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    Auf Nummer sicher: 4 EWE-Ausbildungsberufe im Mini-Porträt

    Jedes Jahr ereignen sich etwa 900.000 Unfälle auf der Arbeit. Je nachdem, welchen Beruf man ausübt, ist man einem höheren Risiko ausgesetzt. Doch vor allem Jobs, die etwas mehr Gefahren mit sich bringen, sind relevant für die Gesellschaft. Zusammen mit Wiebke Karpa-Muhle stellt hallonachbar.de vier Ausbildungsberufe vor, bei denen Sicherheit an oberster Stelle steht.

    © Sebastian Vollmert
    Wiebke Karpa-Muhle Die Arbeitsschutzexpertin
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    Wiebke Karpa-Muhle ist bei EWE NETZ Expertin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und beschäftigt sich dort mit verhaltensorientierter Sicherheitskultur. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie bereits im Konzern - in ihrer Rolle als Haupt-Sicherheitsfachkraft bei EWE NETZ seit 2020. Das Thema Sicherheit ist der gebürtigen Ammerländerin und Mutter eines 5-jährigen Sohnes auch im Privaten sehr wichtig. "Sicherheit beginnt bei jedem Einzelnen!"

    1. Elektroniker/in für Betriebstechnik

    Elektronikerin an einem SChaltkasten

    Ob Begleitung von Baumaßnahmen, Ansprechpartner für Vertragsfirmen sein, Zähler einbauen oder Zählerwechsel vornehmen – als Elektroniker für Betriebstechnik ist man stets vielseitig unterwegs. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Zunächst besuchen die jungen Leute in Oldenburg den „Energie Campus“, das EWE-Zentrum für Aus- und Weiterbildung. „Die Auszubildenden verbringen die erste Zeit hier in der Werkstatt und lernen alles von der Pike. Natürlich werden sie hier sehr ausführlich in den Sicherheitsregeln geschult“, sagt Wiebke Karpa-Muhle. Nach der Vermittlung von erster Theorie und Praxis sowie dem Bau von eigenen Schaltmodellen, werden die Azubis abgeordnet in die Netzregionen – sie arbeiten dann in den Bezirksmeistereien und Netztechniken mit und werden von den erfahrenen Kollegen an die Hand genommen, um das Tagesgeschäft kennenzulernen.

    2. Anlagenmechaniker/in

    Auszubildende beim Schweißen

    Anlagenmechaniker sind für die Metallverarbeitung zuständig, dazu gehören etwa Schweißarbeiten, Rohrleitungsbau, Fräsen oder Drehen. Einsatzgebiete sind die Versorgungstechnikanlagen für Gas, Wasser und Wärme. Die Auszubildenden müssen Zähler ein- und ausbauen und begleiten die Kollegen etwa auf Gasbaustellen. Auf dem Energie Campus geht es handfest zur Sache, es wird geflext oder geschweißt. Damit keine thermischen Verletzungen entstehen, werden die neuen Kollegen täglich sehr genau mit den potenziellen Gefahrenszenarien vertraut gemacht. Die oberste Regel: Arbeitssicherheit ist ein Bestandsteil des alltäglichen Lebens. „Die Azubis werden außerdem unterwiesen, wie man etwa ein Gasleck erkennt und was dann die nächsten Schritte für die Sicherheit sind, die eingeleitet werden müssen, etwa wie evakuiert oder abgeschiebert, also der Gasaustritt gestoppt wird“, so Wiebke Karpa-Muhle.

    3. Chemie-Laborant/in

    Chemielaborantin

    In Cloppenburg gibt es ein firmeneigenes EWE-Labor, das im Übrigen 2022 sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Dort werden Analysen von Proben aller Art gemacht, auch für externe Kunden. Die Auszubildenden werden dabei direkt betreut und wie es das Job-Profil erfordert, hantieren sie hier auch mit vielen Chemikalien. „Wenn man mit Gefahrenstoffen arbeitet, ist stets ein gewisses Risiko dabei. Umso wichtiger ist, dass alle mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht werden“, sagt Wiebke Karpa-Muhle. Die Ausbildung dauert ebenfalls dreieinhalb Jahre.

    4. Fachkraft für Abwassertechnik

    Abwassertechnikerin auf dem Weg ins Labor

    Die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik dauert dreieinhalb Jahre und findet bei EWE WASSER statt, einem der größten Abwasserentsorger im Nordwesten Deutschlands. Das Unternehmen ist für die umweltgerechte Ableitung und Reinigung des Abwassers von rund 1 Million Einwohnern in der Region Ems-Weser-Elbe verantwortlich. Während der Ausbildung werden elektrotechnische- und maschinenbautechnische Grundlagen vermittelt. Zu den Tätigkeiten gehören etwa Wartung und Instandhaltung der Wasseranlagen und Pumpen. Kuriose Randnotiz: In den Klärwerken gibt es die sehr unwahrscheinliche Möglichkeit, dass Auszubildende in die Becken fallen, deshalb müssen sie zur Sicherheit vor Ort eine Schwimmweste tragen. „Bei allen unseren Ausbildungsberufen ist es auffällig, dass immer mehr junge, selbstbewusste Frauen in die Berufe drängen, die früher klar in Männerhand waren. Das zeigt, dass ein Wandel stattgefunden hat“, sagt Wiebke Karpa-Muhle.

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