Ernstfall schnell geholfen werden kann. Die Shops und unsere Lager statten wir mit einer deutlich höheren Zahl an Endgeräten aus, so dass Kunden schnell Ersatz bekommen können.

    Wie reagieren die Kunden?

    Die meisten sind sehr verständnisvoll. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man länger als üblich in der Warteschleife hängt – das würde uns ja selbst auch nicht anders gehen. Wenn wir dann aber die Hintergründe erklären, verstehen die Kunden in der Regel, dass es hier um eine Wettersituation geht, die wir nicht beeinflussen können. Unsere Kollegen arbeiten mit Hochdruck, um allen Kunden möglichst schnell zu helfen. Man kann seine Störung aber übrigens auch über andere Wege melden – die „Tel-Service“-App ist ein besonders einfacher und komfortabler Weg.

    Was muss ich denn nun tun, wenn mein Endgerät nach einem Gewitter nicht mehr funktioniert?

    Als erstes empfehlen wir immer einen Neustart des Geräts – also für zehn Sekunden vom Strom nehmen und danach wieder mit dem Stromnetz verbinden. In vielen Fällen hilft das. Allerdings nicht mehr, wenn wirklich ein Blitzschaden vorliegt. Dann ist das Gerät kaputt und muss ausgetauscht werden. Mein Tipp: Viele Hausratversicherungen bieten einen zusätzlichen Überspannungsschutz an und übernehmen dann in diesen Fällen die Kosten. In den EWE ServicePunkten sind die Geräte in der Regel vorrätig.

    Kann man denn einen Blitzschaden nicht von vornherein vermeiden?

    Doch – das geht sogar sehr einfach. Einfach den Stecker ziehen, wenn ein Gewitter aufzieht. Ich empfehle das vor allem vor längeren Abwesenheiten wie zum Beispiel in der Urlaubszeit. Das ist die einzige Variante, die 100-prozentigen Schutz bietet. Vorbeugend kann man mit einer Stromleiste mit Überspannungsschutz arbeiten, um das Risiko bei Gewitter zu minimieren.

    Vielen Dank für das Gespräch.

    Checkliste - das ist zu tun
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