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    Diversity bei EWE: Neue Rollenbilder im Check

    Keiner will sie, jeder hat sie: Vorurteile. Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu. Wir alle wurden schon früh in Stereotype gezwängt, die für unsere Entwicklung nicht ohne Folgen blieben. Klischees begleiten oft ein Leben lang. Eine zehnteilige Serie rund um Diversity und Vielfalt will Schluss machen mit Vorurteilen und Klischees. Bis zum Deutschen Diversity-Tag am 18. Mai steht jede Woche eine Kollegin oder ein Kollege aus dem EWE-Konzern im Fokus. Sie berichten auf hallonachbar.de, warum sie gerade nicht ins Klischee passen.

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    Diversity-Serie Teil 9 – Hauke Held Der Flexible
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    Hauke Held lebt mit seiner Familie in Oldenburg. Gleichberechtigung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben für den 38-Jährigen und seine Frau Priorität. Diversity bedeutet für Hauke, dass das Ganze häufig mehr ist als nur die Summe seiner einzelnen Teile.

    Es ist die Unterschiedlichkeit aller Kolleginnen und Kollegen, die EWE ausmacht. Sie bringen sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Charakteren ein in den EWE-Konzern und schaffen ein kollegiales Miteinander, das die Arbeit jeden Tag von neuem spannend und abwechslungsreich macht. Heute geht es in der Diversity-Serie um Dr. Hauke Held, der aktuell in Teilzeit arbeitet, damit seine Frau und er gleichermaßen ihre Karriere vorantreiben können und zugleich Zeit für die Familie gewinnen.

    Hauke Held arbeitet im Business Development bei EWE, zurzeit schwerpunktmäßig im Projekt photono, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz automatisiert Luftbilder auswertet und so neue Erkenntnisse gewinnt, z. B. im Bereich Geomarketing. Außerdem engagiert er sich in der Initiative der EWE Digital Academy, die zum Ziel hat, den Wissenstransfer zwischen Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Austausch- und Lernformaten zu stärken. „In unserem Bereich sind wir ein relativ junges und bunt gemischtes Team, arbeiten sehr flexibel in verschiedenen Projekten und wechselnden Team-Konstellationen“, berichtet der promovierte Physiker.

    Während Haukes Frau Esther seit März 2020 als Professorin für Werkstofftechnik an der Fachhochschule Münster in Vollzeit tätig ist, arbeitet er mit derzeit 30 Stunden in Teilzeit, betreut die beiden kleinen Kinder und versorgt den Haushalt. „Esther und ich haben mehrere berufliche Stationen durchlaufen und dabei sehr von der Flexibilität profitiert, die uns als jungen Eltern eingeräumt wird. So konnten wir beide unsere Arbeitszeiten immer wieder an die familiären Situationen anpassen“, erzählt der 38-Jährige. Elternzeiten, Teilzeitarbeit mit unterschiedlichen Stundenkontingenten wechseln sich bei beiden Partnern mit Zeiten in Vollzeitarbeit ab. „Im Sommer erwarten wir unser drittes Kind, dann ändert sich die Aufteilung erneut.“ Für ihn sei das nichts Besonderes, sondern eine bewusste Entscheidung, verfügbare Flexibilität zu nutzen, um Beruf und Familie gut unter einen Hut zu bekommen. „Wir arbeiten beide gerne und wollen nicht darauf verzichten. Deshalb macht im Haushalt jeder, was nötig ist und gerade anfällt. Wenn Esther in Münster ist, muss es zuhause trotzdem laufen“, erzählt Hauke. „Esther kocht allerdings besser und deutlich ambitionierter als ich“, gibt er schmunzelnd zu. „Ich setze da eher auf Kochen nach App mit einer intelligenten Küchenmaschine als nützlichem Helfer. Da brennt auch im Eifer des Gefechts mit den Kindern so schnell nichts an.“ Er fügt an: „Wir waren früher zu Hause vier Kinder und ein großer Hund. Da ging es häufig drunter und drüber, aber es ist auch immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass alle nach Kräften mit anpackten.“ Gut zu wissen, dass im Notfall die Großeltern einspringen, die in der Nähe wohnen und mittlerweile im Ruhestand sind.

    „Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Bekannte, die kurzzeitig oder bereits länger in Teilzeit arbeiten. Die Gründe dafür sind sehr individuell und je nach Lebensphase auch recht unterschiedlich. Auf die Frage, wie sich die Teilzeitarbeit auf die weitere Karriere auswirkt, müssen wir uns vielleicht in drei bis vier Jahren noch einmal unterhalten“, meint Hauke mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Aber im Ernst: Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass mir die Arbeitszeitreduktionen negativ ausgelegt wurden. Ich erlebe viel Verständnis sowohl bei meinen Führungskräften als auch im Team. Ich probiere diesbezüglich transparent zu sein und alle wissen, wann ich erreichbar bin.“ Ein Egoproblem? „Nein, überhaupt nicht. Ich bin sehr dankbar für diese Flexibilität und nutze sie. Und ich genieße es, gemeinsame Zeit mit den Kindern zu haben. So sind wir alle zufrieden.“

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