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    Wi-Fi 6: Wie gut ist der neue WLAN-Standard?

    Geht es ums WLAN, führt zukünftig kein Weg an Wi-Fi 6 vorbei. Der neue Standard für eine optimale Internetverbindung kann kabellose Netzwerke schneller und effizienter machen. Ab wann sollte man umsteigen? hallonachbar.de klärt die wichtigsten Fragen.

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    Seit Frühjahr 2020 und dem Beginn der Corona-Pandemie sind viele Menschen mehr denn je auf eine stabile Internetverbindung in den eigenen vier Wänden angewiesen, doch die Zufriedenheit ist nicht allerorts gleich. Ob lahme Verbindung, ruckelnde Streams oder wackelige Videokonferenzen: Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Oft handelt es sich um veraltete DSL-Verträge mit zu wenig Mbit/s, die ein Upgrade benötigen, oder in die Jahre gekommene Hardware, sprich WLAN-Router, die nicht mehr leistungsfähig sind. Wer noch nicht über eine schnelle Glasfaserverbindung verfügt, muss daher versuchen, stellenweise zu optimieren, etwa mit einem Repeater, den man in die Steckdose steckt und der dafür sorgt, dass das WLAN-Signal verstärkt wird. Als neue Verheißung in der Branche gilt der neue WLAN-Standard Wi-Fi 6.

    Wi-Fi 6: Mehrere User auf der Datenautobahn

    Bislang nutzen die meisten deutschen Haushalte noch Wi-Fi 5. Die verschiedenen Anfragen von Smartphone, Tablet, Smart Speaker oder weiteren WLAN-Geräten werden hierbei nacheinander bearbeitet. Wi-Fi 6 ist dagegen multitaskingfähig – die verschiedenen WLAN-Anfragen können gleichzeitig, also parallel bearbeitet werden. „Stellt man sich die Luftschnittstelle des Netzwerks als mehrspurige Autobahn vor, können die Geräte mit Wi-Fi 6 jeweils eigene Fahrspuren nutzen“, erklärt es Olaf Hagemann vom US-Netzwerktechnik-Spezialisten Extreme Networks. Im Bestfall schafft der neue Standard 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s), dazu müssen aber alle Komponenten mit dem neuesten Standard arbeiten und es darf kein weiterer User auf das Netz zugreifen.

    Prognose: Ab wann sollte man in Technik mit Wi-Fi 6 investieren?

    Experten raten aktuell noch davon ab, gezielt Geräte zu kaufen, die Wi-Fi 6-kombatibel sind. „Wer heute eine gut funktionierende Installation des Vorgängers Wi-Fi 5 hat, kann sich mit dem Austausch Zeit lassen“, sagt Ernst Ahlers vom Fachmagazin „c’t“. Der Experte rechnet damit, dass Wi-Fi 6 erst 2022 seine volle Wirkung entfalten kann. Die Bundesnetzagentur plant, im zweiten Quartal 2021 einen zusätzlichen Frequenzbereich (6 Gigahertz) für WLAN bereitzustellen. Das WLAN-Spektrum wird damit ausgebaut, um für mehr Kanäle und eine Entzerrung zu sorgen.

    Fazit: Die meisten Verbraucher sind, Stand Frühjahr 2021, im Privatbereich noch nicht auf Wi-Fi 6 angewiesen. Experten sagen, dass der neue Standard vor allem dort für Optimierungen sorgt, wo viele Menschen gleichzeitig WLAN beanspruchen, etwa in Universitäten oder in größeren Firmen. Trotzdem gut zu wissen: Smartphones der neuesten Generation unterstützen Wi-Fi 6 bereits.

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